ORF-JournalistInnen gegen FPÖ-Angriffe

Seltsames Medienverständnis der Freiheitlichen

Wien (OTS) - Die gestrige "Pressestunde" mit Parteichef Heinz-Christian Strache hat einmal mehr das seltsame Medienverständnis der FPÖ aufgezeigt. Persönliche Angriffe auf JournalistInnen haben in der FPÖ eine unschöne Tradition. Hier wird in Freund/Feind-Manier in "gute" und "böse" Journalisten eingeteilt. Kritische Fragestellung gegenüber FPÖ-Politikern ist absolut unerwünscht und die FPÖ sieht sich selbst in der Opferrolle.

Persönliche Untergriffe und Vorwürfe gegen den Ehemann von "Pressestunde"-Moderatorin Patricia Pawlicki ("Kurier"-Herausgeber Helmut Brandstätter) haben in einer politischen Diskussionssendung nichts verloren. Und selbstverständlich kann sich die FPÖ - genauso wenig wie jede andere Partei - nicht aussuchen, wer die "Pressestunde" moderiert.

Es bleibt Strache unbenommen, Details aus seinem Privatleben via FPÖ-Parteipressedienst zu veröffentlichen. Das Privatleben von Journalistinnen und Journalisten via FPÖ-Parteifernsehen öffentlich machen zu wollen, ist allerdings ein neuerlicher Tiefpunkt im Medienverständnis dieser Partei.

Der ORF-Redakteursrat stellt sich selbstverständlich hinter "Pressestunde"-Moderatorin Patricia Pawlicki.

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