• 25.11.2013, 13:00:46
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ORF-JournalistInnen gegen FPÖ-Angriffe

Seltsames Medienverständnis der Freiheitlichen

Utl.: Seltsames Medienverständnis der Freiheitlichen =

Wien (OTS) - Die gestrige "Pressestunde" mit Parteichef
Heinz-Christian Strache hat einmal mehr das seltsame
Medienverständnis der FPÖ aufgezeigt. Persönliche Angriffe auf
JournalistInnen haben in der FPÖ eine unschöne Tradition. Hier wird
in Freund/Feind-Manier in "gute" und "böse" Journalisten eingeteilt.
Kritische Fragestellung gegenüber FPÖ-Politikern ist absolut
unerwünscht und die FPÖ sieht sich selbst in der Opferrolle.

Persönliche Untergriffe und Vorwürfe gegen den Ehemann von
"Pressestunde"-Moderatorin Patricia Pawlicki ("Kurier"-Herausgeber
Helmut Brandstätter) haben in einer politischen Diskussionssendung
nichts verloren. Und selbstverständlich kann sich die FPÖ - genauso
wenig wie jede andere Partei - nicht aussuchen, wer die "Pressestunde"
moderiert.

Es bleibt Strache unbenommen, Details aus seinem Privatleben via
FPÖ-Parteipressedienst zu veröffentlichen. Das Privatleben von
Journalistinnen und Journalisten via FPÖ-Parteifernsehen öffentlich
machen zu wollen, ist allerdings ein neuerlicher Tiefpunkt im
Medienverständnis dieser Partei.

Der ORF-Redakteursrat stellt sich selbstverständlich hinter
"Pressestunde"-Moderatorin Patricia Pawlicki.

Der Redakteursrat
Dieter Bornemann
Peter Daser
Eva Ziegler

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