PEN-Club vergibt Roma-Literaturpreis an Stefan Horvath

Wien (OTS) - Der Österreichische P.E.N.-Club lädt ein zur Preisvergabe:

"ROMA-LITERATURPREIS DES ÖSTERREICHISCHEN PEN"
im Gedenken an Ceija Stojka (1933-2013)

Der "Roma-Literaturpreis des Österreichischen PEN" wurde zum Gedenken an sein Mitglied Ceija Stojka, die in diesem Jahr verstorbene österreichische Roma-Künstlerin, die Schriftstellerin, Malerin, Sängerin, Tänzerin, KZ-Überlebende, Zeitzeugin und Menschenrechtsaktivistin ins Leben gerufen.

Preisverleihung: Messe Wien, Halle D, FM4-Bühne
im Rahmen der "Buch-Wien"
am 22. XI. 2013, 17-18 Uhr.

Mit dem "Roma-Literaturpreis des Österreichischen PEN" wird in diesem Jahr der burgenländische Roma-Schriftsteller Stefan Horvath ausgezeichnet.

Der Preis wird zum ersten Mal vergeben.

Programm:

  • Musik von Ceija Stojka von CD
  • Begrüßung: Dr. Susanne Dobesch, Generalsekertärin des Österreichischen P.E.N.-Clubs
  • Begrüßung in Romanes: Professor Mozes Heinschink vom Romano Centro in Wien
  • Vorstellung des Preisträgers: Horst Horvath, edition lex liszt 12, Oberwart
  • Musik von Mongo Stojka von CD
  • Laudatio auf den Preisträger Stefan Horvath: Peter Paul Wiplinger
  • Lesung des Autors und Preisträgers Stefan Horvath aus seinen Büchern
  • Ausklang bei Getränken und einem kleinen Imbiß
  • Musik von Ceija Stojka von CD

Gefördert von:

"Roma-Literaturpreis des Österreichischen PEN"
im Gedenken an Ceija Stojka (1933-2013)

Der "Roma-Literaturpreis des Österreichischen PEN" wurde zum Gedenken an sein Mitglied Ceija Stojka, die in diesem Jahr verstorbene österreichische Roma-Künstlerin, die Schriftstellerin, Malerin, Sängerin, Tänzerin, KZ-Überlebende, Zeitzeugin und Menschenrechtsaktivistin ins Leben gerufen. Mit diesem Preis soll einerseits das in der Roma-Kultur traditionell verankerte künstlerische Schaffen und im konkreten Fall das literarische Schaffen und Werk von herausragenden Roma-Persönlichkeiten gewürdigt und damit gleichzeitig auch auf das in Europa weitgehend diskriminierte und im Holocaust fast ausgerottete Volk der Roma und Sinti hingewiesen werden. Somit geht es hier neben der Auszeichnung des literarischen Schaffens weit darüber hinaus auch um eine Zeichensetzung und Einmahnung hinsichtlich der Menschenrechte.

Mit dem "Roma-Literaturpreis des Österreichischen PEN" wird in diesem Jahr der burgenländische Roma-Schriftsteller Stefan Horvath ausgezeichnet.

Geboren wurde Stefan Horvath 1949 in der alten Roma-Siedlung in Oberwart. Er war der erste unter den Oberwarter Roma, der eine Hauptschule besuchte. Später arbeitete er bei Baufirmen in Wien und schaffte es bis zum Betriebsrat und Polier. Im Februar 1995 traf ihn der wohl schwerste Schicksalsschlag: beim Bombenattentat in der Siedlung kam einer seiner Söhne ums Leben. Es war jedoch auch der Beginn seines Schreibens. 2003 erschien sein Erzählband "Ich war nicht in Ausschwitz", der von der Leidensgeschichte der Generation seiner Eltern erzählt, und 2007 das Buch "Katzenstreu", in dem er dem Terror des 4. Februar 1995 aus verschiedenen Perspektiven begegnet. Ein Jahr später gestaltete er dazu mit dem Musiker und Komponisten Willi Spuller die Hörspiel-CD "Katzenstreu", an der unter anderem Karl Markovics als Sprecher mitwirkte. 2013 erschien nun Stefan Horvaths drittes Buch "Atsinganos" in der edition lex liszt 12, in dem er sich den Oberwarter Roma und ihren Siedlungen widmet.

Der Österreichische PEN gratuliert Stefan Horvath zu dieser Auszeichnung und der österreichischen Volksgruppe der Roma zu diesem Preisträger.

Ort: Buch-Wien - Messehalle - FM4-Bühne
Zeit: Freitag, 22.November 2013, 17-18 Uhr

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer P.E.N.-Club
Dr. Helmuth A. Niederle
Bankgasse 8, 1010 Wien
Dr. Susanne Dobesch
Tel.: 0676 48 00 470

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