- 24.11.2013, 08:00:53
- /
- OTS0008 OTW0008
"trend": Gemeinden haben rund 3,5 Milliarden Euro Schulden ausgelagert.
Die Statistik Austria zeigt auf, dass rund 1200 Gemeinden verschuldete Tochterunternehmen haben. Die Staatsschulden steigen (ohne Hypo Alpe-Adria) auf 81,45 Prozent des BIP.
Utl.: Die Statistik Austria zeigt auf, dass rund 1200 Gemeinden
verschuldete Tochterunternehmen haben. Die Staatsschulden
steigen (ohne Hypo Alpe-Adria) auf 81,45 Prozent des BIP. =
Wien (OTS) - Eine Erhebung der Statistik Austria zeigt, dass rund
1200 heimische Gemeinden zum Teil hoch verschuldete
Tochterunternehmen betreiben, deren Schulden bislang nicht in die
Staatsschuldenquote eingerechnet wurden, berichtet das
Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe.
In Summe geht es bei dieser ersten "Bestandsaufnahme" um bis zu 3,3
Milliarden Euro, die als Schulden in außerbudgetäre Einheiten - etwa
Immobilien-, Skilift- oder Nationalpark-Gesellschaften - ausgelagert
wurden und dadurch die Rechnungsabschlüsse der Gemeinden entlasten.
Statistik-Austria-Chef Konrad Pesendorfer zum "trend": "Wir müssen
aber damit rechnen, dass durch eine vollständige Erhebung die Summe
der ausgelagerten Gemeindeschulden über die 3,3 Milliarden Euro
hinausgehen kann."
Solange die Tochterfirmen der Gemeinden 50 Prozent ihrer
Herstellungskosten durch Erlöse abdecken konnten, mussten ihre
Verbindlichkeiten auch nicht gemeldet werden. Doch ab September 2014
tritt das neue "Europäische System der Volkswirtschaftlichen
Gesamtrechnung" in Kraft. Verwendet man dessen strengere Kriterien,
müssen zu den offiziellen Staatsschulden von 232,8 Milliarden Euro
neben den ausgelagerten Sektoren ÖBB-Infrastruktur (12,4 Mrd. Euro)
und Bundesimmobiliengesellschaft (3,8 Mrd. Euro) auch die
ausgelagerten Gemeindeschulden von rund 3,5 Milliarden Euro
berücksichtigt werden. Was in Summe Maastricht-relevante
Staatsschulden (noch ohne Berücksichtigung der
Hypo-Alpe-Adria-Abwicklung) von 252,5 Milliarden Euro beziehungsweise
eine Staatschuldenquote jenseits der magischen 80-Prozent-Marke
ergibt, nämlich 81,45 Prozent.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | TRE






