ORF-III-Doku-Montag: "The Brussels Business - Wer regiert die EU?" und die Folgen der Wegwerfgesellschaft in "DokuMente"

Außerdem: Serienstart "Jüdisches Leben in Wien" in "Kultur Heute" und "Artists in Residence" mit Anna Mitterer und Matthias Buch

Wien (OTS) - Facettenreich und kritisch präsentiert sich der ORF-III-Doku-Montag am 25. November 2013: "Kultur Heute" startet um 20.00 Uhr mit der neuen Serie "Jüdisches Leben in Wien", die zwei Wochen lang dem Alltagsleben der Wiener jüdischen Gemeinden auf die Spur geht. Um 20.15 Uhr setzt sich die Dokumentation "The Brussels Business" kritisch mit Lobbyismus auseinander und beleuchtet, wie die Europäerinnen und Europäer damit umgehen. "DokuMente" regt um 21.45 Uhr mit "Kaufen für die Müllhalde" und um 23.05 Uhr mit "Flippers schlimmster Feind" zum Nachdenken über die Müllberge der modernen Wegwerfgesellschaft an. Um Mitternacht präsentiert die junge ORF-III-Künstlerleiste "Artists in Residence" eine Dystopie von Anna Mitterer und Mathias Buch.

Die Sendungen im Überblick:

"Kultur Heute" zeigt "Jüdisches Leben in Wien": Danielle Spera spricht mit Arik und Timna Brauer (20.00 Uhr)

Im Rahmen von "Kultur Heute" startet die neue zehntteiligen Serie "Jüdisches Leben in Wien", die bis 6. Dezember werktäglich um 20.00 Uhr einen Blick in den facettenreichen jüdischen Alltag in Wien wirft. ORF III begleitet Danielle Spera, langjährige ORF-Moderatorin und seit 2010 Direktorin des Jüdischen Museums Wien, auf zehn Streifzügen durch das Alltagsleben der Wiener jüdischen Gemeinden. Danielle Spera besucht jüdische Feste, unterschiedlichste Organisationen sowie zahlreiche Künstlerinnen und Künstler. Zum Auftakt der Serie spricht sie mit Sängerin Timna Brauer und deren Vater, Maler Arik Brauer.

"The Brussels Business - Wer regiert die EU?": Doku-Thriller über Lobbyismus und Machterhalt (20.15 Uhr)

Um 20.15 dringt der Doku-Thriller "The Brussels Business - Wer regiert die EU?" in die Welt der 15.000 Lobbyisten in Brüssel, ihrer allumfassenden Netzwerke der Macht sowie ihrer engen Verflechtung mit den politischen Eliten ein. Der Film von Friedrich Moser und Matthieu Lietaert versucht, Licht ins fast schon sprichwörtliche Dunkel des Brüsseler Machtlabyrinths und die Grauzonen der europäischen Demokratie zu bringen. ORF-Korrespondent Raimund Löw gibt vorab direkt aus Brüssel eine kurze Einführung zum Film.

"DokuMente: Kaufen für die Müllhalde" (21.45 Uhr) und "Flippers schlimmster Feind: Plastik im Meer" (23.05 Uhr)

Acht Milliarden Plastiksackerl landen jährlich auf Europas Müllbergen - Grund genug für die EU-Kommission, über ein Verbot nachzudenken. Passend dazu widmet sich "DokuMente" mit zwei Filmen der Wegwerfgesellschaft und ihren weitreichenden Folgen. Um 21.45 Uhr wirft in "Kaufen für die Müllhalde" Regisseurin Cosima Dannoritzer einen kritischen Blick auf die moderne Wegwerfgesellschaft und hinterfragt die "geplante Obsoleszenz", also die beabsichtigte eingeschränkte Lebensdauer von z. B. Glühbirnen, Handys oder Computern. Um 23.05 Uhr beleuchtet dann "Flippers schlimmster Feind:
Plastik im Meer" eine der Folgen dieser Konsumhaltung. Die Ozeane werden immer mehr zur weltweiten Müllhalde. Jeder Quadratkilometer Ozean enthält 74.000 Stück Plastik. Diese Plastiksuppe tötet jedes Jahr Hunderttausende Tiere und sorgt dafür, dass Chemikalien in unsere Lebensmittel gelangen. Die Dokumentation geht den Fragen nach, wie sich die langfristigen Auswirkungen dieser Plastikverschmutzung gestalten werden und ob die Ozeane wieder gereinigt werden können.

"Artists in Residence": '2013: remains of space' von Anna Mitterer und Matthias Buch (0.00 Uhr)

Anschließend präsentiert ORF III um 00.00 Uhr eine neue Ausgabe der jungen künstlerischen Programmleiste "Artists in Residence", in deren Rahmen einmal im Monat Fernsehkunst zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler zur Ausstrahlung gebracht wird. Diesmal inszenieren Anna Mitterer und Matthias Buch mit "2013: remains of space" eine Dystopie, in der künstlerische Ausdrucksformen der Repression zum Opfer fallen. Eine Gruppe von Menschen versucht vom Untergrund aus einen Piraten-TV-Sender zu betreiben, um ihre Vorstellungskraft wiederzufinden. Am Ende ihrer Suche gelangen sie von ihrer hermetischen Situation in einen Installationsraum, der Bezug nimmt auf den ikonenhaften Raum in der letzten Szene von Stanley Kubricks "2001: A Space Odyssey". Im Realraum fanden die Dreharbeiten im mo.e, der ehemaligen Metallwarenfabrik Morton, im 17. Bezirk in Wien, statt, der seit drei Jahren als unabhängiger Kunstraum, als Offspace genutzt wird.

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