- 23.11.2013, 19:59:58
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Berlakovich zu Ergebnis Klimakonferenz: Staatengemeinschaft beschließt kleine Schritte auf dem Weg zu Weltklimavertrag bis 2015
Ergebnis der Klimakonferenz blieb hinter Erwartungen zurück
Utl.: Ergebnis der Klimakonferenz blieb hinter Erwartungen zurück =
Wien (OTS) - Warschau/Wien (21.11.2013) -"Die Konferenz startete mit
der Betroffenheit durch den Taifun "Hayan", der tausende
Menschenleben kostete und endete mit einem minimalen Kompromiss von
über 190 Vertragsstaaten. Dieser Kompromiss stellt weitere, wenn auch
nur kleine Schritte auf dem Weg zu einem Weltklimavertrag dar. Die
Konferenz war Knochenarbeit für den Klimaschutz", so Umweltminister
Niki Berlakovich zum Ergebnis des Klimagipfels in Warschau.
Österreich und die EU haben die Position vertreten, dass alle Staaten
sobald wie möglich Treibhausgasreduktionsziele vorschlagen, die in
einem globalen und rechtsverbindlichen Klimaschutzabkommen 2015
verabschiedet und ab 2020 umgesetzt werden sollen.
"Wir haben hier vereinbart, dass alle Staaten ihre Beiträge zur
Erreichung der Klimaziele so rasch wie möglich, spätestens bis zum
ersten Quartal 2015 melden. Dafür sind wir in zahlreichen bilateralen
Gesprächen mit anderen Staaten aktiv eingetreten und haben
Überzeugungsarbeit geleistet", so Berlakovich.
Als weiteres konkretes Ergebnis wurden das Berichts- und
Bewertungssystem für Klimaschutzmaßnahmen auch in Entwicklungsländern
beschlossen. Das ist wichtig, damit Klimaschutzmassnahmen überprüft
und kontrolliert werden können.
Auch weitere Schritte bei der Klimafinazierung sollen in Angriff
genommen werden. Dazu soll es Mitte 2014 ein zusätzliches
Ministertreffen geben und auch die Zahl der Expertentreffen soll
erhöht werden. "Ein wichtiges Signal, dass wir den Kampf für den
Klimaschutz weiterführen", unterstreicht der Minister.
Weiters wurde der lang verhandelte "Warschau Mechanismus" zu loss and
damage durch den Klimawandel beschlossen. Damit wird ein spezieller
Mechanismus geschaffen, der sich mit Verlusten und Schäden von
Naturkatastrophen und deren Bewältigung befasst.
Österreichische Initiativen in Warschau
"Auch wenn bei dieser Konferenz das Ergebnis hinter den Erwartungen
lag, muss der Klimaschutz ganz oben auf der politischen Agenda der
Staaten bleiben", appelliert Minister Berlakovich. Österreich hat die
Zeit genutzt und im Rahmen von Side-Events seine Strategie zur
Anpassung an den Klimawandel gemeinsam mit der Schweiz und der UNEP
(United Nations Environtmental Programme) präsentiert. Auch das
österreichische Abfallmanagement stieß auf großes internationales
Interesse. Nach Meinung des internationalen Abfallverbandes sei
Österreich auf dem Sektor der Abfallwirtschaft federführend. Die
Recyclingquote liege im internationalen Spitzenfeld und trage positiv
zum Klimaschutz bei.
Österreich hat im Rahmen einer Veranstaltung der Europäischen Union
mehrere Projekte wie z.B. Initiativen zur Verbreitung Erneuerbarer
Energien in den ärmsten Ländern der Welt präsentiert. So wird
Äthiopien von Österreich unterstützt, um Klimaschutzmaßnahmen
umzusetzen.
Klimaschutz durch den Ausbau Erneuerbarer Energien forcieren
"Österreich bekennt sich klar zum Klimaschutz, indem wir den Ausbau
von Erneuerbaren Energien forcieren wollen. Wir brauchen Erneuerbare
Energien in allen Ländern, und wir brauchen mehr Energieeffizienz",
betont Berlakovich.
Regionen und Gemeinden seien wichtige Partner bei der Umsetzung.
Österreich habe dabei mit dem Klima- und Energiefonds Programme für
den Umstieg auf Erneuerbare Energien und mehr Energieeffizienz
geschaffen. 106 Regionen mit über 1100 Gemeinden nehmen bereits teil.
Das kann durchaus Modellcharakter für den Klimaschutz haben", so
Berlakovich.
Als falschen Wegsieht Minister Berlakovich die Parallelveranstaltung
der Kohleindustrie zu Beginn der Konferenz: "Die Förderung von
fossilen und klimaschädlichen Energieformen wie Kohle ist ganz klar
der falsche Weg für den Klimaschutz", bekräftigt der Minister.
Ziel: Weltklimavertrag 2015 in Paris
Die nächste Klimaschutzkonferenz findet 2014 in der peruanischen
Hauptstadt Lima statt. Am 30. November 2015 soll die
UN-Klimaschutzkonferenz in Paris beginnen, wo das globale
Klimaschutzabkommen mit verbindlichen Reduktionszielen unterzeichnet
werden soll. Ziel des Abkommens ist es, den Anstieg der Erdtemperatur
auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. Es soll 2020 in Kraft treten.
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