- 23.11.2013, 09:00:01
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Spindelegger: "Gewalt gegen Journalisten gefährdet Pressefreiheit und Demokratie"
Vizekanzler fordert entschlossene Maßnahmen zum Schutz von Journalisten anlässlich des 3. Internationalen Tages zur Beendigung der Straflosigkeit.
Utl.: Vizekanzler fordert entschlossene Maßnahmen zum Schutz von
Journalisten anlässlich des 3. Internationalen Tages zur
Beendigung der Straflosigkeit. =
Wien (OTS) - "Es macht mich betroffen, dass seit Jahresbeginn 2013
bereits 92 Journalisten weltweit tödlicher Gewalt zum Opfer gefallen
sind. Die Zahl jener Verteidiger der Presse- und
Informationsfreiheit, die rund um den Globus bedroht oder attackiert
werden, oder deren Familien Angst erleiden müssen, ist um ein
Vielfaches höher. Daher ist der Schutz von Journalisten ein
Schwerpunktthema des österreichischen Europarats-Vorsitzes bis Mai
2014, mit dem Ziel, Standards und Verpflichtungen in den
Europarats-Mitgliedsstaaten besser umzusetzen," erklärte Vizekanzler
und Außenminister Michael Spindelegger anlässlich des heutigen
Internationalen Tages zur Beendigung der Straflosigkeit von
Verbrechen gegen Journalisten.
"Eine objektive, kritische und vielfältige mediale
Berichterstattung, egal ob durch Zeitungen, Radio, Fernsehen oder das
Internet, bildet die Grundlage zur Förderung der demokratischen
Debatte unter Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger. Ich zolle
daher all jenen Journalisten meinen großen Respekt, die trotz dieser
widrigen Umstände entschlossen sind, der Öffentlichkeit objektive und
kritische Informationen zu bieten, und damit eine wichtige Säule für
Menschenrechtsschutz und Demokratie darstellen," erläuterte
Spindelegger weiter.
Österreich unterstützt die Vereinten Nationen maßgeblich in ihren
Bemühungen für einen besseren Schutz von Journalisten. So gibt es,
auf österreichische Initiative, erstmals eine Sammlung der Vereinten
Nationen über gute Praktiken von Staaten zum Schutz von Journalisten.
Darüber hinaus unterstützt Österreich derzeit eine UNESCO Studie über
die besonderen Sicherheitsbedürfnisse von Journalistinnen, die
vermehrt sexualisierter Gewalt ausgesetzt sind.
"Unser Augenmerk muss dem präventiven Schutz und der konsequenten
Verfolgung und Bestrafung von Einschüchterung und Gewalt gegen
Journalisten gelten, denn aus Straflosigkeit entsteht mehr Gewalt.
Effektive Maßnahmen sind nur durch eine enge und aktive
Zusammenarbeit von Regierungen, Journalisten, der Zivilgesellschaft
und internationalen Organisationen möglich. Ich freue mich daher über
die fortgesetzt enge Kooperation Österreichs mit dem Internationalen
Presseinstitut zu diesem wichtigen Thema", so Spindelegger
abschließend.
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