FORMAT: Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen die ÖVP

Wilhelm Molterer und Reinhold Lopatka als Beschuldigte geführt

Wien (OTS) - Die ÖVP wird auf Basis des Verbandsverantwortlichkeitsgesetzes (VbVG) von der Staatsanwaltschaft Wien verfolgt. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt in der Telekom-Affäre gegen die "Österreichische Volkspartei - Bundespartei" als Verband wegen des Verdachts der Untreue und der Geldwäscherei. Das belegt eine FORMAT exklusiv vorliegende staatsanwaltschaftliche Anordnung vom 17. Oktober 2013. Demnach wird die ÖVP verdächtigt, Telekom-Geld zur illegalen Wahlkampffinanzierung angenommen zu haben. Die Mittel flossen über diverse VP-nahe Spezialvehikel wie etwa die Agentur "The Whitehouse".

Die Staatsanwaltschaft Wien teilt in ihrer Anordnung an das Bundesamt für Korruptionsbekämpfung laut FORMAT mit, dass die Ermittlungen in der Telekom-Affäre "im Hinblick auf die Belastungen durch Rudolf Fischer bzw. Michael Fischer gegen nachfolgende Personen ausgedehnt wurden: Wilhelm Molterer, Reinhold Lopatka und Österreichische Volkspartei - Bundespartei nach Paragraf 3 VbVG". Der Vorwurf gegen Ex-Finanzminister Molterer sowie Staatssekretär Lopatka lautet "Geldwäscherei" und "Beihilfe zur Untreue" der Telekom-Vorstände.

Molterer, der nun Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank ist, war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Die ÖVP-Bundesparteileitung und Staatssekretär Lopatka wollen die Vorwürfe gegenüber FORMAT nicht kommentieren.

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