- 21.11.2013, 08:06:39
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ÖAMTC: Schlechtes Zeugnis für Europas Parkhäuser - Test in 15 Großstädten (+ Grafiken)
60 Garagen begutachtet - Testsieger in Zürich, Schlusslicht in Wien
Utl.: 60 Garagen begutachtet - Testsieger in Zürich, Schlusslicht in
Wien =
Wien (OTS) - Ein ernüchterndes Ergebnis liefert ein europaweiter
Parkhaustest, den der ÖAMTC gemeinsam mit 17 Partnerclubs im Rahmen
des Verbraucherschutz-Programms EuroTest erstmals durchgeführt hat.
Kein einziges der getesteten Parkhäuser erhielt die Note "sehr gut".
Nur zehn Testkandidaten wurden für "gut" befunden. "Der Großteil der
begutachteten Parkhäuser, nämlich 39 von 60, bekam das Urteil
'ausreichend' ausgestellt", hält ÖAMTC-Verkehrstechniker Markus
Schneider fest. Zudem schnitten neun Parkhäuser "mangelhaft" und zwei
"sehr mangelhaft" ab. Die Bestandsaufnahme in 15 Städten gibt
Auskunft über Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit, Befahrbarkeit sowie
Tarifgestaltung der einzelnen Parkhäuser.
Der Testsieger "Opera" aus Zürich, erst vergangenes Jahr eröffnet,
punktet mit komfortablen Parkplätzen in schräger Anordnung, einem
dynamischen Parkleitsystem, Helligkeit und Sicherheitspersonal vor
Ort. Die schlechte Bewertung des Testverlierers, die Parkgarage
"Technische Universität" in der Wiener Operngasse, resultiert nicht
nur aus schmalen Stellflächen, unübersichtlichen Parkdecks und
scharfkantigen Beschlägen an den Bordsteinen, die Reifenschäden
verursachen können. "Speziell die steilen Rampen führten zu einer
starken Abwertung - diese konnten teilweise nicht in einem Zug
befahren werden", berichtet der ÖAMTC-Experte.
Abenteuer Parkhaus: schmale Rampen, wenig Orientierung, fehlende
Fußwegmarkierung
Der Besuch eines Parkhauses kann sich von der Einfahrt bis zum
Stellplatz abenteuerlich gestalten. Viele der Testkandidaten
erwarten ihre Kunden bereits mit zu schmalen Einfahrten. Geeignete
Pendelbalken zur Höhenkontrolle fehlen bei einem Drittel der
getesteten Parkhäuser. Ist man erst einmal im Inneren des Parkhauses,
fordern meist schmale Rampen das fahrerische Geschick des Lenkers.
Bei über der Hälfte der Testkandidaten sind diese nicht durchgehend
mit Schrammborden ausgestattet. "Fehlanzeige herrscht auch bei der
Nummerierung von Parkplätzen: Orientierungshilfe bietet nur knapp die
Hälfte der Garagen", nennt ÖAMTC-Experte Schneider einen weiteren
Mangel. Dynamische Parkleitsysteme gibt es bei rund einem Viertel der
Testkandidaten nicht.
Hat man einen Stellplatz gefunden, ist dieser meist sehr schmal -
mit der Folge möglicher Beschädigung des eigenen oder benachbarter
Fahrzeuge. Bei mehr als einem Drittel der Parkhäuser beträgt die
Stellplatzbreite nur rund 2,30 Meter - auch in Österreich eine
häufige Problematik. Vorsichtig sollte man nicht nur beim Ausstieg
aus dem Auto, sondern auch auf dem Weg zum Ausgang sein: markierte
Wege für Fußgänger sind bei knapp zwei Drittel der Parkgaragen nicht
vorhanden. Teilweise lohnt es sich, bei seinen Erledigungen die Zeit
im Auge zu behalten, denn 45 Prozent der getesteten Garagen berechnen
ihre Tarife im wenig kundenfreundlichen 60-Minuten-, beim
überwiegenden Teil aber im 30-Minuten-Takt. Nur in Spanien wird
minütlich abgerechnet.
Defizite beheben - Club fordert breitere Stellflächen, Minutentakt
und Höhenkontrolle
Viele Fahrzeuge sind heute deutlich breiter als ihre
Vorgängermodelle. In den österreichischen Bauvorschriften für die
Parkhäuser wurde darauf bisher nicht reagiert - diese sehen noch
Parkflächen von 2,30 Meter Breite vor. "Garagenbetreiber sollten die
Größe der Stellplätze entsprechend anpassen", so die Empfehlung des
ÖAMTC-Verkehrstechnikers. Breitenzuschläge erachtet er insbesondere
neben Pfeilern als sinnvoll. "Für neu errichtete Garagen sollte eine
Mindestgröße für Stellplätze von 2,50 Meter Breite und 5 Meter Länge
gesetzlich verankert werden", fordert Schneider. Erstrebenswert ist
auch eine minutengenaue Abrechnung des Parktarifs, um höhere Kosten
bei Überschreitung eines Zeitlimits zu verhindern. Nachholbedarf
erkennt der Experte letztlich auch in der Installation von flexiblen
Höhenkontrollen. Einige Fahrer werden erst durch einen dumpfen Schlag
an ihre Gepäckbox oder Fahrräder auf dem Dach erinnert.
Aviso an die Redaktionen: Grafiken zu dieser Aussendung sind unter
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