Vinzenz Gruppe begrüßt Errichtung des Kinderhilfsfonds für Härtefälle

Private Einrichtungen unterstützen das Schließen der Versorgungslücken - jetzt ist die Politik gefordert

Wien (OTS) - "Die Vinzenz Gruppe begrüßt die Initiative der Kinderliga, einen Hilfsfonds zur Soforthilfe bei Härtefällen einzurichten, um chronisch kranken und behinderten Kindern und deren Familien rasch und unbürokratisch helfen zu können. Es ist jedoch bedauerlich, dass es privater Initiativen bedarf, weil die Politik ihrer Verantwortung nicht nachkommt." Das erklärt Mag. Anna Parr, Geschäftsleiterin der Vinzenz Gruppe und verantwortlich für die Bereiche Rehabilitation, Pflege und Kur zur heutigen Pressekonferenz der Österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit. "Auch die Vinzenz Gruppe und andere Einrichtungen haben schon vor längerer Zeit ihre Bereitschaft zur Abhilfe von Versorgungslücken in der Rehabilitation behinderter und chronisch kranker Kinder bekannt gegeben. Leider scheitert die Umsetzung bisher an der Klärung der Finanzierung durch die Länder."

Konkret geht es um die Kinderrehabilitation, für die in Österreich 350 bis 450 Betten notwendig wären aber nur 60 existieren. So plant die Vinzenz Gruppe direkt neben dem Wiener orthopädischen Krankenhaus Speising eine Rehabilitationseinrichtung für Kinder zu errichten. Die Pläne für das Vorhaben Kinder-Reha der Vinzenz Gruppe sind im Detail ausgearbeitet und das Projekt wurde bereits bei der zuständigen Magistratsabteilung eingereicht. Die Vinzenz Gruppe übernimmt außerdem die Investitionsfinanzierung. Ein wesentlicher Vorteil dieses Standortes wäre die enge Anbindung an eine bereits vorhandene exzellente Infrastruktur und das vorliegende fachliche Know How einer international renommierten Fachabteilung für Kinderorthopädie. Um das Projekt endgültig auf Schiene zu bringen und das dringend notwendige Reha-Zentrum zu realisieren, müsste nur noch die Standortentscheidung offiziell bestätigt und die Finanzierung mit dem Hauptverband und der Stadt Wien geklärt werden.

"Da rund 90 Prozent der Kinder, die an orthopädischen Erkrankungen leiden, und die in Wien oder den angrenzenden Bundesländern wohnen, im Orthopädischen Spital Speising in laufender Behandlung sind, sehen wir täglich, wie dringend spezielle Einrichtungen für Kinderrehabilitation notwendig sind", erklärt Anna Parr. Die Eltern müssen von der Heilgymnastik bis zum Bandagisten Einzelanträge stellen, oft zu jedem Termin extra anreisen - das ist ein Spießrutenlauf und eine zusätzliche Belastung für die betroffenen Familien. "Um diese Versorgunglücke zu schließen, haben wir uns entschieden, selber aktiv zu werden und auf unsere Kosten eine auf die speziellen Bedürfnisse der Kinder und ihrer Eltern angepasste Rehabilitationseinrichtung zu bauen", so Parr. Sie weist darauf hin, dass auch andere Einrichtungen derartige Initiatven gesetzt haben. So sind etwa auch die Pläne für eine Kinderrehabilitation im Salzburger St. Veit fix und fertig. Nur mehr die laufende Finanzierung muss geklärt werden.

Parr: "Je länger sich die Politik mit der Klärung der Finanzierung Zeit lässt, desto länger müsen betroffene Kinder und ihre Eltern auf die Einrichtungen warten." Immerhin müssen nach der Finanzierungsklärung auch Standortentscheidungen getroffen werden, damit mit dem Bau der Einrichtungen begonnen werden kann. Und auch der Bau braucht Zeit.

Die derzeit rund 60 Betten in Österreich beschränken sich fast ausschließlich auf die neurologische Rehabilitation. Für Kinder nach orthopädischen Operationen, nach durchgemachter Krebserkrankung, Herz- und Lungenerkrankungen, Rheuma, Stoffwechselerkrankungen und Entwicklungsstörungen besteht derzeit in Österreich noch keine Möglichkeit der Rehabilitation.

Häufig ist eine Operation der einzige Weg, um die Lebensqualität zu verbessern. Nach einer erfolgreich verlaufenen (neuro-) orthopädischen Operation ist es für diese Kinder sehr wichtig, dass unmittelbar danach mit einer Rehabilitation begonnen wird, damit der Erfolg der OP anhaltend gewährleistet ist. Doch derzeit müssen betroffene Kinder in Wien sechs Monate bis zwei Jahre auf eine Therapiemöglichkeit in Sozialpädiatrischen Zentren warten.

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Annemarie Kramser
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