• 20.11.2013, 18:05:18
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Vinzenz Gruppe begrüßt Errichtung des Kinderhilfsfonds für Härtefälle

Private Einrichtungen unterstützen das Schließen der Versorgungslücken - jetzt ist die Politik gefordert

Utl.: Private Einrichtungen unterstützen das Schließen der
Versorgungslücken - jetzt ist die Politik gefordert =

Wien (OTS) - "Die Vinzenz Gruppe begrüßt die Initiative der
Kinderliga, einen Hilfsfonds zur Soforthilfe bei Härtefällen
einzurichten, um chronisch kranken und behinderten Kindern und deren
Familien rasch und unbürokratisch helfen zu können. Es ist jedoch
bedauerlich, dass es privater Initiativen bedarf, weil die Politik
ihrer Verantwortung nicht nachkommt." Das erklärt Mag. Anna Parr,
Geschäftsleiterin der Vinzenz Gruppe und verantwortlich für die
Bereiche Rehabilitation, Pflege und Kur zur heutigen Pressekonferenz
der Österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit. "Auch die
Vinzenz Gruppe und andere Einrichtungen haben schon vor längerer Zeit
ihre Bereitschaft zur Abhilfe von Versorgungslücken in der
Rehabilitation behinderter und chronisch kranker Kinder bekannt
gegeben. Leider scheitert die Umsetzung bisher an der Klärung der
Finanzierung durch die Länder."

Konkret geht es um die Kinderrehabilitation, für die in Österreich
350 bis 450 Betten notwendig wären aber nur 60 existieren. So plant
die Vinzenz Gruppe direkt neben dem Wiener orthopädischen Krankenhaus
Speising eine Rehabilitationseinrichtung für Kinder zu errichten. Die
Pläne für das Vorhaben Kinder-Reha der Vinzenz Gruppe sind im Detail
ausgearbeitet und das Projekt wurde bereits bei der zuständigen
Magistratsabteilung eingereicht. Die Vinzenz Gruppe übernimmt
außerdem die Investitionsfinanzierung. Ein wesentlicher Vorteil
dieses Standortes wäre die enge Anbindung an eine bereits vorhandene
exzellente Infrastruktur und das vorliegende fachliche Know How einer
international renommierten Fachabteilung für Kinderorthopädie. Um das
Projekt endgültig auf Schiene zu bringen und das dringend notwendige
Reha-Zentrum zu realisieren, müsste nur noch die Standortentscheidung
offiziell bestätigt und die Finanzierung mit dem Hauptverband und der
Stadt Wien geklärt werden.

"Da rund 90 Prozent der Kinder, die an orthopädischen Erkrankungen
leiden, und die in Wien oder den angrenzenden Bundesländern wohnen,
im Orthopädischen Spital Speising in laufender Behandlung sind, sehen
wir täglich, wie dringend spezielle Einrichtungen für
Kinderrehabilitation notwendig sind", erklärt Anna Parr. Die Eltern
müssen von der Heilgymnastik bis zum Bandagisten Einzelanträge
stellen, oft zu jedem Termin extra anreisen - das ist ein
Spießrutenlauf und eine zusätzliche Belastung für die betroffenen
Familien. "Um diese Versorgunglücke zu schließen, haben wir uns
entschieden, selber aktiv zu werden und auf unsere Kosten eine auf
die speziellen Bedürfnisse der Kinder und ihrer Eltern angepasste
Rehabilitationseinrichtung zu bauen", so Parr. Sie weist darauf hin,
dass auch andere Einrichtungen derartige Initiatven gesetzt haben. So
sind etwa auch die Pläne für eine Kinderrehabilitation im Salzburger
St. Veit fix und fertig. Nur mehr die laufende Finanzierung muss
geklärt werden.

Parr: "Je länger sich die Politik mit der Klärung der Finanzierung
Zeit lässt, desto länger müsen betroffene Kinder und ihre Eltern auf
die Einrichtungen warten." Immerhin müssen nach der
Finanzierungsklärung auch Standortentscheidungen getroffen werden,
damit mit dem Bau der Einrichtungen begonnen werden kann. Und auch
der Bau braucht Zeit.

Die derzeit rund 60 Betten in Österreich beschränken sich fast
ausschließlich auf die neurologische Rehabilitation. Für Kinder nach
orthopädischen Operationen, nach durchgemachter Krebserkrankung,
Herz- und Lungenerkrankungen, Rheuma, Stoffwechselerkrankungen und
Entwicklungsstörungen besteht derzeit in Österreich noch keine
Möglichkeit der Rehabilitation.

Häufig ist eine Operation der einzige Weg, um die Lebensqualität
zu verbessern. Nach einer erfolgreich verlaufenen (neuro-)
orthopädischen Operation ist es für diese Kinder sehr wichtig, dass
unmittelbar danach mit einer Rehabilitation begonnen wird, damit der
Erfolg der OP anhaltend gewährleistet ist. Doch derzeit müssen
betroffene Kinder in Wien sechs Monate bis zwei Jahre auf eine
Therapiemöglichkeit in Sozialpädiatrischen Zentren warten.

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