• 20.11.2013, 12:00:29
  • /
  • OTS0132 OTW0132

"Am Schauplatz" auf der Suche nach den verschwundenen Milliarden der Hypo Alpe Adria

Am 21. November um 21.05 Uhr in ORF 2

Utl.: Am 21. November um 21.05 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) - Fast täglich kommen neue Hiobsbotschaften von Hypo Alpe
Adria. Die letzte Kapitalspritze von 700 Millionen Euro hat nicht
einmal drei Monate gereicht. Nächste Woche braucht die
notverstaatlichte Bank weiter Geld. Wie viel die marode Hypo die
Steuerzahlerinnen und Steuerzahler kosten wird, ist nicht abzusehen:
Manche Experten sprechen von elf Milliarden Euro, die Nationalbank
rechnet im schlimmsten Fall mit 17 Milliarden. Wohin ist all das Geld
geflossen? Wer hat sich bereichert? "Am Schauplatz"-Reporterin
Christine Grabner hat sich auf die Suche nach den verschwundenen
Milliarden begeben. Ihre Reise führt sie am Donnerstag, dem 21.
November 2013, um 21.05 Uhr in ORF 2 quer über den Balkan - zu
verwaisten Baustellen, ungenutzten Grundstücken und luxuriösen
Apartments, die keine Käuferinnen oder Käufer finden.

Die Geschichten, die das "Am Schauplatz"-Team zu hören bekommt,
klingen immer gleich: Die Hypo habe allzu leichtfertig allzu hohe
Kredite für fragwürdige Projekte vergeben. Und eine ganze Reihe von
Menschen habe die Hand aufgehalten, erzählt man. Die lokale Politik
habe mitgespielt. "Es sind immer die gleichen Personen zum Zug
gekommen", schildert eine Projektentwicklerin aus Groznjan, jene, die
Verbindungen zur Hypo hatten. "Allen anderen hat man Steine in den
Weg gelegt."

Viele der Bauvorhaben sind bis heute nicht verwirklicht worden. Das
Geld aber ist verschwunden. Wer versucht herauszufinden, in welche
Kanäle all die Millionen flossen, findet sich rasch in einem Dickicht
aus Firmen, Treuhändern und Beteiligungsgesellschaften wieder.
Besonders beliebte Zwischenstationen des Geldes scheinen
Liechtenstein oder die Karibik zu sein. Und nicht selten führt die
Spur zurück nach Österreich. 19 Milliarden fauler Kredite und
unverkäuflicher Anteile wurden bis jetzt ausgemacht. In der
Klagenfurter Hypo-Zentrale bemüht sich eine eigene Sondereinheit, die
schlimmsten Machenschaften aufzuklären. Doch werden die Schuldigen
tatsächlich zur Rechenschaft gezogen?
Wolfgang Peschorn, Leiter der staatlichen Finanzprokuratur, hat so
seine Zweifel. Die Vermögen einstiger Manager und Berater seien bis
dato verschont geblieben. Und auf der Hypo-Beraterliste fänden sich
heute viele derselben Namen wie dazumal.

Die Hypo hingegen betont, dass alles aufgearbeitet werde. Am meisten
zu tun gäbe es diesbezüglich nicht am Balkan, sondern in Kärnten
selbst, gibt Hypo-Anwalt Johannes Zink zu: "Wir sind im Zuge unserer
Tätigkeit darauf gestoßen, dass sehr viel der kriminellen Energie
durchaus von Klagenfurt ausging, von Mitarbeitern des ehemaligen
Managements."

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als
Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der
ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel