VP-Juraczka übt scharfe Kritik an Mobilitätsagentur

Selbstgesteckte Ziele meilenweit verfehlt

Wien (OTS) - "Fehler können passieren. Das ist zutiefst menschlich und eigentlich kein Problem. Es geht auch nicht gegen die Radfahrer. Denn das Fahrrad ist ein umweltfreundliches und sympathisches Verkehrsmittel. Das Problem ist, dass die Mobilitätsagentur mittlerweile das Symbol für die verkehrte Verkehrspolitik der Wiener Stadtregierung ist", so ÖVP Wien-Obmann Stadtrat Manfred Juraczka in der heutigen aktuellen Stunde des Gemeinderates.

Juraczka erinnerte daran, dass zu Beginn der rot-grünen Stadtregierung 2010 eine Verdoppelung des Radverkehrs als Ziel genannt wurde. "Und dafür hat man dann unter anderem die Radagentur gegründet, die später zur Mobilitätsagentur umgewandelt wurde. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob diese Agentur ihre Ziele erreicht hat", so Juraczka:

"Es geht darum, das ist auf der Homepage der Mobilitätsagentur nachzulesen, mehr Menschen zum Radfahren zu bewegen und gleichzeitig Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern einzudämmen. Der Radfahreranteil ist laut Modal Split der Wiener Stadtwerke heute genauso hoch wie 2009, nämlich bei sechs Prozent. Auch die Konflikte zwischen den genannten Gruppen wurden keineswegs ausgeräumt."

So seien etwa die Probleme im Zusammenhang mit der Umgestaltung der Mariahilfer Straße eine lohnende Aufgabe für den Rad- und die Fußgängerbeauftragte gewesen, erklärte Juraczka: "Aber beide waren, als der Probebetrieb aufgenommen wurde, auf Urlaub und auch seither hat man kaum etwas gehört."

Der traurige Höhepunkt sei schließlich die Veröffentlichung falscher Zahlen im Zusammenhang mit dem Radfahren im Winter gewesen: "Hier wurden, wie das Meinungsforschungsinstitut Gallup bestätigt, offensichtlich bewusst falsche Zahlen genannt. Das ist umso ärgerlicher, als die Mobilitätsagentur ihre selbstgesteckten Ziele meilenweit verfehlt hat und ihre Aufgaben bisher ganz und gar nicht erfüllt", so der Wiener ÖVP-Obmann abschließend.

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