• 20.11.2013, 10:13:27
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AKNÖ-Wieser: Finanzhandel besteuern - Arbeitseinkommen entlasten

Wien (OTS/AKNÖ) - "Die Finanzkrise kostete die SteuerzahlerInnen
schon viel Geld. Es ist Zeit, dass auch die Krisenverursacher zur
Kasse gebeten werden", drückt der neue AKNÖ-Präsident Markus Wieser
aufs Tempo bei der Einführung der Finanztransaktionssteuer.

Elf EU-Länder, darunter auch Österreich, haben sich zur Besteuerung
des Finanzhandels bekannt. Die Finanztransaktionssteuer soll in einem
sehr geringen Ausmaß den Computerhandel am Geldmarkt steuerlich
erfassen. Markus Wieser: "Die Einkommen der ArbeitnehmerInnen sind
zu 100 Prozent von der Steuer erfasst, der weltweite Finanzhandel gar
nicht, obwohl die Ursache der langwierigen Wirtschaftskrise genau von
den Computerbildschirmen der Finanzindustrie ihren Ausgang genommen
hat."

Wie oft sollen ArbeitnehmerInnen noch für die Krise bezahlen?

Das letzte Sparpaket ist nicht einmal noch vollständig abgearbeitet,
schon ist von einer nächsten Runde des Verzichtens die Rede. Wieser:
"Allein die Familienbeihilfe hat seit der letzten Erhöhung ein
Drittel der Kaufkraft verloren, die Pensionen wurden unter der
Inflationsrate erhöht und für große Berufsgruppen gab es in diesem
Jahr keine Gehaltserhöhung. Jetzt ist es genug."
Die Finanztransaktionssteuer ist eine Frage der Gerechtigkeit: 500
Milliarden Euro wurden in marode Banken gesteckt, jetzt ist es Zeit,
dass die Finanzindustrie einen kleinen Beitrag selbst aufbringt.

Arbeiterkammern und ÖGB unterstützen deshalb die europaweite
Plattform www.financialtransactiontax.eu. Hier können die
FinanzministerInnen direkt kontaktiert werden. Markus Wieser: "Der
Rat der EU-Finanzminister ist jetzt gefordert, Nägel mit Köpfen zu
machen und die Umsetzung nicht auf die lange Bank zu schieben."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKN

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