AKNÖ-Wieser: Finanzhandel besteuern - Arbeitseinkommen entlasten

Wien (OTS/AKNÖ) - "Die Finanzkrise kostete die SteuerzahlerInnen schon viel Geld. Es ist Zeit, dass auch die Krisenverursacher zur Kasse gebeten werden", drückt der neue AKNÖ-Präsident Markus Wieser aufs Tempo bei der Einführung der Finanztransaktionssteuer.

Elf EU-Länder, darunter auch Österreich, haben sich zur Besteuerung des Finanzhandels bekannt. Die Finanztransaktionssteuer soll in einem sehr geringen Ausmaß den Computerhandel am Geldmarkt steuerlich erfassen. Markus Wieser: "Die Einkommen der ArbeitnehmerInnen sind zu 100 Prozent von der Steuer erfasst, der weltweite Finanzhandel gar nicht, obwohl die Ursache der langwierigen Wirtschaftskrise genau von den Computerbildschirmen der Finanzindustrie ihren Ausgang genommen hat."

Wie oft sollen ArbeitnehmerInnen noch für die Krise bezahlen?

Das letzte Sparpaket ist nicht einmal noch vollständig abgearbeitet, schon ist von einer nächsten Runde des Verzichtens die Rede. Wieser:
"Allein die Familienbeihilfe hat seit der letzten Erhöhung ein Drittel der Kaufkraft verloren, die Pensionen wurden unter der Inflationsrate erhöht und für große Berufsgruppen gab es in diesem Jahr keine Gehaltserhöhung. Jetzt ist es genug."
Die Finanztransaktionssteuer ist eine Frage der Gerechtigkeit: 500 Milliarden Euro wurden in marode Banken gesteckt, jetzt ist es Zeit, dass die Finanzindustrie einen kleinen Beitrag selbst aufbringt.

Arbeiterkammern und ÖGB unterstützen deshalb die europaweite Plattform www.financialtransactiontax.eu. Hier können die FinanzministerInnen direkt kontaktiert werden. Markus Wieser: "Der Rat der EU-Finanzminister ist jetzt gefordert, Nägel mit Köpfen zu machen und die Umsetzung nicht auf die lange Bank zu schieben."

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