- 19.11.2013, 11:12:41
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"Mein Brüssel": ORF-Korrespondentin Cornelia Primosch porträtiert "ihre Stadt" am 20. November im "Weltjournal"
Danach: "WELTjournal +: "The Brussels Business - Wer regiert die EU?"
Utl.: Danach: "WELTjournal +: "The Brussels Business - Wer regiert
die EU?" =
Wien (OTS) - Mit "Mein Brüssel" steht im ORF-Auslandsmagazin
"Weltjournal" - präsentiert von Eugen Freund - am Mittwoch, dem 20.
November 2013, um 22.30 Uhr in ORF 2 die vierte Folge der
sechsteiligen Reportagereihe auf dem Programm, in der
ORF-Korrespondentinnen und -Korrespondenten ihre Stadt auf etwas
andere Art, als man sie aus den Nachrichten kennt, porträtieren.
Cornelia Primosch zeigt in ihrem Brüssel-Porträt, dass die Hauptstadt
Europas deutlich mehr zu bieten hat als die unpersönlichen
Tintenburgen der EU-Institutionen. Das nächste Städteporträt - "Mein
Istanbul" mit Christian Schüller - zeigt das "Weltjournal" am 11.
Dezember, am 18. Dezember folgt "Mein Rom" mit Mathilde Schwabeneder.
Wer hat in der EU das Sagen? Was ist gerade noch erlaubt und wo endet
eigentlich die Legalität? Im anschließenden Doku-Thriller "The
Brussels Business - Wer regiert die EU?" beleuchtet "WELTjournal+" um
23.05 Uhr die Grauzone der europäischen Demokratie. Dem
österreichischen Regisseur Friedrich Moser ist gemeinsam mit dem
belgischen Sozialwissenschafter Matthieu Lietaert ein informativer,
hochbrisanter Dokumentarfilm über die engen Verflechtungen zwischen
Wirtschaftslobby und den Brüsseler EU-Institutionen gelungen.
Weltjournal: "Mein Brüssel"
Cornelia Primosch lebt seit vier Jahren als EU-Korrespondentin in der
Stadt, die sich keineswegs an strenge EU-Normen hält. Schon das
widersprüchliche Stadtbild Brüssels macht das deutlich -
architektonische Juwelen versuchen sich neben modernen Betonklötzen
zu behaupten, ein typisches Brüsseler Phänomen, das als
"Brüsselisierung" in den internationalen Architektenjargon Eingang
gefunden hat. Struktur und Ordnung scheinen in der gesamten Stadt zu
fehlen, die Brüsseler nehmen das jedoch gutmütig hin und gehen
humorvoll und kreativ damit um. Immerhin ist gerade dieser Anflug von
Chaos Nährboden für Kunst, wie der Surrealismus belegt, der mit René
Magritte in Brüssel besonders erfolgreich war. Eben solche Menschen,
die sich von Brüssel inspirieren lassen, hat Cornelia Primosch
getroffen. Zu ihnen zählt Kurt Ryslavy, ein österreichischer Maler,
der Brüssel nach mehr als 20 Jahren nicht mehr verlassen will.
Die Widersprüche finden sich auch in der Brüsseler Kulinarik. Die
Stadt ist berühmt für ihre exquisiten Schokoladenkreationen, wie jene
von Chocolatier Pierre Marcolini, der sich als Modeschöpfer in der
Welt der Pralinen versteht. Wahren Weltruhm hat hingegen eine weitaus
simplere Speise erlangt, die angeblich in Belgien erfunden wurde. Die
Pommes Frites, die nirgends so gut schmecken wie in der Hauptstadt
Europas.
Dieses "Weltjournal" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar.
WELTjournal+: "The Brussels Business - Wer regiert die EU?"
"The Brussels Business" ist ein profunder Blick in die Brüsseler Welt
der 15.000 Lobbyisten, der Think Tanks und in die Netzwerke
unterschiedlichster Machtstrukturen.
Pascal Kerneis, Geschäftsführer des "European Service Forum" (ESF),
eines Lobbyverbands der Dienstleistungsindustrie, spricht gerne über
seine Arbeit: "Lobbying ist eigentlich nur Networking, es geht
lediglich um Kontakte zwischen Menschen." Und fügt selbstbewusst
hinzu: "Ich repräsentiere sechzig Prozent des europäischen
Bruttoinlandsprodukts!" Keith Richardson, ehemaliger Generalsekretär
des "European Roundtable of Industrialists", macht klar, wie sehr die
EU-Geschichte von der mächtigen Wirtschaftslobby diskret aus dem
Hintergrund bestimmt wurde.
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