- 16.11.2013, 11:54:25
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Freiheitskämpfer/innen-Konferenz (1) - Bundeskanzler Faymann und Stadtrat Ludwig ehren Ernst Nedwed
Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik und Ehrenmedaille der Stadt Wien in Gold
Utl.: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik und
Ehrenmedaille der Stadt Wien in Gold =
Wien (OTS/SK) - Zum Auftakt der Bundeskonferenz der
Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer/innen, Opfer des Faschismus und
aktiver Antifaschist/innen hat SPÖ-Vorsitzender, Bundeskanzler Werner
Faymann den scheidenden Bundesvorsitzenden Ernst Nedwed mit dem
Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
geehrt. In seiner Rede würdigte der Kanzler das langjährige
politische Wirken Nedweds, insbesondere in der antifaschistischen
Bildungsarbeit. "Er gehört zu jenen Menschen, die in der Zweiten
Republik mit seinem sozialen Engagement und seiner Bildungsarbeit
unverzichtbare Arbeit geleistet haben", betonte Faymann, der als
Jugendfunktionär Nedwed bereits früh kennengelernt hatte. Nedwed habe
sich bereits zu seinen Zeiten als SPÖ-Gemeinderat und -Nationalrat
dadurch ausgezeichnet, für junge Menschen und Jugendorganisationen
stets ein offenes Ohr zu haben. ****
Im Anschluss ehrte Stadtrat Michael Ludwig Ernst Nedwed mit der
höchsten Auszeichnung der Stadt Wien. Persönlich und politisch hatte
Ludwig lange Jahre die Gelegenheit, als Bildungssekretär Schulter an
Schulter mit Nedwed zusammenzuarbeiten. "Ein Mensch wie Ernst Nedwed,
der nie an sich selbst gedacht hat, wird zu Recht ausgezeichnet",
sagte Ludwig. Weiters hob Ludwig hervor, dass Nedwed es sich zur
lebenslangen Aufgabe gemacht habe, "nicht die Asche zu bewahren,
sondern das Feuer und die Flamme antifaschistischer Arbeit
weiterzutragen und dabei auch der Jugend Raum zu geben".
Aufgrund einer Erkrankung nahm Ernst Nedwed das Goldene
Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik und die Ehrenmedaille der
Stadt Wien nicht persönlich entgegen. Er wurde von seiner Tochter
Andrea Schnattinger vertreten, die im Anschluss an die Ehrungen eine
Grußbotschaft von Ernst Nedwed verlas. In seiner Grußbotschaft
appellierte der Bundesvorsitzende unter anderem dafür, die immer
weniger werdenden Zeitzeug/innen zu befragen. "Es wäre zu traurig,
wenn wir einmal sagen müssen, dass wir mit dem einen oder der anderen
Überlebenden nicht mehr sprechen konnten." Die anwesenden Delegierten
und zahlreichen Ehrengäste, darunter Stadtrat Michael Ludwig, Käthe
Sasso und Rudi Gelbard, zollten dem Geehrten stehende Ovationen und
einen kräftigen Applaus.
"Der Bund der Freiheitskämpferinnen und Freiheitskämpfer ist das
Gewissen der Sozialdemokratie, wenn es darum geht, dass niemand das
Herzstück des Antifaschismus beiseitelegt", sagte Faymann. Wer auf
eine Regierungszusammenarbeit mit der FPÖ schiele, sei daher gut
beraten, sich mit den Freiheitskämpfer/innen auseinanderzusetzen.
Weiters warnte der Bundeskanzler vor der viel zu hohen
Jugendarbeitslosigkeit in Europa, die in vielen Regionen bei über 40
Prozent liegt, und Entsolidarisierungstendenzen, die ein Nährboden
für Rechtsextremismus seien. (Forts.) mo/bj
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