• 16.11.2013, 09:30:32
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LH Pröll: "Am Landesfeiertag Kraft schöpfen für gemeinsame Arbeit"

Rund 1.300 Gäste beim festlichen Empfang in Grafenegg

Utl.: Rund 1.300 Gäste beim festlichen Empfang in Grafenegg =

St. Pölten (OTS/NLK) - Ganz im Zeichen des Heiligen Leopold und
des Jubiläums "350 Jahre Heiliger Leopold als Landespatron" stand der
Landesempfang anlässlich des Landesfeiertages, der gestern im
Auditorium Grafenegg stattfand.

Der heilige Leopold sei ein Vorbild in mehrfacher Weise, betonte
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Zuge seiner Festrede: "Er war ein
Vorbild in seinem Streben nach Frieden, in seinem Verständnis von
Loyalität und Solidarität und in seinem Bemühen um Vermittlung und
Ausgleich, und all das war verbunden mit seinem unbeugsamen
Bekenntnis zur Heimat."

Diesem Bekenntnis zur Heimat zu folgen, sei ein "hoch moderner
Auftrag, den wir hochhalten müssen", forderte Pröll zu einem "offenen
Zugang zum Begriff Heimat" auf. Denn die Auseinandersetzung mit der
Heimat erlaube das "Eindringen in die Geschichte", so Pröll: "Wir in
Niederösterreich legen Wert auf Geschichtsbewusstsein. Denn nur wer
die Geschichte kennt, kann sie verstehen. Und nur wer Geschichte
versteht, kann aus ihr lernen."

Die Auseinandersetzung mit der Heimat ermögliche aber auch das
"Einbringen in der Gegenwart", führte der Landeshauptmann weiter aus.
"Heimat ist nicht, sondern Heimat wird. Darum muss jeder und jede von
uns sich einbringen, Hand anlegen und Heimat gestalten. Nur durch
dieses Bewusstsein entsteht ein großes gemeinsames Ganzes." Daher
gelte es auch, "täglich danach zu suchen, wo sich Chancen für unser
Land auftun, und einander die Hand zu reichen, wo Menschen in
Bedrängnis kommen", so Pröll: "Das bedeutet Zusammenstehen,
Familiensinn, Respekt vor der Schöpfung, Denken in Generationen,
Kraft zum Gestalten und Mut zu Entscheidungen."

Abschließend betonte der Landeshauptmann, dass die
Auseinandersetzung mit der Heimat auch den Weg in die Zukunft ebne:
"Niederösterreich im Herzen zu tragen heißt die Zukunft im Blick zu
haben. Alles, was wir heute schlecht machen, ist das Manko von
morgen. Alles was wir heute gut und richtig machen, ist der Vorsprung
von morgen." Darum gelte es auch, "Entscheidungen rasch und mutig" zu
treffen, sagte der Landeshauptmann: "Das sind wir unserer Heimat
schuldig, das sind wir den nächsten Generationen schuldig und das
sind wir auch dem Vorbild des Heiligen Leopold schuldig." Der
Landesfeiertag solle daher auch "dazu anhalten, Kraft zu schöpfen für
die gemeinsame Arbeit, die vor uns liegt", so Pröll.

Insgesamt folgten rund 1.300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und
Gesellschaft der Einladung zum Landesfeiertag in Grafenegg. Der
literarische Beitrag des Abends kam vom bekannten Schauspieler und
Regisseur Karl Markovics, die musikalische Gestaltung übernahm das
Tonkünstler-Orchester Niederösterreich mit Dirigent Michael
Sanderling und Solist Ingolf Wunder.

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