GRAS: "SPÖ und ÖVP lassen junge Menschen im Regen stehen"

Fehlende Valorisierung der Familienbeihilfe schockiert GRAS

Wien (OTS) - "Wieder einmal spart die Regierung zuerst bei denen, die am wenigsten haben", kommentiert Kerstin Bardsley von den Grünen & Alternativen Student_innen (GRAS) die gestern bekannt gewordene Einigung von ÖVP und SPÖ, die Familienbeihilfe nicht an die Inflation anzupassen. Die Familienbeihilfe wurde seit 2001 nicht mehr angeglichen. Das bedeutet für Student_innen eine effektive Kürzung der Familienbeihilfe um ca. 22 %. Eine Familienbeihilfe im Wert von 200Euro hat sich somit seit 2002 auf 160Euro rein nach Geldwert reduziert. Und das obwohl bekannt ist, dass 60% der Studierenden durchschnittlich 20 Stunden pro Woche arbeiten müssen, um sich ihr Studium zu finanzieren. "Viele Studierende leben unter der Armutsgrenze. Für uns ist dieser Beschluss ein Schlag ins Gesicht. Warum sollen wir die Budgetfehler der Regierungsparteien ausbaden?" empört sich Bardsley, Aktivistin der GRAS.

Zuletzt hatte sich die Regierung aus SPÖ und ÖVP im Jahr 2011 gegen die Studierenden gewandt und eine Senkung der Anspruchsdauer der Familienbeihilfe um zwei Jahre durchgesetzt. Die Studierendensozialerhebung 2011 zeigt, dass schon damals die Lage vieler Studierenden äußerst prekär war. Mit dem heutigen Beschluss die schon um zwei Jahre verkürzte Familienbeihilfe nicht an die Inflation anzupassen, wird sich die soziale Lage vieler Studierenden weiter verschlechtern. "Die Regierungsparteien behindern Studierende am Studieren, verlangen aber gleichzeitig schnelle Studienabschlüsse. Studieren wird immer mehr zu einer Option, die sich nur Wenige leisten können. Die Regierung zielt auf Elitenbildung für Wenige ab." schließt Bardsley.

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