- 14.11.2013, 20:06:22
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GRAS: "SPÖ und ÖVP lassen junge Menschen im Regen stehen"
Fehlende Valorisierung der Familienbeihilfe schockiert GRAS
Utl.: Fehlende Valorisierung der Familienbeihilfe schockiert GRAS =
Wien (OTS) -
"Wieder einmal spart die Regierung zuerst bei denen, die am wenigsten
haben", kommentiert Kerstin Bardsley von den Grünen & Alternativen
Student_innen (GRAS) die gestern bekannt gewordene Einigung von ÖVP
und SPÖ, die Familienbeihilfe nicht an die Inflation anzupassen. Die
Familienbeihilfe wurde seit 2001 nicht mehr angeglichen. Das bedeutet
für Student_innen eine effektive Kürzung der Familienbeihilfe um ca.
22 %. Eine Familienbeihilfe im Wert von 200Euro hat sich somit seit
2002 auf 160Euro rein nach Geldwert reduziert. Und das obwohl bekannt
ist, dass 60% der Studierenden durchschnittlich 20 Stunden pro Woche
arbeiten müssen, um sich ihr Studium zu finanzieren. "Viele
Studierende leben unter der Armutsgrenze. Für uns ist dieser
Beschluss ein Schlag ins Gesicht. Warum sollen wir die Budgetfehler
der Regierungsparteien ausbaden?" empört sich Bardsley, Aktivistin
der GRAS.
Zuletzt hatte sich die Regierung aus SPÖ und ÖVP im Jahr 2011 gegen
die Studierenden gewandt und eine Senkung der Anspruchsdauer der
Familienbeihilfe um zwei Jahre durchgesetzt. Die
Studierendensozialerhebung 2011 zeigt, dass schon damals die Lage
vieler Studierenden äußerst prekär war. Mit dem heutigen Beschluss
die schon um zwei Jahre verkürzte Familienbeihilfe nicht an die
Inflation anzupassen, wird sich die soziale Lage vieler Studierenden
weiter verschlechtern. "Die Regierungsparteien behindern Studierende
am Studieren, verlangen aber gleichzeitig schnelle Studienabschlüsse.
Studieren wird immer mehr zu einer Option, die sich nur Wenige
leisten können. Die Regierung zielt auf Elitenbildung für Wenige ab."
schließt Bardsley.
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