ORF-GD Wrabetz: "ORF österreichischer Marktführer und wirtschaftlich auf stabilem Kurs"

Stiftungsrat beschließt ORF-Programmschemata, Personalmaßnahmenpaket und weiteren Fahrplan für Sanierung des ORF-Zentrums

Wien (OTS) - Im Rahmen der Plenarsitzung des ORF-Stiftungsrats, unter dem Vorsitz von Brigitte Kulovits-Rupp, fasste ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz am Donnerstag, dem 14. November 2013, die positiven Ergebnisse und Entwicklungen der vergangenen Monate in zehn Punkten zusammen: "Der ORF weist ein positives wirtschaftliches Ergebnis vor; in Zusammenarbeit mit der Belegschaftsvertretung wurde ein Personalmaßnahmenpaket verhandelt; er ist Marktführer im Fernsehen, bei den Spartenkanälen, im Radio und Online; er hat sein Produktportfolio im Bereich Smart-TV mit erfolgreichen APPs weiterentwickelt; er hat sein Contentleadership mit der Wahlberichterstattung, mit Kultur- und Zeitgeschichte-Schwerpunkten behauptet; er hat mit Licht ins Dunkel, Nachbar in Not für Syrien und die Taifunopfer erfolgreiche soziale und gesellschaftliche Initiativen gesetzt und seine Programme und ProgrammmacherInnen haben wieder zahlreiche Auszeichnungen erhalten! Damit ist der ORF trotz schwieriger Rahmenbedingungen programmlich erfolgreich und auch wirtschaftlich im Gegensatz zu vielen anderen vergleichbaren Unternehmen auf einem stabilen Kurs!", so der ORF-Generaldirektor. Weiters beschloß der ORF-Stiftungsrat mit großer Mehrheit die Programmschemata 2014 für Fernsehen, Radio und Online, ein Maßnahmenpaket zur weiteren Reduktion der Personalkosten sowie den weiteren Fahrplan für die Sanierung des ORF-Zentrums.

Der kaufmännische Direktor Mag. Richard Grasl informierte über die stabile wirtschaftliche Entwicklung: "Der ORF ist auch im dritten Quartal auf Kurs. Werbeerlöse und Programmentgelte liegen im Plan und nicht zuletzt auch dank des mit dem Zentralbetriebsrat verhandelten Maßnahmenpakets wird der ORF 2013 sowohl im Konzern als auch in der Mutter zum dritten Mal in Folge ausgeglichen bilanzieren. Zusätzliche Investitionen ins Programm wie etwa Die große Chance, zusätzliche Kulturproduktionen und österreichische Filme und Serien konnten realisiert werden. Auch im Finanzplan 2014 wird der ORF positiv abschließen".

Wrabetz fasste die positiven Ergebnisse der vergangenen Monate in zehn Punkten zusammen:

Stabiles wirtschaftliches Ergebnis: Trotz einer schwierigen Gesamtlage wird der ORF 2013 mit EGTs von 2,7 Mio. Euro im Konzern und 0,3 Mio. Euro in der Mutter abschließen.

Personalmaßnahmenpaket ausverhandelt: Wesentlich mitverantwortlich für die stabile wirtschaftliche Entwicklung ist auch ein Personalmaßnahmenpaket, das mit dem Zentralbetriebsrat zum Wohle des Unternehmens verhandelt wurde. Die Verhandlungen für einen neuen Kollektivvertrag laufen.

ORF klarer Marktführer im Fernsehen: Mit einem Marktanteil von 35,6 Prozent (Jänner bis Oktober 2013) ist er ORF klarer Marktführer im Fernsehen.

Marktführerschaft für ORF-Spartenkanäle: Die Spartenkanalstrategie des ORF mit ORF III und ORF SPORT + funktioniert mit einem gemeinsamen Marktanteil von 1,8 Prozent (Oktober 2013) sehr gut.

ORF-Marktführerschaft im Radio: Die ORF-Radioflotte ist mit 74 Prozent Marktanteil eine der erfolgreichsten in Europa trotz stetig zunehmender Konkurrenz.

Wachsende ORF-Online-Nutzung: ORF.at ist mit 54,7 Millionen Visits (Jänner bis Oktober 2013) Österreichs mit Abstand meistgenutzter News-Channel und hat sich gemeinsam mit der TVthek mit rd. 17 Millionen Videoabrufen zur größten Videoplattform des Landes entwickelt.

ORF-Produktportfolio erweitert: Auch im derzeit am stärksten wachsenden Mediensegment, der Online- und Second-Screen-Nutzung, hat der ORF etwa mit der Nationalratswahl-APP (150.000 Downloads) und der Ski-Weltcup-APP (bisher schon 100.000 Downloads) sein Angebot strategisch erfolgreich weiterentwickelt.

ORF-Contentleadership abgesichert: In den vergangenen Monaten konnte der ORF sein Contentleadership, also hohe Programmqualität in Verbindung mit Publikumsakzeptanz, einmal mehr unter Beweis stellen:
Der Informationsschwerpunkt zur Nationalratswahl erreichte in Summe 6,1 Millionen Seher/innen. 62 Prozent der ausgestrahlten Minuten an Wahl-Sondersendungen entfallen auf den ORF und 88 Prozent aller genutzten Minuten. Auch die Zeitgeschichte-Schwerpunkte mit der Neuauflage von "Österreich I" und "Österreich II" in ORF III, zu den Themen "75 Jahre Anschluss" und den "Novemberpogromen" oder beispielsweise auch das große ORF-Kulturwochenende im Oktober mit Highlights wie "La fanciulla del West", "Lumpazivagabundus" und der "Langen Nacht der Museen" (1,4 Mio. Menschen erreicht) wurden vom Publikum gut genutzt.

Erfolgreiche Initiativen gesetzt: Mit dem Start von "Licht ins Dunkel", dem Start der "Nachbar in Not"-Kampagnen für Syrien und nun auch für die Taifun-Opfer auf den Philippinen, der Bewegungsinitiative "bewusst gesund" oder dem "Österreichischen Klimaschutzpreis" hat der ORF seine sozialen und gesellschaftlichen Initiativen erfolgreich weitergeführt.

Ausgezeichnete Qualität: Auch in den vergangenen Wochen wurden zahlreiche ORF-MitarbeiterInnen und -Produktionen mit Preisen ausgezeichnet. Die ORF-Koproduktionen "Das Wunder von Kärnten" und "Spuren des Bösen" wurden für Emmies nominiert.

Personalmaßnahmenpaket beschlossen

Der Stiftungsrat erteilte in seiner Sitzung weiters auch dem zwischen Geschäftsführung und Belegschaftsvertretung ausverhandelten Personalmaßnahmenpaket seine Zustimmung. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem eine 15-monatige Verschiebung von Zeitvorrückungen, die Streichung eines dienstfreien Veranstaltungs-Tages, eine weitere Aussetzung der ORF-Beiträge zur betrieblichen Pensionsvorsorge um vier Monate bis Ende 2014. Die ORF-Geschäftsführung verzichtet für das Jahr 2014 auf ihren Bonifikationsanteil.

Wrabetz: "Refundierung wichtig für ORF-Programme"

"Um diesen erfolgreichen Weg der ORF-Programme fortsetzen und ausbauen zu können, ist die Fortschreibung der Gebührenrefundierung notwendig. Dadurch könnte der ORF unter anderem das ÖFI-Abkommen absichern, die Substanz der ORF-Landesstudios erhalten, fiktionale Eigen- und Koproduktionen sowie Dokumentationen ausbauen, ORF III, ORF SPORT + sowie das ORF-Radiosymphonieorchester absichern, das Kinderprogramm weiterentwickeln und Kulturprojekte für Österreich und Europa realisieren!"

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