- 14.11.2013, 12:17:51
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FSG NÖ: Markus Wieser einstimmig zum neuen AKNÖ Präsidenten gewählt.
Angelobung durch Bundesminister Rudolf Hundstorfer.
Utl.: Angelobung durch Bundesminister Rudolf Hundstorfer. =
Wien (OTS/FSG) - Der wichtigste Tagesordnungspunkt der heutigen
Vollversammlung fand schon ganz am Anfang statt, die Neuwahl des
neuen AKNÖ Präsidenten. Bei dieser wurde Markus Wieser einstimmig zum
neuen AKNÖ Präsidenten gewählt, damit wurde einmal mehr bewiesen,
dass die AKNÖ ihr Selbstverständnis als selbstverwaltete
Interessensvertretung von knapp 500.000 ArbeitnehmerInnen in
Niederösterreich ernst nimmt.++++
Bundesminister Rudolf Hundstorfer nahm die Angelobung von Markus
Wieser zum neuen AKNÖ Präsidenten vor und hielt im Anschluss eine
Rede vor der Vollversammlung. In dieser hob er die Leistungen von
Altpräsidenten Hermann Haneder beim Konkurs der Alpine hervor und
dankte ihm für die gute Zusammenarbeit. Einmal mehr warnte
Hundstorfer davor im Zuge der Regierungs- und Budgetverhandlungen in
Panik zu verfallen und den beschlossenen Pensionsreformen ihre Zeit
zu geben, die sie brauchen, um eine Wirkung zu entfalten. Am Ende
seiner Ausführungen hob Hundstorfer die Beharrlichkeit von AKNÖ
Präsident Markus Wieser hervor und wünschte ihm viel Erfolg für die
kommenden Aufgaben.
Die ersten Worte, die der neu gewählte AKNÖ Präsident Markus Wieser,
an die Kammervollversammlung richtete, galten dem scheidenden AKNÖ
Präsidenten Hermann Haneder. Der kurze Überblick über die vielen
Stationen von Hermann Haneder als Betriebsrat, Gewerkschafter der
Gewerkschaft Bau Holz und als AKNÖ Präsident zeigte einmal mehr auf,
wie aufrichtig er seine Aufgaben annahm und ausübte. "Du hast als
Zimmermann einiges in der AKNÖ aufgebaut und warst auch immer ein
ehrlicher Lobbyist des Waldviertels, mit deinem Namen wird auf ewig
der Neubau der AKNÖ in St. Pölten verbunden sein.", hob Wieser
hervor. AKNÖ Altpräsident Hermann Haneder bedankte sich für das viele
Lob und zählte die vielen Projekte auf, die ihm persönlich als
AKNÖ-Präsidenten wichtig waren. Mit einem geflügelten Wort schloss
Haneder seine Dankesrede, "Es war sehr schön, es hat mich sehr
gefreut."
Markus Wieser "Ich setze mich für die Ressource Mensch ein"
In seiner Antrittsrede betonte Markus Wieser einmal mehr sein
politisches Verständnis von Interessensvertretung von
ArbeitnehmerInnen. Das begann damit, dass er seine Wurzeln im Ybbstal
Revue passieren ließ und den Zusammenhang zwischen Wirtschaft, Arbeit
und den Menschen herstellte. "Wir reden sehr viel über die
unterschiedlichsten Ressourcen, die es gilt nachhaltig zu
bewirtschaften, aber wir reden kaum mehr darüber, dass wir die
wichtigste aller Ressourcen den Menschen in unserem Gesamtgefüge eine
neue Rolle geben müssen.", betonte Wieser.
Nur die Gewerkschaften und Arbeiterkammern schützen die Interessen
der ArbeitnehmerInnen. "Geht es den Menschen gut, geht es der
Wirtschaft gut!" Für Markus Wieser haben die Menschen einen Anspruch
auf Bildung und Ausbildung, auf gerechte Löhne, den höchsten Anspruch
auf Gesundheit in der Arbeit
.
Einen Schwerpunkt in seinen Ausführungen nahm das Thema Lehrlinge
ein. Junge Menschen haben das Anrecht auf eine Ausbildungsstelle,
darum gehen wir als AKNÖ schon lange neue Wege und informieren
frühzeitig über die vielen Berufsgruppen. Gleichzeitig müssen jene
Betriebe in die Pflicht genommen werden, die selbst keine Lehrlinge
mehr ausbilden und jene unterstützt werden, die sich der
Verantwortung stellen und Lehrlinge ausbilden. Mit der Ausbildung ist
es jedoch nicht getan, man muss auch von seiner Hände Arbeit leben
können, darum muss es einen kollektivvertraglich vereinbarten
Mindestlohn von Euro 1.500,- geben.
Für die älteren ArbeitnehmerInnen braucht es Stabilität und
Sicherheit und vor allem einen Arbeitsmarkt, der sie weiter
beschäftigt und sie nicht ausgebrannt in die Unsicherheit entlässt.
Ihre zukünftigen Pensionen müssen gesichert werden und es wäre nur
fair für die Finanzierung unseres Pensionssystems auch höchste
Vermögen heranzuziehen, um die vorherrschende Schieflage zu
überwinden.
Einen abschließenden Appell an die Kammerräte der Vollversammlung
richtete Markus Wieser, für den die Arbeit für die Interessen der
ArbeitnehmerInnen kein Parteibuch kennt. "Die Gemeinsamkeiten in der
AKNÖ müssen unser Erscheinungsbild prägen, das erwarten die Menschen
von uns und diese haben mit ihrer Erwartungshaltung auch vollkommen
Recht."
"Menschen sind keine Maschinen, wir lassen uns nicht wegwerfen. In
mir haben die ArbeitnehmerInnen in Niederösterreich einen Garanten
für ihre Interessen.", betonte Wieser zum Abschluss.
Zwtl. Horst Pammer zum neuen Vizepräsidenten der AKNÖ gewählt.
Der Vorsitzende der Vida in Niederösterreich Horst Pammer wurde
einstimmig zum neuen Vizepräsidenten der AKNÖ gewählt. Er folgt in
dieser Funktion Markus Wieser nach.
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