- 13.11.2013, 13:37:47
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Gurlitt: Nitsch und Erwin Wurm befürworten Museum
Wien (OTS) - Erst allfällig entzogenes jüdisches Eigentum
identifizieren und restituieren - dann aber für die bei Cornelius
Gurlitt gefundenen Kunstschätze ein Sammlermuseum nach dem Vorbild
Leopolds errichten: NEWS berichtet in seiner morgen erscheinenden
Ausgabe über eine in Kunstkreisen viel diskutierte neue Option. Die
Künstler Hermann Nitsch und Erwin Wurm befürworten das Projekt: Die
Sammlung wäre erhaltenswert, ein Museum könnte sie davor bewahren, in
alle Welt verkauft zu werden. Nitsch: "Unbedingt. Kunst gehört für
die Menschen. Mir ist es wurscht, wer eine solche Sammlung besitzt,
sie gehört der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auch, wenn es
Diebesgut ist." Raubkunst habe finanziell abgegolten zu werden.
Ähnlich argumentiert Erwin Wurm: "Es wurden anderen Sammlern
Museen gebaut, und die Restitutionsfragen sind dort nicht geklärt.
Wenn im Fall Gurlitt ordentlich restituiert wird, fände ich es
begrüßenswert, die Sammlung bei einander zu lassen. Falls die Erben
mitspielen, die eine solche Sammlung gern zu Geld machen möchten. Ein
Museum würde da vielleicht Abhilfe schaffen." Allerdings fordert
Wurm, in einem solchen Museum auch dem Heutigen Platz einzuräumen,
vor allem Jungen, die sich in oft prekärer Situation befänden. "Es
gibt viele Künstler, denen es verzweifelt schlecht geht. Auch die
Beckmanns und Dixe, deren Werke jetzt aufgetaucht sind, wurden einmal
von Sammlern unterstützt, wahrscheinlich sogar von Herrn Gurlitts
Vorfahren. Wenn man viel Geld für einen Museumsbau bündelt, dürfte
man das der Gegenwartskunst nicht entziehen."
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