- 12.11.2013, 10:52:00
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Mitterlehner: Österreichs Jugend übernimmt Verantwortung
Neuer Jugendmonitor: 40 Prozent der Jungen freiwillig tätig, 81 Prozent sehen positiv in die Zukunft - Mitterlehner will Freiwilligen-Quote der Jugend auf 50 Prozent erhöhen
Utl.: Neuer Jugendmonitor: 40 Prozent der Jungen freiwillig tätig,
81 Prozent sehen positiv in die Zukunft - Mitterlehner will
Freiwilligen-Quote der Jugend auf 50 Prozent erhöhen =
Wien (OTS/BMWFJ) - Der aktuelle BMWFJ-Jugendmonitor zeigt, dass sich
Österreichs Jugendliche sehr stark freiwillig engagieren und
gleichzeitig äußerst positiv in die Zukunft schauen. 81 Prozent der
Befragten im Alter von 14 bis 24 Jahren sehen der Zukunft
zuversichtlich entgegen. "Trotz eines schwierigen internationalen
Umfelds sind vier von fünf Jugendlichen in Österreich optimistisch.
Sie erkennen für sich persönlich nach wie vor deutlich mehr Chancen
als Probleme", sagt Wirtschafts- und Jugendminister Reinhold
Mitterlehner zu den erfreulichen Ergebnissen der repräsentativen
Umfrage, die im Sommer durchgeführt worden ist. Auch die Stimmung im
Freundeskreis wird von 76 Prozent als positiv und optimistisch
bewertet.
Jugend engagiert sich gerne freiwillig
Insgesamt geben 40 Prozent der befragten Jugendlichen an, freiwillig
tätig zu sein. "Die hohe Zahl an engagierten und aktiv tätigen jungen
Menschen widerlegt eindrucksvoll das Vorurteil von der
Ich-zentrierten Jugend", betont Mitterlehner. Mit einem Wert von 35
Prozent der Jugendlichen, die angeben, formell - also im Rahmen einer
Institution - freiwillig tätig zu sein, liegt die Jugend deutlich vor
der Gesamtbevölkerung mit 28 Prozent. Je nach Alter und Geschlecht
ergeben sich differenzierte Interessen, wobei die Spitzenreiter in
den Feldern Sport; Feuerwehr, Katastrophenhilfe, Rettungsdienste;
Jugendorganisationen sowie Kunst-, Kultur- und Freizeit angesiedelt
sind. Die Tätigkeit wird von den Jugendlichen nicht nur als
kurzweilige Erscheinung betrachtet, sondern sie bleiben den
Organisationen mehrheitlich auch über mehrere Jahre treu. 32 Prozent
geben an, bereits ein bis zwei Jahre in einer Organisation tätig zu
sein, 29 Prozent sind es schon drei bis vier Jahre. "Es ist ein
positives Signal für die Zukunft, dass junge Menschen auch
langfristig Verantwortung übernehmen und sich gerade auch für ältere
Generationen einsetzen", sagt Mitterlehner.
Freiwilliges Engagement stärken - Ziel ist Anteil von 50
Prozent
"In Zukunft wollen wir das freiwillige Engagement in der
Bürgergesellschaft weiter stärken und den Anteil der freiwillig
tätigen Jugendlichen auf 50 Prozent erhöhen, wie es in unserer
Jugendstrategie als 2020-Ziel festgeschrieben ist", betont
Mitterlehner. "Neben praktischen Fertigkeiten wie der
Rechnungsführung in einem Verein eignen sich die Jugendlichen viele
Soft-Skills an, wie etwa Team- und Kommunikationsfähigkeit. Das wird
auch am Arbeitsmarkt immer stärker nachgefragt", so Mitterlehner. Ein
erster Schritt zur stärkeren Anerkennung ist das im Herbst gestartete
Pilotprojekt "WIK:I - Was ich kann: durch informelles Lernen".
Jugendliche erarbeiten dabei unter professioneller Begleitung ihre
Stärken und Soft-Skills, um diese im Bewerbungsprozess besser
darstellen und belegen zu können. "Damit unterstützen wir die
Jugendlichen gezielt bei der Jobsuche. Sie erfahren viel über ihre
Interessen und Fähigkeiten und können diese bei der Bewerbung anhand
einer standardisierten Bescheinigung nachweisen. Das hilft ihnen bei
der Arbeitsplatzsuche und sorgt dafür, dass sich freiwilliges
Engagement auch in diesem Bereich bezahlt macht", so Mitterlehner.
Mit dem Jugendmonitor, der im Auftrag des BMWFJ vom Institut für
Strategieanalysen (ISA) durchgeführt wird, werden die Meinungen und
Einstellungen der Jugendlichen in Österreich in regelmäßigen
Abständen erfasst. Netto werden jeweils 800 Jugendliche telefonisch
befragt, repräsentativ für die Altersgruppe der 14- bis 24-Jährigen.
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