- 08.11.2013, 11:40:29
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Forderung der SchulexpertInnen der Praxis an eine neue Bundesregierung
Qualität steht für Schulpartner an erster Stelle
Utl.: Qualität steht für Schulpartner an erster Stelle =
Wien (OTS) - Dem Bundes-Schulgemeinschaftsausschusses (B-SGA), dem
höchsten Vertretungsgremium der Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen
an AHS und BMHS, liegt ein qualitativ hochwertiges Schulwesen am
Herzen. Daher wird auch die Umsetzung des in Begutachtung geschickten
neuen Lehrerdienstrechts abgelehnt. Als ExpertInnen der Praxis
fordern Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen:
1. Wer die Vielfalt reduziert, gefährdet leichtfertig die
Jobchancen unserer Jugendlichen. Der B-SGA lehnt daher die Einführung
einer gemeinsamen Schule mit Entschiedenheit ab und fordert die
Beibehaltung des differenzierten Schulwesens einschließlich der AHS
in ihrer achtjährigen Langform.
2. Wir fordern den Ausbau eines qualitativ hochwertigen Angebots
ganztägiger Schulformen.
3. Zumindest dort, wo derzeit nur masterwertig ausgebildete
LehrerInnen unterrichten dürfen, muss das auch in Zukunft
gewährleistet sein.
4. Ein vielfältiges Schulwesen benötigt bestqualifizierte
LehrerInnen mit unterschiedlicher Ausbildung und spezifischer
Berufserfahrung. Vor allem im berufsbildenden Schulwesen muss der
Lehrerberuf für QuereinsteigerInnen attraktiv sein.
5. Fachfremder Unterricht wird abgelehnt, weil dieser nur auf
Kosten der Unterrichtsqualität erfolgen kann.
6. Österreichs Schulen belegen lt. TALIS-Studie im OECD-Vergleich
den letzten Platz bei der Ausstattung mit Supportpersonal. Der B-SGA
fordert daher den zügigen Aufbau von qualifiziertem Supportpersonal,
um Österreichs Schulen jene Möglichkeiten zu bieten, die in anderen
Staaten längst eine Selbstverständlichkeit sind.
7. Jede NMS-Klasse bekommt vom Bund sechs zusätzliche
Unterrichtsstunden finanziert. Der B-SGA fordert auch für
Bundesschulen zumindest einen Bruchteil dieser zusätzlichen
Ressourcen, die an der Schule flexibel für pädagogische Zwecke wie z.
B. Interessens- und Begabungsförderung, pädagogische
Schwerpunktsetzungen, Individualisierung etc. einzusetzen sind. Über
den Einsatz dieser zusätzlichen Mittel sollen die Schulpartner vor
Ort entscheiden.
8. Den Schulen sind ausreichend Ressourcen zur Verfügung zu
stellen, um die gesetzlich normierte Klassenschülerhöchstzahl auch
tatsächlich einhalten und die vorgeschriebenen Gruppenteilungen auch
tatsächlich durchführen zu können.
9. Ein neues Dienst- und Besoldungsrecht für LehrerInnen muss vom
Dienstgeber so modern und attraktiv gestaltet werden, dass die
Leistungsstärksten eines Jahrganges diesen Berufsweg einschlagen
wollen. Mittelfristiges Ziel muss es sein, dass so viele Personen
diesen Beruf ergreifen wollen, dass die geeignetsten für diesen
verantwortungsvollen Beruf ausgewählt werden können.
10. Personen, die den hohen Anforderungen des Lehrerberufs nicht
mehr entsprechen können, sind sozial vertretbare
Ausstiegsmöglichkeiten zu bieten.
11. Dem österreichischen Schulwesen sind ausreichend Ressourcen
zur Verfügung zu stellen, um leistungsstark sein zu können, nachdem
ihm in Relation zum OECD-Mittelwert innerhalb von nur 15 Jahren etwa
ein Viertel der Ressourcen entzogen worden sind!
12. Wir fordern eine faire Behandlung aller Schularten. Dem
österreichischen Schulwesen soll jede Schülerin und jeder Schüler
gleich viel wert sein!
Der B-SGA vertritt rund 400.000 SchülerInnen, deren Eltern und
44.000 LehrerInnen.
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