FP-Guggenbichler: Will Wien "Mafia-Sondermüll" importieren?

Umweltschützer sind alarmiert - Hauptstadt könnte negativem Beispiel Niederösterreichs folgen

Wien (OTS/fpd) - In Deutschland ist es bereits aufgeflogen: Tonnen von Abfällen, welche die Italiener mit dem Zug an die Müllverbrennungsanlage Straussberg geliefert haben, waren radioaktiv verseucht. Es besteht der Verdacht, dass die Mafia Sondermüll günstig entsorgen will, von den Kommunen aber die vollen Preise kassiert. "Da die EVN in Niederösterreich definitiv ebenfalls Müll aus Italien importiert und entsorgt und es zudem Gerüchte gibt, dass auch Wien derartige Pläne hegt, schrillen bei Umweltschutz-Aktivisten natürlich alle Alarmglocken", berichtet Wiens FPÖ-Umweltsprecher LAbg. Udo Guggenbichler. Der freiheitliche Politiker, der auch stellvertretender Vorsitzender des gemeinderätlichen Umwelt-Ausschusses ist, bezweifelt die Beteuerungen der EVN, dass beim Verbrennen keinerlei Gefahr für die Bevölkerung bestehe. Guggenbichler: "Eine 100-prozentige Filterung ist gar nicht möglich. Außerdem sind in Österreich die Kontrollen mangelhaft. Es werden lediglich 20 Stoffe auf Überschreitung der Grenzwerte überprüft und das selten. Der mögliche Ausstoß von hochgiftigem Dioxin wird etwa nur ein bis zwei Mal pro Jahr getestet. Das garantiert keine Sicherheit. Ich fordere von Umweltstadträtin Ulli Sima, dass sie dem Import von Müll aus Italien eine klare Absage erteilt. Und auch Niederösterreich sollte umdenken." (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Klub der Freiheitlichen, Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0002