Demografische Entwicklung für Jugendliche nützen

Arbeitsmarktchancen steigen in den kommenden Jahren

Wien (OTS) - Der Prozentsatz der Jugendarbeitslosigkeit ist in Österreich im EU-Vergleich erfreulich niedrig. Mit ausschlaggebend dafür ist nicht allein die wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch ein Bündel von Maßnahmen, Förderprogrammen und Initiativen, die das Bundessozialamt (BSB) beispielhaft vorstellte. Entscheidend für einen Erfolg seien vor allem Serviceleistungen, "die in der Phase des Umstiegs von der Schule in die Arbeitswelt angeboten werden", erklärte Dr. Günther Schuster, Leiter des Bundessozialamts. Der Fokus liegt dabei bei Jugendlichen mit körperlichen Einschränkungen, aber auch mit sozialen Benachteiligungen. Zur Zeit treten vor allem geburtsschwache Jahrgänge auf dem Arbeitsmarkt auf. "Wir müssen daher verstärkt in Bildung und Ausbildung investieren, damit niemand für den Arbeitsmarkt verloren geht", stellte Dr. Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit in der Wirtschaftskammer, fest. Das rechtzeitige Erkennen von Trends sichere den wirtschaftlichen Erfolg, Diversity-Strategien, die alle Teile der Gesellschaft einbinden, seien unabdingbar.

Die Podiumsdiskussion machte am Beispiel der heuer erstmals vom Bundesozialamt in ganz Österreich durchgeführten NEBA-Schnuppertage auch die Strategie des BSB in Richtung Nachhaltigkeit und Sensibilisierung deutlich. Vom NEBA Netzwerk Berufliche Assistenz http://www.neba.at betreute Jugendliche hatten bei dieser Aktion die Chance, einen Tag lang in Unternehmen verschiedenster Branchen ihre Fähigkeiten und Talente zu zeigen. Insgesamt gab es durch eine starke Beteiligung der Wirtschaft während fünf Wochen in den Monaten Juni und Juli 650 Schnuppertage in 129 Betrieben mit insgesamt 221 Filialen. In vielen Fällen kamen Unternehmen dadurch erstmals mit Jugendlichen in Kontakt, die bisher im Personalrecruiting unterrepräsentiert waren. "Chancen müssen nicht nur ergriffen werden, man muss sie zuerst einmal entwickeln", meinte BSB-Leiter Schuster. Daher werde die Palette der Serviceleistungen wie Jugendcoaching oder Arbeitsassistenz im kommenden Jahr auch durch das neue Programm "AusbildungsFit" ergänzt werden. Dabei sollen Jugendliche vor allem unterstützt werden, Schwächen im Bereich ihrer sozialen Kompetenzen, aber auch schulische Leistungsdefizite zu minimieren. "Damit werden sicherlich die Chancen erhöht, erfolgreich am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Dass die demografische Entwicklung bei diesem Bemühen unterstützend wirkt, ist natürlich willkommen." Um an die Erfolge der heurigen Aktion anzuschließen, sollen im kommenden Jahr erneut ähnliche Initiativen umgesetzt werden.

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