- 07.11.2013, 15:00:02
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Gabmann: FMA schädigt Wirtschafts- und Finanzstandort Niederösterreich
Vergabe von Neukrediten an mittelständische Unternehmen ist um fast die Hälfte eingebrochen
Utl.: Vergabe von Neukrediten an mittelständische Unternehmen ist um
fast die Hälfte eingebrochen =
St. Pölten (OTS) - "Je mehr Bedeutung Banken in der Volkswirtschaft
haben, umso wichtiger ist die Professionalität deren Aufsicht und
Regulierung", das betonte heute der Klubobmann des Team Stronach für
Nö, Ernest Gabmann, in der Aktuellen Stunde des Landtages zum Thema
"Bankenaufsicht".
Gabmann sparte einmal mehr nicht mit Kritik an der FMA: "Mit
Halbherzigkeiten in der Aufsicht wird es nicht mehr funktionieren.
Die gesamte EU Zone hat dieses Problem der Bankenaufsicht
unterschätzt. In Österreich begann man ab 2002 mit einem Art
Hobbyverein unter dem damaligen Finanzminister eine seltsame Form der
sogenannten modernen Bankenaufsicht zu gründen, aber mit Mängeln in
der Ausstattung, Mängeln an Kompetenzen und Ressourcen."
Die FMA schlug mit Strafbescheid wild um sich
Und dann bezog sich Gabmann in seiner Landtagsrede ganz direkt auf
die Aufhebung des Strafescheids der FMA gegen die Hypo NÖ durch den
Verwaltungsgerichtshof:" Die Aufsichtsbehörde schlägt wild um sich
und schädigt mit Fehleinschätzungen eine Regionalbank und damit auch
den Wirtschafts- und Finanzstandort Niederösterreich!"
Es macht sich Kreditklemme für mittelständische Wirtschaft breit
Gabmann nannte in weiterer Folge die mittelständische Wirtschaft als
Hauptbetroffene eines aus dem Lot geratenen Bankensektors. "Das
Rückgrat unserer wirtschaftlichen Entwicklung ist die
kleinstrukturierte Wirtschaft und der Mittelstand, sie leisten einen
wichtigen Beitrag an der volkswirtschaftlichen Leistung Österreichs:
- Sie bieten 60% der Berufstätigen Arbeit
- Sie übernehmen als Nettozahler den großteil der Steuerlast
- Sie bilden ein Großteil des Nachwuchses in den Lehrberufen aus
- Sie schaffen die notwendige Regionalität und Nahversorgung
- Sie tragen viel zum Erhalt der Infrastruktur bei und agieren dabei
verantwortungsvoll, sozial und umweltbewusst
- Sie sind durch ihren hohen Anpassungsfähigkeit ein
Stabilitätsgarant für Wirtschaft und Staat gerade in Krisenzeiten."
Aber in Österreich und da auch in NÖ macht sich, darauf verweist
Gabmann, bereits eine seltsame Form der Kreditklemme für
mittelständische Betriebe breit. In Deutschland war es z.B. noch nie
so einfach an Kredite zu kommen wie zur Zeit.
In Österreich zahlen Betriebe um bis zu 4% mehr Kreditzinsen als in
Deutschland
Seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 ist die Vergabe von Neukrediten an
mittelständische Unternehmen um fast die Hälfte eingebrochen, rechnet
Gabmann vor. Bereits gesunde, starke Mittelständer hungern nach
Finanzierung um weiter expandieren und neue Arbeitsplätze schaffen zu
können. Gabmann: "Tatsache ist: Kleine und mittelständische
Unternehmen in NÖ zahlen zwischen zwei und vier Prozentpunkte mehr
Zinsen für Bankkredite als vergleichbare Unternehmen in Deutschland."
Gabmann empfiehlt daher dem Land NÖ als Eigentümer die Gebarung der
Landesbank zu einer konservativen Form der Geschäftstätigkeit zurück
zu führen und mit einer soliden zukunftsorientierten Ausrichtung den
Menschen und kleinstrukturierten Unternehmen in NÖ Kapital für die
Errichtung von Eigenheimen und den Betrieben zur
Betriebsmittelfinanzierung zur Verfügung zu stellen. Gabmann:
"Aufregende hochriskante globale Finanzdeals überlassen sie bitte
anderen."
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