- 07.11.2013, 13:30:34
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Machacek: NÖ ist Schlusslicht bei Impfvorsorge bei Kleinkindern und Säuglingen
St. Pölten (OTS) - Zu Beginn seiner Rede zur aktuellen Stunde zum
Thema "Kinderschutz" nannten der Landtagsabgeordnete des Team
Stronach und Arzt, Dr. Herbert Machacek ,ein paar Fakten:
- Österreich hat Studien der OECD und UNICEF zufolge, die europaweit
höchste Rauchererfahrungsrate- mit 27 Prozent, aber leider auch die
höchste Gewalterfahrungsrate mit 25 Prozent bei 15-Jährigen.
- In dieser Gruppe trinken 35 Prozent mindestens einmal wöchentlich
Alkohol, 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen leiden an Übergewicht
oder einer Essstörung.
- Stolze 17 Prozent haben eine ärztlich diagnostizierte chronische
Erkrankung oder Behinderung.
- Geschlechterspezifisch sieht es besonders schlecht für Mädchen aus,
denn mehr als 50 Prozent der 17-jährigen Mädchen nehmen regelmäßig
Medikamente gegen Beschwerden.
Tabaksteuer zweckgebunden für Gesundheitsprävention verwenden
Beim Kinderschutz geht es dem Arzt vor allem um den Schutz vor
Krankheiten, indem man für ihre Gesundheit vorsorgt, also auf
Prävention setzt. Machacek: "Wenn ich mir eine aktuelle Statistik der
NÖ Ärztekammer ansehe, die das Impfverhalten bei Kleinkindern und
Säuglingen von Februar bis September 2013 gegen Pneumokokken
angeführt hat, erkenne ich, dass Niederösterreich im
Bundesländervergleich das Schlusslicht ist. Hier muss rasch gehandelt
werden, denn hier scheint jede Form der Prävention versagt zu haben!"
In diesem Zusammenhang fordert Machacek, dass die die Einnahmen aus
der Tabaksteuer gesundheitsfördernden Maßnahmen zweckgebunden
zugeführt werden.
Gesundheitsgefährdung durch Alkohol höher als durch Nikotin
In weiterer Folge seines Debattenbeitrages bezeichnete es Machacek
als für ihn als Arzt , die unterschiedliche Bewertung von
Suchtmitteln als "merkwürdig". Während auf Zigarettenpackungen
"Rauchen kann ihre Gesundheit gefährden" steht, habe er auf Wein-
Bier- oder Schnapsflaschen noch nie ähnliche Aufdrucke gelesen.
Wobei, so Machacek, die Gesundheitsgefährdung für Alkohol höher als
für Nikotin liegt.
Gesunde Watschen ist noch weit verbreitet
Machacek bezog auch noch zur Gewalt in der Familie Stellung. Diese
habe zwar in den vergangenen Jahren leicht abgenommen hat, dennoch
geben noch immer 55 Prozent der 16- bis 20 jährigen an, körperliche
Gewalt in ihrer Kindheit und Jugend erlebt zu haben und die Hälfte
der Eltern bekennt sich dazu "leichte" Formen der Gewalt -gesunde
Ohrfeige, Watschn - als Erziehungsmaßnahme anzuwenden.16 Prozent der
Eltern halten sogar "schwere" Körperstrafen (den Po versohlen") für
in Ordnung. Dem müsse entgegen getreten werden, so Machacek, denn
"jedes Kind hat das Recht auf eine glückliche Kindheit!"
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