Machacek: NÖ ist Schlusslicht bei Impfvorsorge bei Kleinkindern und Säuglingen

St. Pölten (OTS) - Zu Beginn seiner Rede zur aktuellen Stunde zum Thema "Kinderschutz" nannten der Landtagsabgeordnete des Team Stronach und Arzt, Dr. Herbert Machacek ,ein paar Fakten:

  • Österreich hat Studien der OECD und UNICEF zufolge, die europaweit höchste Rauchererfahrungsrate- mit 27 Prozent, aber leider auch die höchste Gewalterfahrungsrate mit 25 Prozent bei 15-Jährigen.
  • In dieser Gruppe trinken 35 Prozent mindestens einmal wöchentlich Alkohol, 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen leiden an Übergewicht oder einer Essstörung.
  • Stolze 17 Prozent haben eine ärztlich diagnostizierte chronische Erkrankung oder Behinderung.
  • Geschlechterspezifisch sieht es besonders schlecht für Mädchen aus, denn mehr als 50 Prozent der 17-jährigen Mädchen nehmen regelmäßig Medikamente gegen Beschwerden.

Tabaksteuer zweckgebunden für Gesundheitsprävention verwenden

Beim Kinderschutz geht es dem Arzt vor allem um den Schutz vor Krankheiten, indem man für ihre Gesundheit vorsorgt, also auf Prävention setzt. Machacek: "Wenn ich mir eine aktuelle Statistik der NÖ Ärztekammer ansehe, die das Impfverhalten bei Kleinkindern und Säuglingen von Februar bis September 2013 gegen Pneumokokken angeführt hat, erkenne ich, dass Niederösterreich im Bundesländervergleich das Schlusslicht ist. Hier muss rasch gehandelt werden, denn hier scheint jede Form der Prävention versagt zu haben!" In diesem Zusammenhang fordert Machacek, dass die die Einnahmen aus der Tabaksteuer gesundheitsfördernden Maßnahmen zweckgebunden zugeführt werden.

Gesundheitsgefährdung durch Alkohol höher als durch Nikotin

In weiterer Folge seines Debattenbeitrages bezeichnete es Machacek als für ihn als Arzt , die unterschiedliche Bewertung von Suchtmitteln als "merkwürdig". Während auf Zigarettenpackungen "Rauchen kann ihre Gesundheit gefährden" steht, habe er auf Wein-Bier- oder Schnapsflaschen noch nie ähnliche Aufdrucke gelesen. Wobei, so Machacek, die Gesundheitsgefährdung für Alkohol höher als für Nikotin liegt.

Gesunde Watschen ist noch weit verbreitet

Machacek bezog auch noch zur Gewalt in der Familie Stellung. Diese habe zwar in den vergangenen Jahren leicht abgenommen hat, dennoch geben noch immer 55 Prozent der 16- bis 20 jährigen an, körperliche Gewalt in ihrer Kindheit und Jugend erlebt zu haben und die Hälfte der Eltern bekennt sich dazu "leichte" Formen der Gewalt -gesunde Ohrfeige, Watschn - als Erziehungsmaßnahme anzuwenden.16 Prozent der Eltern halten sogar "schwere" Körperstrafen (den Po versohlen") für in Ordnung. Dem müsse entgegen getreten werden, so Machacek, denn "jedes Kind hat das Recht auf eine glückliche Kindheit!"

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