• 06.11.2013, 12:26:06
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Grüne Wien rufen zu Gedenkveranstaltungen zu 75 Jahre Novemberpogrom auf

Wien (OTS) - Die Grünen Wien unterstützen Gedenkveranstaltungen am
kommenden Wochenende anlässlich 75 Jahre Novemberpogrome. Die Nacht
vom 9. zum 10. November 1938 war kein Randphänomen der Geschichte des
Dritten Reiches, sondern ein Geschehen, dem zentrale Bedeutung
zukommt: In Wien brannten 42 Synagogen und jüdische Bethäuser,
zahllose jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden geplündert, zerstört
und beschlagnahmt. 6547 Juden wurden festgenommen und 3700 davon in
das Konzentrationslager Dachau verschickt. Die sogenannte
"Reichskristallnacht" war eine Hauptstation auf dem Weg der
verbrecherischen nationalsozialistischen Judenpolitik zum Völkermord.
In den folgenden Jahren 1939-1942 wurden zehntausende österreichische
Juden vom ehemaligen Aspangbahnhof in Vernichtungslager deportiert
und kehrten nicht mehr zurück. Zahlreiche Organsiationen und auch die
Grünen gedenken der Novemberpogrome.

Nie wieder Faschismus! Mahnwache und Kundgebung am
Samstag, 9. November 2013, 19:00 Uhr
Gedenkstein vor dem ehemaligen Aspangbahnhof, Platz der Opfer der
Deportation (bei Ecke A.-Blamauerg./Aspangstr.), 1030 Wien

Zur Kundgebung rufen auf: Abg. z. LT Madeleine Petrovic; Abg. z. NR
aD Karl Öllinger, Stv. BV Eva Lachkovics - Die Grünen Landstraße,
Niki Kunrath - Die Grünen Wien und viele andere mehr.

Grüne Ottakring: Kettenreaktion - flüchtiges Raum-Klang-Mahnmal aus
Steinen mit Konzert und Lesung
Sonntag, 10. November, 14.00 - 16.30 Uhr, ehem. Synagoge Huberg. 8,
1160 Wien

Programm:
+ Zusammenkunft vor der Erinnerungstafel für die ehemalige Synagoge
in der Huberg. 8
+ Willkommensworte, Text von Frederic Morton
+ "Prozession" mit Musik zum Yppenplatz (Höhe Payerg. 14) +
Gedenkminute
+ 400 auf dem Yppenplatz aufgestellte Steine stehen für 4.000
geflohene, verschleppte oder ermordete jüdische BürgerInnen aus
Ottakring. In einer Kettenreaktion werden diese im Rahmen der
Veranstaltung zu Fall gebracht und weisen im Domino-Effekt zum
Veranstaltungsort in der Thelemangasse. Konzept & Regie: Kari Rakkola
Konzert und Lesung von Texten ehemaliger jüdischer BewohnerInnen im
mo.e, (Thelemang. 4)

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