- 05.11.2013, 10:51:16
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"Glanzstätte auf Hochglanz" - Karlheinz Töchterle: Ephesos-Bildbände sind eindrückliche Boten der archäologischen Grabung
Minister, Grabungsleiterin Ladstätter und Fotograf Lammerhuber präsentierten die Bildbände "Ephesos - Der Reiz der Zerstörung" und "Die Katzen von Ephesos"

Utl.: Minister, Grabungsleiterin Ladstätter und Fotograf Lammerhuber
präsentierten die Bildbände "Ephesos - Der Reiz der
Zerstörung" und "Die Katzen von Ephesos" =
Wien (OTS) - Gestern Abend wurden im Ephesos-Museum in Wien zwei neue
Ephesos-Bildbände präsentiert: In "Ephesos - Der Reiz der Zerstörung"
sowie "Die Katzen von Ephesos" geben Grabungsleiterin Dr. Sabine
Ladstätter und der renommierte Fotograf Lois Lammerhuber den
zahlreichen Facetten der traditionsreichen Grabung ein faszinierendes
Gesicht. "Die beiden Bildbände sind eindrückliche Boten der
archäologischen Grabung, kurzum: eine Glanzstätte auf Hochglanz", so
Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle bei der
Präsentation, zu der rund 250 Gäste gekommen waren.
"Archäologie fasziniert. An dieser Feststellung besteht überhaupt
kein Zweifel. Alleine die Besucherzahlen antiker Ruinenstätten
sprechen für sich. Allerdings gilt die wissenschaftliche
Fachdisziplin Archäologie als so genanntes 'Orchideenfach' und
unterliegt einem zuweilen massiven Legitimationszwang. Dabei ist
weder die gesellschaftliche Relevanz noch die wirtschaftliche
Bedeutung des Fachs infrage zu stellen. Das ganz klar und
unmissverständlich aufzuzeigen, war für mich eine wesentliche
Motivation, dieses Buch zu schreiben", so Sabine Ladstätter, seit
2010 Grabungsleiterin in Ephesos, Direktorin des Österreichischen
Archäologischen Institutes (ÖAI) und "Wissenschaftlerin des Jahres
2011". "Wir Archäologen arbeiten heute im Bewusstsein, dass jede
Ausgrabung ein Akt der Zerstörung ist, vielleicht aber die
reizvollste, die es gibt", erläutert Ladstätter den gewählten
Buchtitel. Mit den "Katzen von Ephesos" habe man sich für einen
"neuen Blickwinkel" entschieden.
"Mit zwei ganz unterschiedlichen Erzählungen ein und dasselbe Thema
zu fassen, war eine Riesenherausforderung in deren Zentrum die von
Frau Dr. Ladstätter initiierte Metamorphose einer klassischen
Grabung in ein modernes Grabungsunternehmen steht. Dass die
Fotografie zu den Büchern - übrigens maßgeblich unterstützt vom
Grabungsfotografen Niki Gail - mitten in den Grabungsalltag
integriert werden konnte, machen sie zu einem 'Jahrhundertwerk' wie
unser Redakteur Jürgen Hatzenbichler resümierte", so Lammerhuber, der
zuletzt auch den "Garten für das 21. Jahrhundert" des Ökologen und
Botanikers Dr. Georg Grabherr, "Wissenschaftler des Jahres 2012",
eindrucksvoll festgehalten hat. Lammerhuber hat mit seinen
Fotografien mehr als 70 Bücher gestaltet, ein Großteil wurde
prämiert.
Die archäologische Forschung in Österreich ist bereits seit 1895 eng
mit der Ausgrabung Ephesos verbunden. Ephesos ist auch ein gelungenes
Beispiel für das Zusammenspiel von Kulturtourismus und
Regionalentwicklung. Allein 2012 arbeiteten rund 160
wissenschaftliche Mitarbeiter/innen aus 18 verschiedenen Ländern
unter österreichischer Führung und an die zwei Millionen Besucher
kommen jährlich nach Ephesos. Ephesos ist demnach auch ein
Besuchermagnet, der viele Interessierte anzieht und die Faszination
Archäologie ausstrahlt. Eine neue Attraktion entstand zuletzt mit dem
Großen Theater in Ephesos, das nach 17 Jahren Restaurierungsarbeiten
wieder seine Pforten öffnete. Wissenschaftler/innen des ÖAI haben
durch ihre Arbeit maßgeblich zur Restaurierung des nun wieder
bespielbaren Theaters beigetragen.
Österreich hat in den vergangenen zehn Jahren rund 11,5 Millionen
Euro in die Forschungsaktivitäten in Ephesos investiert, davon rund
sechs Millionen Euro für die Schutzüberdachung des Hanghauses 2.
Weiters fließen private Mittel, u.a. von der "Ephesos Foundation",
dem Verein "Gesellschaft der Freunde von Ephesos" und den beiden
Stiftungen "American Society of Ephesus" und "Kaplan Foundation". Die
Ephesos-Grabung ist das größte Grabungsunternehmen des
Österreichischen Archäologischen Instituts (ÖAI), einer
nachgeordneten Dienststelle des Wissenschafts- und
Forschungsministeriums.
Mehr Informationen finden Sie auch auf den Internetseiten des
Österreichischen Archäologischen Institutes (www.oeai.at) sowie jener
der Edition Lammerhuber (http://edition.lammerhuber.at).
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
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