KV-Verhandlungen Fahrzeugindustrie abgeschlossen

Löhne und Gehälter steigen im Schnitt um 2,75%, Verhandlungen über Arbeitszeitmodelle vereinbart.

Wien (OTS) - In der vierten Runde wurden die Kollektivvertragsverhandlungen für die 30.000 Beschäftigten der österreichischen Fahrzeugindustrie abgeschlossen. Nach harten aber sachlichen Verhandlungen einigte sich das Team des Fachverbandes, Rudolf Hamp, Erich Mayer, Karl-Heinz Rauscher, mit den Gewerkschaften auf eine Anhebung der Ist-Löhne und -Gehälter rückwirkend mit 1. November 2013 um durchschnittlich 2,75%. Zusätzlich vereinbarte der Fachverband mit den Gewerkschaften Verhandlungen über neue Arbeitszeitmodelle. Bis 30. Juni 2014 werden dafür Regelungen entwickelt, die der Dynamik der internationalen Wirtschaftsentwicklung in der österreichischen Fahrzeugindustrie Rechnung tragen.

Flexible Arbeitszeitmodelle zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit notwendig

"Das Ergebnis, dem vorrangig zur Aufrechterhaltung des sozialen Friedens zugestimmt wurde, ist für uns angesichts eines immer schwieriger werdenden Umfeldes ein gerade noch vertretbarer Kompromiss. Vor dem Hintergrund der Branchenstruktur, der hohen Auslandsabhängigkeit der Unternehmen und der schwierigen konjunkturellen Lage stellt der Abschluss für die Unternehmen sicher eine große Herausforderung zur nachhaltigen Standortabsicherung der Fahrzeugindustrie in Österreich dar. Mit der Einigung neue kollektivvertragliche Arbeitszeitmodelle zu vereinbaren, wird ein wichtiger Schritt in Richtung der dringend notwendigen Flexibilisierung gesetzt", erklärt das Verhandlungsteam des Fachverbandes der Fahrzeugindustrie Österreichs.

Der Abschluss im Detail

KV- und Ist-Löhne bzw. -Gehälter werden gestaffelt von 2,5 % in der höchsten Einstufungsgruppe K bis 3,2 % in der Gruppe A erhöht. Im Rahmenrecht ergeben sich keine Veränderungen.

Über die österreichische Fahrzeugindustrie

Die österreichische Fahrzeugindustrie zählt mit einem Produktionsvolumen von mehr als 12 Mrd. Euro, wovon nahezu 11 Mrd. Euro in den Direktexport gehen, einem Eigenpersonal von rund 30.000 Beschäftigten, jährlichen Investitionen von 400 Mio. Euro und Forschungsausgaben von 16.000 Euro je Beschäftigten zu den bedeutendsten Industriebranchen Österreichs, von der starke Impulse für Innovation, Wachstum und Beschäftigung ausgehen. Die Exportquote beträgt mehr als 90%, 93% der Aufträge kommen aus dem Ausland. Mehr als die Hälfte der Betriebe, die 75 % aller Mitarbeiter der Branche beschäftigen, ist von einem ausländischen Konzern und damit auch von dessen Entscheidungen abhängig.

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Fachverband der Fahrzeugindustrie Österreich
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