- 04.11.2013, 11:00:31
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BM Schmied eröffnet Ausstellung "Der Holocaust in Europa"
Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied: "Lernen aus der Geschichte erfordert von uns Ehrlichkeit und Mut zur Wahrheit."
Utl.: Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied: "Lernen aus der
Geschichte erfordert von uns Ehrlichkeit und Mut zur
Wahrheit." =
Wien (OTS) - Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied eröffnete heute,
Montag, anlässlich des Gedenkens an 75 Jahre Novemberprogrom die
Ausstellung "Der Holocaust in Europa": "Warum haben so viele Menschen
Gewalt ausgeübt? Viele der Täter von damals waren gebildet, hatten
das Gymnasium absolviert und besuchten Universitäten. Können wir uns
sicher sein, dass in unseren Schulen und Universitäten heute
Generationen heranwachsen, die unter bestimmten Umständen nicht
ebenso gewalttätig werden können? Ich fürchte fast, darauf gibt es
keine sichere Antwort."
Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung im Theater Nestroyhof
Hamaokom, bedankte sich die Bildungsministerin unter anderem bei zwei
der anwesenden Ehrengäste, Beate Klarsfeld für ihren
unerschütterlichen Kampf gegen das NS-Unrecht und Jacques Fredj, dem
Direktor des Mémorial de la Shoah Paris, für die jahrelange
Kooperation auf internationaler Ebene. Schmied verwies auch auf die
Verantwortung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und
Kultur: "Unser wichtigstes Ziel muss die Stärkung der persönlichen
Identität der jungen Menschen und ihrer Urteilskraft sein. Wir müssen
aus der Geschichte lernen, das fordert von uns Ehrlichkeit und Mut
zur Wahrheit."
Bildungsministerin Schmied verwies in ihrer Eröffnungsrede auf die
vielfältigen Aktivitäten und Unterrichtsmaterialien, die unter
anderem über die Plattform www.erinnern.at einer breiten
Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. "Es bleibt die Frage: Tun
wir genug? Da Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung weltweite
Phänomene sind, beraten wir uns als aktives Mitglied der
International Holocaust Remembrance Alliance mit international
führenden Experten, wie wir die jungen Menschen zu aufgeschlossenen,
mündigen und menschlichen Menschen erziehen können. Die Familien und
die Lehrerinnen und Lehrer tragen eine große Verantwortung. Mein ganz
besonderer Dank gilt den Zeitzeugen für ihre Bereitschaft, in Schulen
über ihre persönlichen Schicksale zu berichten ich danke Beate
Klarsfeld für ihr Engagement und ihre unermüdliche
Aufklärungsarbeit."
Der vom renommierten Mémorial de la Shoah in Paris zusammengestellte
Teil der Ausstellung vermittelt die Geschichte der Vernichtung des
europäischen Judentums von den Anfängen des rassistischen
Antisemitismus bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Ergänzend dazu
haben die beiden Historikerinnen Dr. Heidemarie Uhl und Dr. Leonore
Eppel-Lappin eine ausführliche Darstellung dieser Entwicklungen in
Österreich erarbeitet. Auf diese Weise werden Zusammenhänge,
Unterschiede und Parallelen der österreichischen Geschichte der Shoah
mit der gesamt-europäischen verdeutlicht.
In der Zeit vom 5. November 2013 bis zum 27. Jänner 2014 (dem
Internationalen Holocaust-Gedenktag der UNO) haben Schülerinnen und
Schüler sowie die breite Öffentlichkeit die Möglichkeit, die
Ausstellung zu besuchen; weitere Informationen dazu: www.erinnern.at.
Anmeldungen zu Führungen für Schulklassen werden erbeten an den
Verein Gedenkdienst, [email protected]
SPERRFRIST: Montag, 4. November 2013, 19.00 Uhr, frei für
Printausgaben 5. November
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