- 31.10.2013, 10:00:21
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Kein Geschäft mit der Angst
Katholische Jungschar fordert kritische Auseinandersetzung mit Halloween
Utl.: Katholische Jungschar fordert kritische Auseinandersetzung mit
Halloween =
Wien (OTS) - Totenköpfe, Gruselmasken und Süßigkeiten stehen für
viele Kinder ganz oben auf ihrer Wunschliste rund um den 31.Oktober.
Die Katholische Jungschar fordert mit ihrem Positionspapier zu
"Halloween" gesellschaftliches und kirchliches Umdenken: "Dem
Bedürfnis der Kinder nach einer Auseinandersetzung mit Sterben, Tod
oder der 'Unterwelt' und der Lust an der Verkleidung kann auch anders
nachgekommen werden als mit gekauften Skelettmasken und dem Erpressen
von Süßigkeiten", fasst Sigrid Kickingereder, Bundesvorsitzende der
Katholischen Jungschar, das Grundanliegen des Papiers zusammen.
Süßigkeiten gegen Streichandrohung zu erhalten, widerspricht dem
respektvollen Miteinander von Kindern und Erwachsenen und kann in
manchen Fällen sogar Aggressionen und Handgreiflichkeiten nach sich
ziehen, führt Sigrid Kickingereder weiter aus. Die Jungschar fordert
auch einen sensiblen Umgang mit Kinderängsten, weil "der spielerische
Umgang mit der eigenen Angst zwar für viele Kinder großen Anreiz hat,
die Grenzen zwischen sich angenehm gruseln und sich ängstigen sind
aber oft fließend. Kinder müssen selbst bestimmen können, inwiefern
sie sich einer gruseligen Situation aussetzen und auf jeden Fall die
Kontrolle über das Geschehen behalten." Die vom Handel und den Medien
vorangetriebene Halloween-Manie dient vor allem dem geschäftlichen
Umsatz, weniger den Bedürfnissen von Kindern. So werden selbst in
Kinderzeitschriften mit einer sehr jungen Zielgruppe,
Halloween-Masken, Feste und Süßigkeiten beworben, ohne den Kontext
dieses Brauchtums im anglosächsischen Raum zu erklären. Deshalb sieht
es die Katholische Jungschar als notwendig an, sowohl im familiären,
schulischen und außerschulischen Kontext einen kritischen Umgang mit
Halloween und den damit verbundenen Konsumverhalten an zu stoßen.
Als größte katholische Kinderorganisation verlangt die Jungschar
außerdem von der Amtskirche ein stärkeres Augenmerk auf die
Kinderpastoral in den Gemeinden zu legen, wie zum Beispiel mehr
Angebote für Kinder, vor allem gerade rund um Allerheiligen, um sich
mit den Themen Sterben und Tod auseinandersetzen zu können. "Kinder
haben einen ganz eigenen Zugang zu diesen Themen, der kann lustig und
laut aber auch zurückhaltend und leise sein. Wir müssen uns trauen,
neue Wege bei der Gestaltung von Ritualen und gemeindlichen Feiern zu
suchen, damit die Bedürfnisse von allen, auch die der Jüngsten,
berücksichtigt werden", so Kickingereder abschließend.
Das Positionspapier zum Thema finden Sie auf der Homepage:
http://www.jungschar.at/index.php?id=807
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