- 30.10.2013, 17:20:38
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Eine Teuerungsabgeltung wie bei allen anderen Berufsgruppen sollte eigentlich selbstverständlich sein
Die Kurienführung der niedergelassenen Ärzte der NÖ Ärztekammer erklärt sich solidarisch mit Arbeitersamariterbund und Rotem Kreuz, die den Vertrag mit der NÖGKK gekündigt haben
Utl.: Die Kurienführung der niedergelassenen Ärzte der NÖ
Ärztekammer erklärt sich solidarisch mit Arbeitersamariterbund
und Rotem Kreuz, die den Vertrag mit der NÖGKK gekündigt haben =
Wien (OTS) - "Warum sollen Gesundheitsberufe nicht wie alle anderen
Berufe ein Anrecht auf Abgeltung der Inflation haben", fragt sich Dr.
Christoph Reisner, Präsident der NÖ Ärztekammer. "Für uns ist es
nicht verständlich, dass den im Gesundheitswesen operativ tätigen
Personen und Organisationen dieser Ausgleich ständig verwehrt wird,
obwohl er bei den Verwaltungsangestellten der NÖGKK, den Funktionären
oder auch bei den Politikern selbstverständlich ist. Außerdem sorgt
die allgemeine Teuerung auch für ein dickes jährliches Plus bei den
Beitragseinnahmen."
"Schließlich muss man beispielsweise als niedergelassener Arzt mit
dem Kassenhonorar nicht nur sein Einkommen bestreiten, sondern auch
die Ordinationskosten samt Personal zahlen, die ja auch der Teuerung
unterliegen", meint MR Dr. Dietmar Baumgartner, Kurienobmann der
niedergelassenen Ärzte in Niederösterreich. Auch die niedergelassenen
Kassenärztinnen und -ärzte leiden seit Jahren unter einer
mangelhaften Abgeltung der Inflation. "Mit dem Resultat, dass es in
manchen Gegenden schon fast nicht mehr kostendeckend ist, eine
Ordination zu betreiben."
Fehlender Inflationsausgleich führt zur Existenzbedrohung und
damit zur Gefährdung der Versorgung
Die Gebietskrankenkasse verwechselt laut Präsident Dr. Reisner
hierbei oft Äpfel mit Birnen. "Die Argumentation lautet dann immer,
dass wir ohnehin laufend einen Anstieg des Honorarvolumens haben. Das
mag ja richtig sein, aber dafür müssen wir auch mehr arbeiten, weil
mehr medizinische Leistungen benötigt werden. Dafür sind aber nicht
die Ärztinnen und Ärzte verantwortlich. Das Gesundheitssystem steht
den Versicherten in der Pflicht, und wenn mehr Menschen krank werden
dann muss seitens der Sozialversicherung auch mehr geleistet werden.
Den Gesundheitsberufen als Ausgleich für Mehrleistung die
Inflationsanpassung zu verwehren ist in höchstem Maße unsozial und
einer Versicherung nicht würdig, die als Sozialversicherung
bezeichnet wird."
Dem Roten Kreuz und dem Arbeitersamariterbund scheint es ähnlich
zu gehen, daher erklärt sich die Kurienführung der niedergelassenen
Ärzte der NÖ Ärztekammer mit beiden Hilfsorganisationen solidarisch.
"Dass dies von der Gebietskrankenkasse als Bedrohung der Bevölkerung
aufgefasst wird, können wir nicht teilen. Wenn hier jemand die
Bevölkerung bedroht, dann ist das die Kasse selbst", so Dr.
Baumgartner weiter. "Denn durch diese Art zu sparen wird den
Organisationen die Existenzgrundlage entzogen. Auch bei uns gibt es
daher bereits massiven Druck seitens der Basis, die Kassenverträge zu
kündigen. Wir warten jedoch in jedem Fall die Verhandlungsrunde vor
Weihnachten ab", so Dr. Baumgartner zum Abschluss.
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