- 30.10.2013, 11:58:50
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Hochschulraum-Strukturmittel - Karlheinz Töchterle: 15 Millionen Euro für nachhaltige Kooperationen im Bereich Verwaltung
Vergabeentscheidungen stehen fest - gemeinsame Präsentation mit Rektorin Neuper, Rektor Schmidinger, Rektor Vitouch und Vizerektorin Reithmayer

Utl.: Vergabeentscheidungen stehen fest - gemeinsame Präsentation
mit Rektorin Neuper, Rektor Schmidinger, Rektor Vitouch und
Vizerektorin Reithmayer =
Wien (OTS) - Stärken bündeln und Universitätsprofile schärfen -
diesen beiden zentralen Zielen des österreichischen Hochschulplans
wird auch mit den neu geschaffenen und gesamt mit 63 Millionen Euro
dotierten Hochschulraum-Strukturmitteln (Stichwort
Hochschul-Milliarde) Rechnung getragen. Nach den Einreichungen
seitens der Universitäten und der Prüfung durch die Jury liegt die
Vergabeentscheidung für Kooperationen im Bereich Verwaltung vor. 15
Millionen Euro stehen den Universitäten zur Verfügung. "Mein Motto
'viribus unitis' gilt gerade auch im Verwaltungsbereich, wo es durch
Kooperationen zu konkreten Synergieeffekten im Sinne der Studierenden
und Lehrenden kommen soll und die Teilnahme an
universitätsübergreifenden Verwaltungsnetzen ermöglicht wird", so
Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle bei der
gemeinsamen Präsentation der Vergabeentscheidung mit Rektorin Dr.
Christa Neuper (Karl-Franzens-Universität Graz), uniko-Präsident
Rektor Dr. Heinrich Schmidinger (Paris-Lodron-Universität Salzburg),
Rektor Dr. Oliver Vitouch (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt) und
Vizerektorin Andrea Reithmayer (Universität für Bodenkultur Wien).
Im Mittelpunkt der Präsentation stand jenes Projekt, das alle
vertretenen Universitäten (plus WU Wien) künftig in einem gemeinsamen
Projekt verbindet: "Umweltmanagementsysteme an Universitäten -
Einführung und Weiterentwicklung". Es soll auch die Allianz
nachhaltiger Universitäten und damit die Verankerung von
Nachhaltigkeits-Themen in Lehre, Forschung und Verwaltung weiter
stärken. Gesamt sind für den Bereich Verwaltung 33 Projektanträge
eingelangt, 22 davon wurden bewilligt. Sie haben ein Gesamtvolumen
von 46 Millionen Euro, davon werden 15 Millionen Euro vom Bund
getragen, die weiteren Mittel von den Kooperationspartnern
aufgebracht (vom Wissenschafts- und Forschungsministerium kann
entsprechend der Hochschulraum-Strukturmittel-Verordnung maximal ein
Drittel der Projektkosten im Sinne einer Anschubfinanzierung
übernommen werden). Universitäten kooperieren sowohl untereinander,
mit Fachhochschulen als auch mit Forschungseinrichtungen, Museen,
Bundesländern, dem Bundesrechenzentrum und der Wirtschaft.
"Als größte Hochschule am Standort übernimmt die
Karl-Franzens-Universität Graz ein hohes Maß an Verantwortung und
erfüllt eine wichtige Vorreiterrolle. Ökologisches Bewusstsein,
Reduzierung von Emissionen und nachhaltiges Handeln genießen in
Forschung, Lehre und Management einen bedeutenden Stellenwert", sagt
Dr. Christa Neuper, Rektorin der Karl-Franzens-Universität Graz.
"Nachhaltigkeit ist für uns nicht nur ein Schlagwort. Wir setzen an
der Universität Salzburg energiesparende und umweltschonende
Maßnahmen, bündeln gemeinsam mit anderen Universitäten unsere
Ressourcen und nutzen Synergieeffekte", betont Dr. Heinrich
Schmidinger. "Dazu führen wir mehrere Projekte durch: Zum einen wird
die Universität Salzburg EMAS-fit gemacht (Anm.: EMAS -
Eco-Management and Audit Scheme - steht für die koordinierte
Einführung bzw. Weiterentwicklung eines Umweltmanagementsystems).
Diese Initiative wird federführend von unserem 2012 eingesetzten
Umweltmanager realisiert. Zum anderen haben wir 2011 unter dem Namen
PLUS Green Campus eine weitere wichtige Nachhaltigkeitsinitiative ins
Leben gerufen. Auch sie soll helfen, das universitäre Leben
ökologisch verantwortungsvoll zu gestalten. Die
Nachhaltigkeitsbestrebungen von PLUS Green Campus beinhalten ein
neues Energie-, Wasser-, Mobilitäts-, Beschaffungs- und
Abfallmanagement." Ein wichtiges Projekt der Universität Salzburg in
Zusammenarbeit mit der Universität Mozarteum sei auch die Einführung
neuer Informationssysteme, die bei entsprechender Weiterentwicklung
von Studierenden beider Institutionen standortunabhängig genutzt
werden können. "Studierende und Lehrende erhalten eine den modernen
Bedürfnissen nach Mobilität, Flexibilität und Internationalität
angepasste IT-Umgebung. Diese Initiative kann bei Bedarf auf alle
Mitglieder der Salzburger Hochschulkonferenz ausgeweitet werden."
"Österreichs Universitäten lehren und forschen zu Zukunftsthemen wie
Nachhaltigkeit, effiziente Ressourcennutzung und 'Green
Technologies'. Im Rahmen des Kooperationsprojekts bekommen sie nun
die Mittel, auch betriebsökologisch Vorbildwirkung zu entfalten: also
sauberes Wasser nicht nur zu predigen, sondern auch auf dem eigenen
Campus dafür zu sorgen. Klagenfurt ist stolz darauf, als
Trägeruniversität dieses Projekts zu fungieren", so Dr. Oliver
Vitouch, Rektor der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.
"Die Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) beschäftigt sich seit
Jahren mit der Frage der ökologischen Verantwortung der Institution
selbst und ist die einzige nach EMAS zertifizierte Universität
Österreichs. Umso mehr freuen wir uns, im Verein der 'Allianz
nachhaltiger Universitäten in Österreich' gemeinsam - neben der
Weiterentwicklung des Gedanken der Nachhaltigkeit in Forschung und
Lehre -, das ökologische Profil aller Universitäten in Österreich
weiter zu schärfen", sagt Andrea Reithmayer, Vizerektorin der
Universität für Bodenkultur Wien.
Stichwort Hochschul-Milliarde
Das Budget für die Leistungsvereinbarungsperiode 2013 - 2015 wurde um
Mittel aus der Hochschul-Milliarde erweitert: 240 Millionen Euro an
Offensivmitteln, 300 Millionen Euro für das Grundbudget und weitere
450 Millionen Euro für die neu geschaffenen
Hochschulraum-Strukturmittel. Sie werden nach Effizienzkriterien
vergeben, orientieren sich an Grundsätzen der
Studienplatzfinanzierung und sollen eine stärker wirkungs- und
leistungsorientierte Finanzierungsform gewährleisten. Die 450
Millionen Euro teilen sich auf Teilbeträge für prüfungsaktive
betriebene ordentliche Studien (270 Millionen Euro), für
Absolvent/innen ordentlicher Studien (45 Millionen Euro), für
eingeworbene Drittmittel/Wissenstransfer (63 Millionen Euro), für
private Spenden (9 Millionen Euro) und Kooperationen (63 Millionen
Euro) auf. Die Hochschulraum-Strukturmittel wurden im
Universitätsgesetz (§ 12) verankert und lösen das bisherige
Formelbudget ab.
Stichwort Mittel für Kooperationen
63 Millionen Euro werden im Rahmen einer Ausschreibung für die
Anschubfinanzierung von Kooperationen eingesetzt (48 Millionen Euro
für Lehre und Forschung/Entwicklung und Erschließung der Künste, 15
Millionen Euro für den Bereich Verwaltung). Antragsberechtigt waren
die öffentlichen Universitäten. Voraussetzung für die Vergabe der
Projektmittel ist die Beteiligung mindestens einer weiteren
Institution aus den Bereichen Wissenschaft, Hochschulen, Kunst und
Kultur oder der Wirtschaft. Alle eingereichten Projekte wurden anhand
klar definierter Auswahlkriterien geprüft und bewertet. Nach
Abschluss der Vorhaben sind Projektevaluierungen durchzuführen.
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