• 30.10.2013, 10:01:02
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Die Werbelawine der Stadt rollt ungehindert weiter: 133 zusätzliche Millionen Euro für Eigenwerbung der Stadt Wien

Nur das Inseratenbudget wächst schneller als die Neuverschuldung, es profitiert wieder ein SPÖ-naher Verlag

Utl.: Nur das Inseratenbudget wächst schneller als die
Neuverschuldung, es profitiert wieder ein SPÖ-naher Verlag =

Wien (OTS) - Angeblich wird im Budget der Stadt Wien jeder Cent
dreimal umgedreht (Originalzitat Finanzstadträtin Brauner). Die
bisherigen Bezieher des Heizkostenzuschusses können davon ein Lied
singen. Keinerlei Spargesinnung legt die Stadt Wien an den Tag, wenn
es um die Bewerbung der eigenen Aktivitäten geht. Das Werbebudget der
Stadtinformation steigt von Jahr zu Jahr ungehemmt an. Doch mit dem
Budget des Presse- und Informationsdienstes finden die
Rathausverantwortlichen schon lange nicht das Auslangen.

Im heutigen Gemeinderatsausschuss für Bildung und Information werden
sagenhafte 133 Millionen Euro für einen mehrjährigen Vertrag mit
einem privaten Verlag freigegeben. Für den klubunabhängigen
Gemeinderat Wolfgang Aigner ein weiterer Beweis für die
Verschwendungssucht des Rathauses: "Die Stadt Wien agiert doch als
Kommune weitgehend ohne Konkurrenz. Wozu muss sie ihre Leistungen
derart penetrant bewerben, wo es doch ohnehin keine Mitbewerber gibt?
In Wahrheit geht es ausschließlich darum, dass sich die jeweiligen
Regierungsparteien medial in Szene setzen wollen."

Grüne wurden von "Aufdeckern" zu "Zudeckern" und
"Mitschneidern": gibt es ein Gegengeschäft mit der Mariahilfer
Straße?

Besonders ins Auge sticht Aigner die Metamorphose der Grünen. Hatten
diese in der Vergangenheit die Inseratenlawine der Rathausroten noch
heftig kritisiert, winken sie nunmehr als Regierungspartei die
Millionensumme kommentarlos durch. GR Aigner: "Jetzt ist keine Rede
mehr davon, dass es sich um dubiose Vorgänge handelt. Auch die
Tatsache, dass ein derart gewichtiger Auftrag bei einer europaweiten
Ausschreibung nur bei einem Bewerber auf Interesse stieß, ist den
Grünen jetzt keinen Kommentar mehr wert. In der rot-grünen Koalition
herrscht offenkundig die Abrede: "Gibst Du mir die Werbemillionen für
meinen Verlag, geb ich Dir die Millionen für die Umgestaltung der
Mariahilfer Straße", vermutet Aigner einen klassischen politischen
Tauschhandel.

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