• 29.10.2013, 11:27:44
  • /
  • OTS0104 OTW0104

Trendstudie Mode-Handel Wien: Modehändler in Wien auf dem Weg zu "Sinnpionieren"

Trendstudie Mode-Handel Wien

Wien (OTS) - 29.10.2013 - Handelsunternehmen der Zukunft sind
Sinnpioniere. Sie verkaufen nicht (nur) Waren, sondern bieten ihren
Kunden sinnvolle Erfahrungen. Diese Entwicklung zeigt die
"Trendstudie Mode-Handel Wien", die im Auftrag des Landesgremiums
Wien des Einzelhandels mit Mode und Freizeitartikeln erstellt und
heute präsentiert wurde. Das von Matthias Horx gegründete
Zukunftsinstitut Österreich hat mit Unterstützung der KMU Forschung
Austria erforscht, wie die Zukunft des Handels aussieht und wie sich
der Konsum entwickelt.

"Konsumenten sind auf der Suche nach Menschen, denen sie vertrauen
können. Gerade hier punktet der stationäre Handel durch echte Dialoge
und Achtsamkeit den Kunden gegenüber", sagt Kommerzialrat Helmut
Schramm, Obmann des Landesgremiums Wien des Einzelhandels mit Mode
und Freizeitartikeln: "Händler werden immer mehr zu Kuratoren, die
ihre Produkte in Szene setzen und Geschichten erzählen", ergänzt
Schramm.

"Produkte mit Aura werden boomen. Das kann mitunter auch dadurch
erreicht werden, dass aus dem Verkaufsort ein Treffpunkt wird",
bestätigt auch Thomas Huber vom Zukunftsinstitut Österreich. Er ortet
den Ursprung des Handels von morgen vor allem in den kreativen
Zentren der Städte: "Die Aufwertung zahlreicher Grätzel in großen
Städten bietet neue Möglichkeiten für Shopping-Angebote jenseits des
Mainstreams. Ambitionierte junge Händler siedeln sich gerne in
aufstrebenden Vierteln an. Wer einen ganzen Sack voller Ideen hat,
aber nur eine Handvoll Euro, findet sich hier in bester
Gesellschaft", erklärt Huber.

Modehandel in Wien auf gutem Weg

"Insgesamt ist der Modehandel in Wien schon jetzt auf einem guten
Weg", erklärt Dr. Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria.
Wie ein Vergleich der Bilanzjahre 2002/03 und 2010/11 zeigt befinden
sich nun deutlich mehr Klein- und Mittelbetriebe (KMUs) in der
Gewinnzone. Waren es 2002/03 noch 41 Prozent der KMUs in den
modischen Branchen in Wien, die Gewinn erwirtschaften, so stieg
dieser Anteil 2010/11 schon auf 58 Prozent.

Auch der Eigenkapitalanteil steigt weiter an. Im Durchschnitt haben
die modischen Branchen in Wien mit 35,4% Eigenkapitalanteil eine
deutlich höhere finanzielle Unabhängigkeit als die Wiener Klein- und
Mittelbetriebe insgesamt (30,3%).

Die Rückkehr des Wiener Handwerks

Wie sich das "Wiener Wesen" im bunten Modehandel der Stadt ausdrückt,
damit haben sich die Studienautoren eingehend beschäftigt. Hier die
wichtigsten Trends:

- Urbane Manufakturen sind das Salz in der Suppe der Wiener
Einkaufslandschaft. Handwerk wird gerade nach Krisenzeiten in Zukunft
wieder eine große Rolle in der Wiener Handelslandschaft spielen.

- Händler-Communities erleben eine Renaissance. Um mehr Besucher in
die Geschäfte zu locken, eignen sich Straßenfeste oder kleinere
Events, die oft von den Händlern selbst in Kooperation gestaltet
werden.

- Wien weist ein großes Potenzial in Sachen Green Fashion und Slow
Fashion auf. Während sich die Slow Fashion-Bewegung gegen die
Wegwerfkultur richtet, ist Green Fashion heute "salonfähig" geworden.
Gerade Wiener Designer erfüllen in diesem Bereich Ansprüche des
Top-Designs.

- Das wachsende Interesse an Wien als Reisedestination bringt
frischen Wind. Der Wunsch der Wien-Touristen nach internationalen
Luxusmarken bietet auch heimischen Traditionsunternehmen aus dem
High-End-Sektor ein neues, konsumfreudiges Klientel. Nach Schätzungen
der KMU Forschung Austria entfallen 10 - 12% des Wiener
Einzelhandelsvolumens auf Touristen. Zu den Globe-Shoppern, also den
kaufkräftigen internationalen Touristen, zählen Gäste aus Russland,
China, Japan, USA und Indonesien.

- Die Kompetenz der Mitarbeiter wird im Handel immer wichtiger.
Gerade im heiß umkämpften Sportfachhandel ist exzellente Beratung ein
guter Rettungsanker gegen den starken Konkurrenzdruck.

- Und so eigenartig es klingen mag: Nostalgie-Shopping ist gerade in
Wien ein wichtiges Zukunftsthema. Händler können damit punkten,
Althergebrachtes und Modernes zu verknüpfen.

"In Wien treffen Tradition und Trends aufeinandertreffen. Das war
schon immer ein faszinierender Aspekt an Wien", ist Schramm
überzeugt. "Wien ist bekanntlich anders, und das gilt auch bei der
Dynamik seiner Einkaufsviertel. Hier werden starke
Einkaufsagglomerationen ausgebaut, Einkaufszentren haben einen festen
Platz im Handelsgefüge und es wird versucht, Einkaufsstraßen und
-grätzl auf hohem Niveau zu halten. Gleichzeitig entdecken innovative
Betriebstypen aufstrebende Viertel und gestalten sie mit, wodurch
neue Standortqualitäten geschaffen werden", meint Schramm
abschließend.

Weitere Informationen:
Download des detaillierten Pressetextes zur Studie inklusive Best
Practice-Beispiele sowie von Grafiken und Fotos unter
www.wko.at/wien/mode-freizeitartikel-eh/presse

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WHK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel