- 29.10.2013, 10:11:35
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AKNÖ-Haneder: Erst Streikbeschluss brachte echte Verhandlungsbereitschaft
"Als man gesehen hat, die meinen's ernst, war man bereit zu verhandeln"
Utl.: "Als man gesehen hat, die meinen's ernst, war man bereit zu
verhandeln" =
Wien (OTS/AKNÖ) - Der Streik der Metallergewerkschaft, der heute früh
hätte beginnen sollen, ist kurzfristig abgesagt worden. In einer
kurzfristig anberaumten Verhandlungssitzung haben sich VertreterInnen
der Industrie und der Gewerkschaft auf einen Kompromiss verständigt.
AKNÖ-Präsident Hermann Haneder zeigt sich erfreut über das Ergebnis
und kritisiert, dass erst der Streikbeschluss eine echte
Verhandlungsbereitschaft der ArbeitgeberInnen gebracht hätte.
"Dieses Ergebnis ist einer Gewerkschaft zu verdanken, die ihre
Kampfbereitschaft für die Interessen der ArbeitnehmerInnen unter
Beweis gestellt hat", kommentiert AKNÖ-Präsident Hermann Haneder das
Ergebnis der Kollektivvertragsverhandlungen bei den Metallern. "Erst
als die IndustrievertreterInnen gesehen haben: Die meinen's ernst,
war man bereit, ernsthaft zu verhandeln. Gerade in Niederösterreich
haben die PRO-GE und die GPA-djp den Streik übrigens optimal
vorbereitet."
Haneder kritisiert, dass die IndustrievertreterInnen bei den
Kollektivvertragsverhandlungen der Metallindustrie das Klima
nachhaltig verschlechtert hätten: "Ich erinnere daran, dass wir schon
im Vorjahr Warnstreiks gebraucht haben, um zu einem tragfähigen
Kompromiss zu kommen." KV-Verhandlungen seien ohnedies schwierig. "Da
braucht es Fingerspitzengefühl und nicht ein paar Scharfmacher auf
ArbeitgeberInnenseite, die ihre Standpunkte durchdrücken wollen, die
massive Verschlechterungen für die Beschäftigten bringen würden. Zu
einer Verhandlung gehören immer zwei Seiten. Es kann nicht sein, dass
es eine Seite immer auf eine Machtprobe ankommen lässt, wie es die
Industrie gemacht hat."
Das sollten die IndustrievertreterInnen auch bei den anlaufenden
Verhandlungen um ein neues Arbeitszeitmodell bedenken. "Auch hier
gehört besonnen diskutiert. Scharfmacher braucht man nicht am
Verhandlungstisch", sagt der AKNÖ-Präsident.
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