AKNÖ-Haneder: Erst Streikbeschluss brachte echte Verhandlungsbereitschaft

"Als man gesehen hat, die meinen's ernst, war man bereit zu verhandeln"

Wien (OTS/AKNÖ) - Der Streik der Metallergewerkschaft, der heute früh hätte beginnen sollen, ist kurzfristig abgesagt worden. In einer kurzfristig anberaumten Verhandlungssitzung haben sich VertreterInnen der Industrie und der Gewerkschaft auf einen Kompromiss verständigt. AKNÖ-Präsident Hermann Haneder zeigt sich erfreut über das Ergebnis und kritisiert, dass erst der Streikbeschluss eine echte Verhandlungsbereitschaft der ArbeitgeberInnen gebracht hätte.

"Dieses Ergebnis ist einer Gewerkschaft zu verdanken, die ihre Kampfbereitschaft für die Interessen der ArbeitnehmerInnen unter Beweis gestellt hat", kommentiert AKNÖ-Präsident Hermann Haneder das Ergebnis der Kollektivvertragsverhandlungen bei den Metallern. "Erst als die IndustrievertreterInnen gesehen haben: Die meinen's ernst, war man bereit, ernsthaft zu verhandeln. Gerade in Niederösterreich haben die PRO-GE und die GPA-djp den Streik übrigens optimal vorbereitet."

Haneder kritisiert, dass die IndustrievertreterInnen bei den Kollektivvertragsverhandlungen der Metallindustrie das Klima nachhaltig verschlechtert hätten: "Ich erinnere daran, dass wir schon im Vorjahr Warnstreiks gebraucht haben, um zu einem tragfähigen Kompromiss zu kommen." KV-Verhandlungen seien ohnedies schwierig. "Da braucht es Fingerspitzengefühl und nicht ein paar Scharfmacher auf ArbeitgeberInnenseite, die ihre Standpunkte durchdrücken wollen, die massive Verschlechterungen für die Beschäftigten bringen würden. Zu einer Verhandlung gehören immer zwei Seiten. Es kann nicht sein, dass es eine Seite immer auf eine Machtprobe ankommen lässt, wie es die Industrie gemacht hat."

Das sollten die IndustrievertreterInnen auch bei den anlaufenden Verhandlungen um ein neues Arbeitszeitmodell bedenken. "Auch hier gehört besonnen diskutiert. Scharfmacher braucht man nicht am Verhandlungstisch", sagt der AKNÖ-Präsident.

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