• 25.10.2013, 12:04:38
  • /
  • OTS0135 OTW0135

FP-Strache zu Erdogan: Die Türkei ist nicht Kosovo und Kosovo nicht die Türkei!

Sein Großmachtstreben lässt Erdogan erstmals offen Gebietsansprüche in Europa stellen

Utl.: Sein Großmachtstreben lässt Erdogan erstmals offen
Gebietsansprüche in Europa stellen =

Wien (OTS/fpd) - "Die Türkei ist Kosovo, Kosovo ist die Türkei", rief
der despotische Türken-Premier Erdogan bei einem offiziellen
Kosovo-Besuch am Mittwoch in der Stadt Prizren begeisterten
Islamisten zu. "Dass er jetzt praktisch in Europa Gebietsansprüche
stellt, ist ein weiterer Schritt in Richtung der von Erdogan
angestrebten Wiedererrichtung des Osmanischen Reiches. Und es ist
jetzt endgültig ein Schritt zu viel", erklärt FPÖ-Bundes- und Wiener
Landesparteiobmann Heinz-Christian Strache. Er klärt den
nationalistischen Türken-Führer, der die friedliche
Demokratie-Bewegung in seinem Land niederschlagen ließ und für
mindestens vier tote und 12.000 teils schwer verletzte Aktivisten
verantwortlich ist, auf: "Die Türkei ist kein Teil Europas und nur
ein minimalster Teil Europas im äußersten Südosten gehört zur Türkei!
Dafür haben wir vor Jahrhunderten gekämpft und das wird auch immer so
bleiben!"

Die klare Positionierung Straches haben nun auch die Chefs von CDU
und CSU im EU-Parlament übernommen. Sie forderten, wie der FPÖ-Chef
schon seit Jahren, die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei
umgehend zu stoppen. Herbert Reul, Chef der CDU im EU-Parlament,
erklärte, dass die Eröffnung weiterer Verhandlungskapitel von der
Regierung Erdogan als "Belohnung für die brutale Niederschlagung der
friedlichen Bürgerproteste rund um den Taksim-Platz" angesehen werde
und daher abzulehnen sei. Sein CSU-Amtskollege Markus Ferber
kritisierte, dass alle Jahre wieder die kaum vorhandenen Fortschritte
der Türkei beschönigt dargestellt würden. Da sie "kein demokratischer
Verhandlungspartner" sei, müssten die Beitrittsverhandlungen mit der
Regierung in Ankara abgebrochen werden.

"Zuerst hat Erdogan die europäischen Gesellschaften mit Massen seiner
Staatsbürger, die er gelegentlich auch seine Soldaten nennt,
unterwandert und jetzt stellt er offen Besitzansprüche auf die
Provinz eines souveränen europäischen Staates, nämlich Serbiens. Das
ist absolut inakzeptabel", so Strache. Nicht nur die EU-Staaten, ganz
Europa müsse aufstehen und den imperialistischen Ambitionen Erdogans
die Stirn bieten. Strache: "Wir sind stark genug. Nicht wir brauchen
die Türkei, sondern die Türkei braucht uns. Nach dem endgültigen
Abbruch der Beitrittsverhandlungen müssen wir als klares Zeichen auch
die Zahlung von jährlich hunderten Millionen Euro an das
Erdogan-Regime einstellen. Dann soll dieser Herr sehen, wo er
bleibt." (Schluss)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NFW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel