Klicka überreicht Auszeichnungen im Wappensaal

Wien (OTS) - Die Dritte Präsidentin des Wiener Landtags, Marianne Klicka, hat vergangenen Mittwoch das Dekret über den von Herrn Bundespräsidenten verliehenen Berufstitel Professor an Peter Brunner und RegR Wolfgang Salomon verliehen; ehrte Prof. Franz Basdera mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und Gerhard Heger mit dem Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich; und überreichte die Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien an Maximilian Stony.

"Das Leben der zu Ehrenden konnte nicht unterschiedlicher verlaufen und doch gibt es bei näherer Betrachtung viel Gemeinsames. Mit ihrem künstlerischen Schaffen haben sie zum Ruf ihres Heimatlandes Österreich und ihrer Heimatstadt Wien wesentlich beigetragen. Mit ihren Werken - der Fotografie, der Bildenden Kunst, den Darbietungen als Sänger, Texter, Komponist und Chorleiter und Dirigent und der Sammler- und Ausstellungstätigkeit haben sie nicht nur sich selbst sondern auch unzähligen Menschen Freude bereitet. All ihr Tun und Handeln ist Beispiel dafür, was an Kreativem möglich ist. Hinter ihrem Schaffen steht große Begabung, aber auch viel Fleiß und Idealismus. Es ist nachhaltig und wird der Welt erhalten bleiben", betonte Klicka im Rahmen der Ehrung.

Biografie Peter Brunner

Peter Brunner wurde 1940 in Wien geboren und erlernte den Beruf des Elektromechanikers. Die Liebe zum Fotografieren begann 1960, ab 1980 wurde dann die Reisefotografie zu seinem Lebensmittelpunkt. Über Länder wie China, Guatemala, Indien, Jemen, Jordanien, Mexiko und vielen mehr entstanden Dia-Vorträge, die in den Volkshochschulen in Wien, in der Urania, Pensionistenklubs und -wohnhäusern gezeigt werden. Seit 1978 fotografiert Peter Brunner die Jazzszene im In- und Ausland. Sein Jazzarchiv von über 2.000 Jazzern gehört international zu den größten Sammlungen von Jazzmusiker-Portraits aus aller Welt. Eine enge Zusammenarbeit besteht mit dem Jazzfest Wien und Wiesen, dem Salzburger Jazzherbst, dem Wiener Konzerthaus und dem Jazzland. Seit 1984 werden seine Jazzportraits in Ausstellungen gezeigt, eine permanente Ausstellung mit 300 Fotos zeigt das Jazzland in Wien. Für den Salzburger Jazzherbst ist Peter Brunner seit 1996 als offizieller Fotograf bei allen Veranstaltungen tätig. Viele Platten und CD-Cover wurden mit Fotos aus seinem Archiv gestaltet. Mit Johannes Kunz entstanden zwei Publikationen. 1999 wurde Peter Brunner das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich verliehen.

Biografie RegR Johann Salomon

Johann Salomon wurde 1945 in Wien geboren. Nach der Reifeprüfung und Absolvierung des Wehrdienstes studierte er an der damaligen Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien. Das Dirigieren erlernte er bei Prof. Heinrich Gattermeyer. Hauptberuflich aber war Johann Salomon im Bundesministerium für Gesundheit tätig. Die Liebe zur Musik nützte er, um als Pianist und Keyboarder in der Tanzschule und bei zahlreichen Ballveranstaltungen zu spielen. Auf seinem musikalischen Weg war er als Sänger, Rezitator, Dirigent, Chorleiter, Konzertleiter von Rundfunk- und Fernsehaufnahmen, Leiter von Konzertreisen, musikalischer Gestalter von Festwochenkonzerten und Festveranstaltungen tätig. Die Floridsdorfer Chorvereinigung "Harmonie 1865" leitete Salomon 29 Jahre lang. Aus beruflich-zeitlichen Gründen musste er diese Funktion 2002 zurücklegen. Die Leitung der Chorvereinigung Gatterhölzl Wien-Meidling hat er seit 1986 inne. Seit 1996 leitet er die Meidlinger Kulturtage mit Veranstaltungen unterschiedlicher Prägung und ist seit dem Jahr 2000 Mitinitiator der Meidlinger Kirchenmusiktage. Im Jahr 2011 übernahm er die Chorleiterfunktion beim Männergesangsverein der Wiener Fleischer. Mit dem Symphonieorchester der Musikfreunde Stockerau, dem Neuen Wiener Musikverein, den Mitgliedern der slowakischen Philharmonie Bratislava und vielen anderen gibt es eine regelmäßige Zusammenarbeit. Zahlreiche Aufführungen im In- und Ausland sowie Rundfunk- und Fernsehaufnahmen prägten seinen Weg. Für seine literarische Hobbytätigkeit erhielt Johann Salomon 1979 den Ehrenpreis der Österreichischen Ferienmesse (derzeit etwa 380 Gedichte), 1999 wurde ihm das Silberne Verdienstzeichen des Landes Wien und 2006 das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.

Biografie Prof. Franz Basdera

Prof. Franz Basdera wurde 1948 in Wien geboren. Als Grafiker und Designer ist er Mitglied des Berufsverbandes der bildenden Künstler und Mitglied von Design Austria. 2004 wurde er in das Register of European Designers aufgenommen. In diversen Künstlerlexika u.a. im Lexikon der österreichischen Maler des 20. Jahrhunderts scheinen sein Name und seine Bilder auf. Studienreisen führten ihn nach Italien und 1971 folgte die intensive Beschäftigung mit der bildenden Kunst. Bei über 50 Ausstellungen im In- und Ausland in Galerien und auf Kunstmessen wurden seine Werke präsentiert. Frühere Werke von Franz Basdera hatten die Menschwerdung, Religion und Eros zum Thema, wurden aber 1999 durch "smartart22" und 2002 durch die "KUHnstart" erweitert. Seine grafischen Strichmännchen und Tiermotive sind zwischenzeitlich legendär und europaweit beliebt und bekannt. Seine grafischen Arbeiten sind für die österreichische Auto- und Milchindustrie bzw. für die Papierbranche ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor und werden vor allem in Europa als positiver Imagebaustein für österreichische Qualität eingesetzt. Für die Interessensgemeinschaft Neubaugasse ist Basdera ein unverzichtbarer künstlerischer Leistungsträger. Durch seine künstlerische Begleitung und seinen Lichtprojektionen hat er dem Flohmarkt und der gesamten Einkaufsstraße ein neues Image und ein unverwechselbares Design verpasst.

Biografie Gerhard Heger

Gerhard Heger wurde 1950 in Groß-Wiesendorf/NÖ geboren. Er erlernte zunächst den Beruf des Drogisten und studierte nebenbei an der Hochschule für Musik bei Prof. Ilse Rapf und am Konservatorium Wien bei Kammersänger Waldemar Kmentt als außerordentlicher Hörer Gesang und Oper. Das Studium schloss er mit sehr gutem Erfolg und attestierter Bühnenreife ab. Bei seiner vielseitigen Begabung ist die Klassik seine Sehnsucht geblieben, aber das Wienerlied seine große Liebe geworden. Heger sang an der Volksoper, der Kammeroper Wien, im Theater an der Wien, dem Stadttheater Baden, Berndorf, Wiener Neustadt und wirkte im weltberühmten Chor der Bayreuther Festspiele mit. Als Gesangsinterpret war er 15 Jahre lang ein Drittel der "Drei Kolibris", die als Botschafter der Wiener Musik ein Millionenpublikum aus der ganzen Welt mit österreichischem Kulturgut vertraut machen konnten. Darüber hinaus singt er seit über drei Jahrzehnen in der Heimstätte des Wiener Liedes, dem legendären "Schmid Hansl" mit namhaften Partnern und Partnerinnen. Er betätigte sich als Interpret mit bekannten hochqualifizierten Kolleginnen wie Prof. Karl Nagl, Trude Mally, den Konzertschrammeln, Prof. Karl Hodina, Prof. Rudolf Malat, Rudi Schaupp und Rudi Ratzer. Heger ist seit über 25 Jahren Texter und Komponist. In Organisationen wie zum Beispiel der AKM und dem Verein der Wiener Volkskunst ist er als Vortragender sehr beliebt, da er das Wiener Lied mit Herz und Seele einmalig präsentiert.

Biografie Maximilian Stony

Maximilian Stony wurde 1931 in Zagreb geboren, übersiedelte aber bereits 1939 zu seiner Großmutter nach Wien-Ottakring. Er erlernte den Beruf des Mechanikers bei den ÖBB. Nach der Gesellenprüfung fand er eine Anstellung in einem USIA-Betrieb. Schon damals spielte er im Betriebsorchester die Bassgeige, war als Heurigenmusiker aktiv und nahm 1950 an den Weltjugendfestspielen in Ostberlin teil. Nachdem seine kritische Einstellung gegenüber dem kommunistischen System bekannt wurde, kündigte ihn die sowjetnahe Betriebsleitung. Er fand eine Anstellung bei der Firma Philips, wo er es vom einfachen Mechaniker bis zum Betriebsleiter des Werkes in Treibach-Althofen mit über 1.000 MitarbeiterInnen brachte. Durch Prof. Harry Glöckner erfuhr Maximilian Stony, dass für das Bezirksmuseum Liesing eine neue ehrenamtliche Führung gesucht wurde. Stony begann als provisorischer Leiter 1997 und wurde bereits ein Jahr später definitiver Leiter des Museums. 1998 konnte er das umgebaute und renovierte Bezirksmuseum wieder eröffnen. Ohne sein Wirken wäre es nicht möglich, die Geschichte des Bezirks so eindrucksvoll zu vermitteln. Für das kulturelle Leben in Liesing ist diese Vielzahl an Veranstaltungen eine große und wichtige Bereicherung und somit ein wesentlicher Beitrag zur Erhaltung der Tradition in seinem Heimatbezirk Liesing. Stony trägt damit nachhaltig zur Wahrung der "Alltagskultur" bei.

o Pressebild: www.wien.gv.at/gallery2/rk/run.php?g2_itemId=26618

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