• 23.10.2013, 11:43:11
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GÖD-Finanzgewerkschaft: Etwa 30% aller Arbeitsplätze im Finanzressort gehen verloren.

Offener Brief an die Regierungsspitze.

Utl.: Offener Brief an die Regierungsspitze. =

Wien (OTS) - Die GÖD-Finanzgewerkschaft hat heute einen offenen Brief
mit folgendem Inhalt an die Regierungsspitze gerichtet:

"Herrn
Bundeskanzler Werner Faymann
Bundesparteivorsitzender der SPÖ

Herrn
Vizekanzler Dr. Michael Spindelegger
Bundesparteiobmann der ÖVP

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler!
Sehr geehrter Herr Vizekanzler!

Aus Anlass der jüngst eröffneten Koalitionsverhandlungen weist die
Finanzgewerkschaft einmal mehr dringend darauf hin, dass die
Finanzverwaltung mit den Auswirkungen des rasant sinkenden
Personalstandes (minus 25 % in den letzten 10 Jahren) zu kämpfen hat.
In den nächsten zehn Jahren verlieren wir weitere 4.200
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Ruhestandsversetzungen bzw.
Pensionierungen. Ohne eine entsprechende Gegensteuerung sperrt die
Bundesregierung faktisch jährlich ein Finanzamt zu!

Die Aufgaben werden immer umfangreicher und vielfältiger. Zu deren
Bewältigung benötigen wir hochqualifizierte Kolleginnen und Kollegen,
deren Ausbildung aufgrund der Komplexität des Steuer- und
Abgabenrechtes allerdings einige Jahre dauert. Auch der Rechnungshof
kritisiert in seinen Berichten wiederholt die Personalpolitik
der Bundesregierung insbesondere im Bereich der Steuer- und
Zollverwaltung und hat eine Rechtsbereinigung, eine Vereinfachung
und/oder budgetäre und personelle Aufstockungen gefordert.

Wir fordern daher von der neuen Bundesregierung die sofortige
Aufhebung des Aufnahmestopps in der gesamten Finanzverwaltung und
darüber hinaus legistische Maßnahmen zur Vereinfachung des
Abgabenrechts!

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler/ Sehr geehrter Herr Vizekanzler,
wenn der prekären Personalsituation einerseits und den immer
steigenden Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des
Ressorts andererseits nicht umgehend Einhalt geboten werden, ist die
Funktionsfähigkeit der Finanzverwaltung nicht mehr aufrecht zu
erhalten!

Mit gewerkschaftlichen Grüßen!
Herbert Bayer, e.h.
Vorsitzender

Robert Isak, e.h.
Vorsitzender-Stellvertreter"

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