• 19.10.2013, 17:37:44
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BZÖ-Bundeskonvent: Gerald Grosz mit überwältigender Mehrheit zum neuen Bündnisobmann gewählt

"Das BZÖ wird sich nicht zerstören lassen und es wird uns länger geben, als es unseren politischen Mitbewerbern lieb ist"

Bei einem außerordentlichen Bundeskonvent des BZÖ
im Linzer Ars Electronica Center wurde heute Gerald Grosz mit 179
Stimmen und drei Enthaltungen von 182 Wahlberechtigten zum neuen
Bündnisobmann gewählt.

Utl.: "Das BZÖ wird sich nicht zerstören lassen und es wird uns
länger geben, als es unseren politischen Mitbewerbern lieb
ist" =

Linz (OTS) - Bei einem außerordentlichen Bundeskonvent des BZÖ im
Linzer Ars Electronica Center wurde heute Gerald Grosz mit 179
Stimmen und drei Enthaltungen von 182 Wahlberechtigten zum neuen
Bündnisobmann gewählt. Als seine Stellvertreter wurden die beiden
Gemeinderäte Marianne Edlacher und Florian Heimbucher gewählt.

Am Beginn seiner Rede dankte Gerald Grosz seinen Mitstreitern für
ihre Treue und Loyalität. "Ihr zeigt mit eurem zahlreichen
Erscheinen, dass das BZÖ für euch mehr als eine politische Bewegung
ist, nämlich eine Herzensangelegenheit. Das macht Hoffnung. Mit eurem
Kommen zeigt ihr Interesse am Weiterbestand unserer Bündnisses - und
ihr zeigt Interesse an einem gemeinsamen Neubeginn", sagte Grosz, der
sich auch insbesondere bei Josef Bucher bedankte. "Du warst der
Obmann der Herzen in unserer Bewegung. Wir wissen alle, dass du es
nicht leicht gehabt hast. Mit unserem Applaus wollen wir dir heute
auch zeigen, dass wir auch in Zukunft stolz auf dich sein werden -
weil du ein in unserer politischen Landschaft außergewöhnlich
seriöser, sachlicher, ehrlicher Mensch bist. Das zeigt nicht zuletzt
das Kärntner Wahlergebnis mit fast 11 Prozent und die rund 7.000
Vorzugstimmen, die du erreichen konntest. Daher lasse ich es auch
nicht zu, dass du von Bord gehst, denn du bist für uns weiterhin
unverzichtbar."

"Die Fehler, die gemacht wurden, sind nicht in den letzten zwei
Monaten passiert, sondern schon vor vier Jahren, als wir uns nicht
dazu durchringen konnten, konsequent den Weg weiterzugehen, den uns
Jörg Haider im Jahr 2008 hinterlassen hat - ein Weg, den Josef Bucher
versucht hat, zu adaptieren. Einen Weg für die anständigen, fleißigen
Leistungsträger unseres Staates - kurzum den politisch heimatlosen
Mittelstand. Wir haben diesen Weg auch deshalb nicht ehrlich
vollzogen, weil wir uns insbesondere personell nicht dazu durchringen
konnten, uns von den Altlasten zu befreien", so Grosz.

Schlussendlich sei das BZÖ zwischen FPÖ, Team Stronach und den NEOS
zerrieben worden. Die zukünftige Arbeit als außerparlamentarische
Opposition ist aber für den neuen Bündnisobmann "kein Beinbruch".
Unter seiner Führung werde das BZÖ künftig zwar etwas kantiger und
lauter, aber "ohne dabei den Weg der intellektuellen Redlichkeit zu
verlassen", bekräftigte Grosz. Das Bündnis solle zudem offener werden
und die Menschen einladen, ein Stück des Weges mit ihm zu gehen. "Wir
müssen dabei auch die Nummer 1 in den sozialen Netzwerken werden,
denn dort ist heute die Jugend abzuholen." Auch forderte Grosz eine
verstärkte basisdemokratische Ausrichtung, etwa indem tagespolitische
Themen von den Mitgliedern im Internet abgestimmt werden sollen.

Ein Einzug des BZÖ in den Nationalrat hätte eine große Koalition
verhindert, aber das rot-schwarze System habe nichts ausgelassen um
den BZÖ Steine in den Weg zu legen, kritisierte Grosz, der an das
zwei Wochen vor der Wahl angesetzte Telekom-Urteil erinnerte. "So
schwierig die letzten Wochen auch waren, letztlich ist das
Wahlergebnis aber auch eine große Chance für einen echten Neubeginn.
Denn wer am gusseisernen Bestand angekommen ist, kann nicht mehr viel
falsch, dafür aber vieles neu und besser machen", so Grosz.

"Das BZÖ wird sich nicht zerstören lassen und es wird uns länger
geben, als es unseren politischen Mitbewerbern lieb ist", zeigte sich
Grosz überzeugt. "Die NEOS geben sich zwar ein junges bürgerliches
Äußeres, hinter dem sich aber "die linke Fratze der Heide Schmidt"
verbirgt. Eine Wählertäuschung, die die Menschen mittlerweile
allerdings schon durchschaut haben, genauso wie sie mittlerweile
verstanden haben, dass jede Stimme für das Team Stronach eine
verlorene Stimme war. Und Faymann und Spindelegger schleichen sich
jetzt wieder ins Hochzeits- vulgo "Faulbett" der Großen Koalition.
Wir werden den Stillstand einer solchen Koalition verarzten müssen.
Es besteht kein Grund, an der inhaltlichen Ausrichtung unseres
Bündnisses etwas zu ändern. Denn wir haben schon in den letzten
Jahren die Lösungen für viele Themen, die den Menschen unter den
Nägeln brennen, erarbeitet und werden das auch weiterhin tun", sagte
Grosz abschließend.

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