Neues Volksblatt: "Frei für Europa?" von Manfred MAURER

Ausgabe vom 19. Oktober 2013

Linz (OTS) - Am Sonntag wählt Luxemburg ein neues Parlament. Was die 223.842 Wahlberechtigten des Zwergstaates entscheiden, ist für den Rest der Welt kaum von Belang. Normalerweise. Dieses Mal aber könnte es anders sein.
Der seit fast zwei Jahrzehnten regierende Christdemokrat Jean-Claude Juncker wird zwar seine Partei ziemlich sicher wieder auf Platz eins führen, doch die Sozialdemokraten wollen die Große Koalition nicht mehr, sondern ein Dreier-Bündnis mit Liberalen und Grünen. Wenn sich das mehrheitsmäßig ausgeht, könnte der Wahlsieger Juncker also zum Verlierer werden.
Dieser warnte schon, dass so eine Konstellation nicht im Interesse Luxemburgs wäre. Vielleicht aber ist sie im Interesse Europas. Denn wenn Juncker daheim ausgetrickst wird, ist er frei für neue Aufgaben. 2014 wird in der EU unter anderem das Amt des Kommissionspräsidenten vergeben. Der einstige "Mister Euro" wäre dafür erste Wahl.

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