Sonja Kohn, Gründerin von Bank Medici, gewinnt Verfahren in London

London/Wien (OTS) - WOLF THEISS Mandantin Sonja Kohn, Gründerin und Mehrheitseigentümerin der ehemaligen Bank Medici in Wien, gewinnt das in London anhängige Verfahren, welches von dem Madoff Masseverwalter Irving Picard gegen sie geführt wurde.

Sonja Kohn, Gründerin und Mehrheitseigentümerin der ehemaligen Bank Medici in Wien, gewinnt vor dem High Court in London ein von dem Madoff Masseverwalter Irving Picard durch seine Londoner Liquidatoren gegen sie eingebrachte Klage. Gegenstand der Klage waren die Zahlungen, die Frau Kohn von Madoff durch dessen Londoner Gesellschaft für von ihr erbrachte Leistungen erhalten hat. Mitgeklagt waren die ehemaligen Direktoren der Madoff Gesellschaft, denen vorgeworfen wurde, diese Zahlungen rechtswidrig geleistet zu haben. Das heute ergangene Urteil des Londoner High Court findet klare Worte: Es bestätigt, dass "die Zahlungen an Frau Kohn nichts anderes als eine angemessene Entlohnung für die von ihr rechtmäßig erbrachten Leistungen waren" und dass "Frau Kohn in diesem Zusammenhang voll und ganz redlich gehandelt hat". Der Richter hat dem Vorwurf Picard's, die erbrachten Leistungen wären wertlos, klar widersprochen. Nicht nur das, er stellte ferner fest, dass auch die marktüblichen Konditionen für die Vermittlung von Geschäften dieser Art erheblich höher sind als die von Frau Kohn erhaltenen Zahlungen.

Richter Popplewell ließ keinen Zweifel, dass Frau Kohn Opfer des Madoff Betrugs war und stellte fest, dass "sie und ihre Familie selbst eigenes Vermögen verloren haben und ihr Leben von heute auf morgen ein anderes war".

"Frau Kohn hat giftige Pressemitteilungen (z.B. sie sei die kriminelle Seelenverwandte von Bernard Madoff gewesen ...) [...] über sich ergehen lassen müssen..." so der Richter Popplewell in seinem Urteil. "Ich kann nicht umhin, die lobenswerte Würde und Zurückhaltung, die ich [...] von Frau Kohn während des Verfahrens beobachtet habe, abermals zu betonen", bemerkte Popplewell. "Frau Kohn wusste es nicht, und hatte auch keinen Grund zu vermuten, dass die Vermögensverwaltung [Anm: Madoffs] ein betrügerisches System war", kommt der Richter überzeugt zu seinem Urteil. Er schließt mit den Worten: "Ihre Ehrlichkeit und Integrität hat sich bewährt. Die resolute und gemäßigte Art, mit der sie sich in diesem Verfahren verhalten haben, macht Ihnen alle Ehre."

Anbei die übersetzte Conclusio des 180 Seiten umfassenden Urteils zu Ihrer Verwendung:

Alle Klagen gegen jeden einzelnen Angeklagten schlagen fehl und werden abgewiesen."

"Bernard Madoff's Betrug selbst hat ihr aller Leben verdorben und ihren guten Namen allein durch deren Assoziation mit ihm befleckt, dies ganz abgesehen von den finanziellen Verlusten die einige von ihnen durch Investitionen in dieses Schneeballsystem erlitten haben. Zusätzlich dazu wurde die Last dieser unberechtigten Klage hinzugefügt, welcher schwere Vorwürfe der Unehrlichkeit anhafteten, wodurch finanzieller Ruin und persönliche Demütigung drohten. Es begann ohne Vorwarnung - einige stellten durch das Lesen der Zeitungen fest, dass sie Gegenstand der Klage waren - und die Beklagten wurden aggressiv und unnachgiebig über mehrere Jahre verfolgt, gelegentlich sogar mit einem ungerechtfertigten Ausmaß an Übertreibung (zum Beispiel als die MSIL Kohn Zahlungen als "geheime Schmiergelder" bezeichnet wurden, obwohl sie nichts Geheimes an sich hatten und selbst nach MSIL's eigener Behauptung, waren es Vermittlungsprovisionen, die nicht überhöht waren). Frau Kohn hat giftige Pressemitteilungen des SIPA Treuhänders über sich ergehen lassen müssen (z. B. als sie als Bernard Madoff's "kriminelle Seelenverwandte, deren Gier und unehrlicher Einfallsreichtum seine eigene erreicht" dargestellt wurde), war Gegenstand einer weltweiten Sicherstellungsentscheidung und musste eine umfassende Offenlegung des Vermögens und der Angelegenheiten ihrer Familie erdulden... Der Stress, der ihnen durch dieses Verfahren auferlegt wurde, muss für sie und ihre Familien immens gewesen sein, so wie es auch für Andrew Madoff gewesen sein muss, ernsthaft an Krebs erkrankt, ebenso für seine Familie und jene seiner Brüder. Ich bedaure sehr, dass ich Ihnen eine weitere Belastung durch den Zeitraum, der zur Vorbereitung dieses Urteils nötig war, aufgebürdet habe. Ihre Ehrlichkeit und Integrität hat sich bewährt. Die resolute und gemäßigte Art, mit der sie sich in diesem Verfahren verhalten haben, macht Ihnen alle Ehre."

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Dr. Clemens Trauttenberg, WOLF THEISS Rechtsanwälte GmbH
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