• 18.10.2013, 15:39:38
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Sonja Kohn, Gründerin von Bank Medici, gewinnt Verfahren in London

London/Wien (OTS) - WOLF THEISS Mandantin Sonja Kohn, Gründerin und
Mehrheitseigentümerin der ehemaligen Bank Medici in Wien, gewinnt das
in London anhängige Verfahren, welches von dem Madoff Masseverwalter
Irving Picard gegen sie geführt wurde.

Sonja Kohn, Gründerin und Mehrheitseigentümerin der ehemaligen
Bank Medici in Wien, gewinnt vor dem High Court in London ein von dem
Madoff Masseverwalter Irving Picard durch seine Londoner Liquidatoren
gegen sie eingebrachte Klage. Gegenstand der Klage waren die
Zahlungen, die Frau Kohn von Madoff durch dessen Londoner
Gesellschaft für von ihr erbrachte Leistungen erhalten hat.
Mitgeklagt waren die ehemaligen Direktoren der Madoff Gesellschaft,
denen vorgeworfen wurde, diese Zahlungen rechtswidrig geleistet zu
haben. Das heute ergangene Urteil des Londoner High Court findet
klare Worte: Es bestätigt, dass "die Zahlungen an Frau Kohn nichts
anderes als eine angemessene Entlohnung für die von ihr rechtmäßig
erbrachten Leistungen waren" und dass "Frau Kohn in diesem
Zusammenhang voll und ganz redlich gehandelt hat". Der Richter hat
dem Vorwurf Picard's, die erbrachten Leistungen wären wertlos, klar
widersprochen. Nicht nur das, er stellte ferner fest, dass auch die
marktüblichen Konditionen für die Vermittlung von Geschäften dieser
Art erheblich höher sind als die von Frau Kohn erhaltenen Zahlungen.

Richter Popplewell ließ keinen Zweifel, dass Frau Kohn Opfer des
Madoff Betrugs war und stellte fest, dass "sie und ihre Familie
selbst eigenes Vermögen verloren haben und ihr Leben von heute auf
morgen ein anderes war".

"Frau Kohn hat giftige Pressemitteilungen (z.B. sie sei die
kriminelle Seelenverwandte von Bernard Madoff gewesen ...) [...] über
sich ergehen lassen müssen..." so der Richter Popplewell in seinem
Urteil. "Ich kann nicht umhin, die lobenswerte Würde und
Zurückhaltung, die ich [...] von Frau Kohn während des Verfahrens
beobachtet habe, abermals zu betonen", bemerkte Popplewell. "Frau
Kohn wusste es nicht, und hatte auch keinen Grund zu vermuten, dass
die Vermögensverwaltung [Anm: Madoffs] ein betrügerisches System
war", kommt der Richter überzeugt zu seinem Urteil. Er schließt mit
den Worten: "Ihre Ehrlichkeit und Integrität hat sich bewährt. Die
resolute und gemäßigte Art, mit der sie sich in diesem Verfahren
verhalten haben, macht Ihnen alle Ehre."

Anbei die übersetzte Conclusio des 180 Seiten umfassenden Urteils
zu Ihrer Verwendung:

Alle Klagen gegen jeden einzelnen Angeklagten schlagen fehl und
werden abgewiesen."

"Bernard Madoff's Betrug selbst hat ihr aller Leben verdorben und
ihren guten Namen allein durch deren Assoziation mit ihm befleckt,
dies ganz abgesehen von den finanziellen Verlusten die einige von
ihnen durch Investitionen in dieses Schneeballsystem erlitten haben.
Zusätzlich dazu wurde die Last dieser unberechtigten Klage
hinzugefügt, welcher schwere Vorwürfe der Unehrlichkeit anhafteten,
wodurch finanzieller Ruin und persönliche Demütigung drohten. Es
begann ohne Vorwarnung - einige stellten durch das Lesen der
Zeitungen fest, dass sie Gegenstand der Klage waren - und die
Beklagten wurden aggressiv und unnachgiebig über mehrere Jahre
verfolgt, gelegentlich sogar mit einem ungerechtfertigten Ausmaß an
Übertreibung (zum Beispiel als die MSIL Kohn Zahlungen als "geheime
Schmiergelder" bezeichnet wurden, obwohl sie nichts Geheimes an sich
hatten und selbst nach MSIL's eigener Behauptung, waren es
Vermittlungsprovisionen, die nicht überhöht waren). Frau Kohn hat
giftige Pressemitteilungen des SIPA Treuhänders über sich ergehen
lassen müssen (z. B. als sie als Bernard Madoff's "kriminelle
Seelenverwandte, deren Gier und unehrlicher Einfallsreichtum seine
eigene erreicht" dargestellt wurde), war Gegenstand einer weltweiten
Sicherstellungsentscheidung und musste eine umfassende Offenlegung
des Vermögens und der Angelegenheiten ihrer Familie erdulden... Der
Stress, der ihnen durch dieses Verfahren auferlegt wurde, muss für
sie und ihre Familien immens gewesen sein, so wie es auch für Andrew
Madoff gewesen sein muss, ernsthaft an Krebs erkrankt, ebenso für
seine Familie und jene seiner Brüder. Ich bedaure sehr, dass ich
Ihnen eine weitere Belastung durch den Zeitraum, der zur Vorbereitung
dieses Urteils nötig war, aufgebürdet habe. Ihre Ehrlichkeit und
Integrität hat sich bewährt. Die resolute und gemäßigte Art, mit der
sie sich in diesem Verfahren verhalten haben, macht Ihnen alle Ehre."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WOT

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