• 18.10.2013, 13:30:14
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"Orientierung" über die Toten vom Mittelmeer und den Fall Tebartz-van Elst

Am 20. Oktober um 12.30 Uhr in ORF 2

Utl.: Am 20. Oktober um 12.30 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) - Christoph Riedl präsentiert "Orientierung" am Sonntag,
dem 20. Oktober 2013, um 12.30 Uhr in ORF 2 mit folgenden Themen:

Hoffnung Europa - Warum die vielen Toten im Mittelmeer?

339 Flüchtlinge aus Afrika haben am 3. Oktober - per Boot auf dem Weg
nach Europa - im Mittelmeer den Tod gefunden. Sie waren nicht die
Ersten. Aber diese Tragödie hat Europa wachgerüttelt. Der Ruf nach
Konsequenzen wurde laut: Die EU solle etwas tun, Schlepperei solle
härter bekämpft, das Mittelmeer besser überwacht werden. Doch das
Mittelmeer ist längst eine Hochsicherheitszone, sagt Elias Bierdel,
Migrationsexperte am Österreichischen Studienzentrum für Frieden und
Konfliktlösung auf Burg Schlaining. Es sei auch bisher schon kaum
möglich gewesen, die Flüchtlingsboote zu übersehen, doch die
europäische Abschottungspolitik lasse uns wegschauen.

Im "Orientierung"-Studiogespräch: Michael Chalupka, Direktor der
evangelischen Diakonie. Er meint, der uneingeschränkte Schutz von
Menschenleben müsse im Zentrum einer jeden Flüchtlingspolitik stehen
und nicht die Abschottung durch den "Ausbau des Grenzschutzes an den
Außengrenzen". Auch in der humanitären Verantwortung Österreichs
liege es, alles daranzusetzen, dass "in Zukunft Menschenleben von
Flüchtlingen nicht mehr fahrlässig aufs Spiel gesetzt werden".

Deutscher Bischof vor dem Rücktritt? Der Fall Franz-Peter Tebartz-van
Elst

Ins Kreuzfeuer der Kritik ist er in den vergangenen Wochen geraten:
der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. Die
Hauptvorwürfe: Lüge, mangelnde Transparenz und Verschwendung. Im
Zusammenhang mit einem Erste-Klasse-Flug nach Indien habe er die
Unwahrheit gesagt. Schwerwiegender aber: Die Baukosten für den neuen
Bischofssitz seien völlig aus dem Ruder gelaufen. Von ursprünglich
genannten 2,5 Millionen Euro seien die Kosten auf nunmehr mindestens
31 Millionen gestiegen. Wer was gewusst bzw. nicht gewusst hat, wie
und mit wessen Wissen welche Entscheidungen gefällt worden sind, soll
nun von einer eigenen Prüfungskommission geklärt werden. Und auch
Papst Franziskus ist mit dem Fall Franz-Peter Tebartz-van Elst
beschäftigt: Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert
Zollitsch, hat am Donnerstag den Pontifex in einem persönlichen
Gespräch informiert. Auch der umstrittene Bischof reiste am
vergangenen Wochenende nach Rom - wohl mit dem Ziel, selbst beim
Papst vorstellig werden zu können, um die Sachlage aus seiner Sicht
zu schildern.

Mouhanad Khorchide: Plädoyer für einen "zeitgemäßen Islam"

Als muslimischer "Startheologe" gilt er in Deutschland - und als
gefragter Mann, wenn es um die mediale Auseinandersitzung mit Fragen
rund um den Islam geht: Mouhanad Khorchide, Österreicher mit
libanesischen Wurzeln, Buchautor (z. B. "Scharia - der
missverstandene Gott. Der Weg zu einer modernen islamischen Ethik")
und Professor für Islamische Religionspädagogik an der Westfälischen
Wilhelms-Universität in Münster. Dort wird seit einem Jahr das
Studienfach "Islamische Religionslehre" angeboten. Mit großem Erfolg:
Auf 150 Studienplätze haben sich 700 muslimische Studentinnen und
Studenten beworben. Ein "Orientierung"-Team hat den prominenten
Theologen und Sozialwissenschafter in Münster besucht und sich unter
jungen Muslimen an "seiner" Universität umgehört.

Wenn Nonnen Abschied nehmen: Kinostart für "Die große Reise"

Es waren schwierige Monate Ende 2010, Anfang 2011 für die mehr als 20
Ordensfrauen im Annunziata-Kloster im niederösterreichischen
Eichgraben: Die Ordensleitung der Franziskanerinnen-Missionarinnen
Mariens hatte beschlossen, das traditionsreiche Kloster im Wienerwald
zu verkaufen. Die Schwestern, die meisten von ihnen seit vielen
Jahrzehnten im Annunziata-Kloster zu Hause, mussten sich mit dem
Gedanken anfreunden, zu übersiedeln. Diese Zeit des Abschiednehmens
und Loslassens rückt der berührende Dokumentarfilm "Die große Reise"
- Regie: Helmut Manninger, mitfinanziert u. a. vom ORF - in den
Blick. Die "Orientierung" zeigt Ausschnitte aus dem Film und hat
einige Ordensfrauen in ihrer "neuen Heimat", in Seitenstetten,
besucht.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar.

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