4,5 Milliarden EUR Kirchenvermögen in Österreich: Nicht nur deutsche Bischöfe schwimmen im Geld

Österreichs Bischöfe verschweigen ihr persönliches Vermögen

Wien (OTS) - Während sich Deutschland über den Fall des Luxusbischofs Tebartz-van Elst empört, herrscht hierzulande völlige Intransparenz, was das Vermögen der Bischöfe betrifft. Dabei hat bereits 2012 der Kirchenvermögensexperte Carsten Frerk in seinem Buch "Gottes Werk und unser Beitrag" aufgedeckt, dass Österreichs Kirche ein seriös geschätztes Vermögen von mindestens 4,5 Milliarden EUR besitzt. Geschätzt deswegen, weil über die tatsächlichen Besitzverhältnisse keine Auskunft erteilt wird.

Kardinal Schönborn: 152 Millionen EUR, Beiteiligung am Glückspiel inklusive

In diesem Frühjahr hat die "Initiative gegen Kirchenprivilegien" eine Anfrage an alle österreichischen Bischöfe zu ihren Mensalgütern gestellt, ohne Antwort erhalten zu haben. Mensalien sind jene geheime Gelder und Besitztümer, die den Bischöfen und dem Kardinal persönlich zustehen und ihnen ein feudales Leben ermöglichen sollen. So wurde Kardinal Christoph Schönborn bei Amtsübernahme ein geschätztes Vermögen von rund 152 Mio EUR übergeben, bestehend aus tausenden Hektar Ländereien (samt dazugehörigen EU Subventionen) und 14 Jagdgebieten, einem Anteil an der Privatbank Schellhammer & Schattera, die mit rund 10% am Glücksspiel in Österreich beteiligt ist, Immobilien u.v.m. Zum Vermögen des Kardinal zählt auch jene Geheim-Stiftung, die von leidtragenden Bauern im Weinviertel des Landgrabbings beschuldigt wird. Schönborn stellt sich gerne als armer Kirchenmann dar, in Wirklichkeit zählt er zu den 100 reichsten Österreichern.

Intransparent und undemokratisch

Die Initiative gegen Kirchenprivilegien verlangt anlässlich des Skandals um Luxusbischof Tebartz-van Elst eine Offenlegung der kirchlichen Mensalien auch in Österreich, mit geschätztem Mindest-Wert von 417 Mio EUR. "Durch ihre Beteiligung an meinungsbildenden Unternehmen wie Verlagen und Medienhäusern übt die Kirche auch einen verdeckten, aber starken gesellschaftspolitischen Einfluss aus. Das ist ebenso undemokratisch wie die mangelnde Transparenz bei den Mensalien", kritisiert der Sprecher der Initiative gegen Kirchenprivilegien Christian Fiala. "Was haben die österreichischen Bischöfe zu verbergen? Wieso machen sie ihre Besitzverhältnisse nicht öffentlich?"

Buchtipp: Gottes Werk und unser Beitrag, Kirchenfinanzierung in Österreich. www.czernin-verlag.com/buch/gottes-werk-und-unser-beitrag

www.kirchen-privilegien.at

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