• 15.10.2013, 13:39:40
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Karlheinz Töchterle: Neu gestalteter Sub auspiciis Ehrenring verbindet Exzellenz und Eleganz

Entwurf der Industrial Design Studentin Julia Obermüller von Juweliere A.E. Köchert umgesetzt

Entwurf der Industrial Design Studentin Julia
Obermüller von Juweliere A.E. Köchert umgesetzt

Utl.: Entwurf der Industrial Design Studentin Julia Obermüller von
Juweliere A.E. Köchert umgesetzt =

Wien (OTS) - 60 Jahre Sub auspiciis - das runde Jubiläum der
Promotion unter den Auspizien des Bundespräsidenten wurde zum Anlass
genommen, den Ehrenring neu zu gestalten. Zahlreiche Studierende
haben sich an der Initiative des Wissenschafts- und
Forschungsministeriums beteiligt und Entwürfe eingereicht, die Jury
entschied sich für jenen der Industrial Design Studentin Julia
Obermüller von der Universität für angewandte Kunst Wien. "Der neu
gestaltete Ehrenring ist eine stimmige Verbindung von Exzellenz und
Eleganz", so Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz
Töchterle bei der gemeinsamen Präsentation mit Julia Obermüller,
Wolfgang Köchert und Christoph Köchert. Die traditionsreichen
Juweliere A.E. Köchert hatten den Entwurf, der auf einer Abwandlung
des Möbiusbandes beruht, in den vergangenen Wochen umgesetzt.

"In Österreich haben Bildung, Wissenschaft und Forschung oft nicht
den Stellenwert in der Gesellschaft, wie ich es mir wünschen würde.
Ich freue mich daher besonders, mit dem sub auspiciis Praesidentis
Ehrenring eine der wichtigsten Auszeichnungen in diesen Bereichen neu
gestaltet zu haben. Der Ring ist ein Symbol für die Bedeutung aller
Bildungsstufen - vom Kindergarten bis zur Universität", so Julia
Obermüller. "Die fünf Seiten des Ringes laufen ineinander über und
sind untrennbar miteinander verbunden. Dadurch spiegeln sie die
Kriterien zur Erlangung dieser Ehrung wider und stellen eine
Verbindung zwischen meinem Design und der Auszeichnung her." Das
Spruchband und der Bundesadler werden durch Vertiefungen im Ring
gebildet, das Bindenschild bildet eine emaillierte Goldplatte. Die
Jury hob die schlichte Eleganz des Entwurfes hervor, welche in der
Tradition der bisherigen Ehrenringe steht, diese aber in einer
zeitlos modernen Form weiter entwickelt.

"Wir freuen uns sehr, dass wir als Juweliere unser Fachwissen in die
Entwicklung des neuen Sub auspiciis Ringes mit einbringen durften.
Nachdem wir ja nicht nur das letzte Modell vor mehrerer Dekaden
entwickelt haben, sondern auch schon in der Monarchie den Sub
auspiciis imeratoris anfertigten, war es uns sehr wichtig, ein
zeitgemäßes Ringmodell, das sowohl von Damen als auch von Herren bei
jeder Gelegenheit getragen werden kann, mit zu entwickeln. Frau
Obermüllers Entwurf ist elegant, zeitgemäß und sehr gut tragbar -
sozusagen richtungsweisend für die nächsten Dekaden", so Wolfgang
Köchert.

Anlässlich des sechzigjährigen Bestehens der Promotion unter den
Auspizien des Bundespräsidenten wurde im vergangenen Jahr seitens des
Wissenschafts- und Forschungsministeriums die Initiative zur
Neugestaltung des Ehrenringes initiiert. Neben dem Ring, der mit
kommendem Jahr verliehen wird, erhalten die ausgezeichneten Personen
ein Exzellenzstipendium in der Höhe von 9.000 Euro. Diese Mittel
können für eine Laufzeit von zwei Jahren unter anderem für
wissenschaftliche Vorträge und Kongresse verwendet werden.

Am 5. März 1952 wurde das Bundesgesetz über die Verleihung des
Doktorats unter den Auspizien des Bundespräsidenten geschaffen. Die
erste Verleihung fand an der Universität Innsbruck unter den
Auspizien von Theodor Körner Ende 1952 statt. Voraussetzungen für die
Promotion sub auspiciis Praesidentis rei publicae sind ein sehr guter
Erfolg der oberen Klassen einer "mittleren Lehranstalt", eine mit
Auszeichnung an einer "mittleren Lehranstalt" abgelegte Reifeprüfung,
beste Prüfungsergebnisse in allen Gegenständen, im
Universitätsstudium das Absolvieren aller "strengen Prüfungen
(Rigorosen)" zur Erwerbung des Doktorgrades, die Bewertung der
einschlägigen Dissertation jeweils mit Auszeichnung und keine
Überschreitung einer durchschnittlich normalen Studiendauer sowie die
Vorgabe, "sich durch sein Verhalten sowohl an der Hochschule als auch
außerhalb derselben als auszeichnungswürdig erwiesen" zu haben. Diese
Voraussetzungen haben seit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes mehr als
1.000 Absolventinnen und Absolventen erfüllt. Darunter beispielsweise
der Rektor der Universität Wien Dr. Heinz Engl, der ehemalige
Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Dr. Helmut
Denk, der Mathematiker Dr. Rudolf Taschner, die Friedensforscherin
Dr. Hildegard Goss-Mayr und der Rektor der Fachhochschule Campus Wien
Artur Mettinger.

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