• 15.10.2013, 12:54:02
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Schluss mit leeren Versprechen - Schluss mit leeren Sprechblasen!

Im Bild v.l.n.r.: Erwin Eder (GF Dreikönigsaktion),
Annelies Vilim (GF Globale Verantwortung), Gabriele Tebbich (GF
HORIZONT3000), Michael Chalupka (Direktor Diakonie Österreich),
Rupert Roniger (GF LICHT FÜR DIE WELT).

Wien (OTS) - Die 46 Organisationen der Kampagne "Mir wurscht...?"
appellierten heute Vormittag anlässlich der beginnenden
Koalitionsverhandlungen mit dutzenden leeren Sprechblasen an die
zukünftige Bundesregierung: Sie fordern einen zeitlich definierten
Stufenplan zur Erhöhung der budgetären Mittel für
Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe im nächsten
Regierungsprogramm. Die leeren Sprechblasen symbolisieren die leeren
Worte der vergangenen Regierungsperioden - also die ständigen
Versprechen, Zusagen und Verpflichtungen Österreichs, einen fairen
Beitrag zur internationalen Armutsbekämpfung leisten.

Statt der international vereinbarten 0.7% des BNE für öffentliche
Entwicklungszusammenarbeit leistet Österreich derzeit gerade 0.28%.
Auch die Mittel für direkte Hilfe im Ausland werden seit 2010
jährlich gekürzt. Die KampagnenvertreterInnen fordern daher den Stopp
des Totsparens bei der Entwicklungszusammenarbeit und Humanitären
Hilfe und das Ende leerer Worte - sowie konkrete Maßnahmen, um die
bevorstehende Trendwende in der österreichischen Entwicklungspolitik
einzuleiten: Verbesserte Strukturen und eine Erhöhung der budgetären
Mittel. Diese Maßnahmen müssen in einem konkreten und zeitlich
definierten Stufenplan im künftigen Regierungsprogramm verankert
werden.

Michael Chalupka, Direktor Diakonie Österreich

"Wir sind reich und konsumieren viel. Und wir konsumieren auf
Kosten von Menschen in Ländern im Süden. Die Ausgaben für
Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe zu kürzen heißt, die
Vorstellung aufzugeben, dass wir in EINER Welt leben. Wenn
Globalisierung zu unserer Zeit gehört, dann ist globales Denken und
Handeln Aufgabe jeder Bundesregierung. Globale entwicklungspolitische
Verantwortung drückt sich nicht in schönen Worten aus, sondern in
politischen Entscheidungen. Und diesen müssen Taten folgen, die einen
Beitrag zu einer gerechteren Verteilung der Ressourcen weltweit
leisten. Ausreichende Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und
Humanitäre Hilfe sind in diesem Zusammenhang eine
Mindestvoraussetzung."

Erwin Eder, Geschäftsführer Dreikönigsaktion

"Lippenbekenntnisse, Sprechblasen und gebrochene Versprechen sind
in der österreichischen Entwicklungspolitik leider zu einer
endemischen Krankheit geworden. Kein anderer Bereich wird so
regelmäßig von Sonntagsreden und gebrochenen Versprechungen
heimgesucht, wie die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit."

Rupert Roniger, Geschäftsführer von LICHT FÜR DIE WELT

"Wir haben genug von leeren Versprechen und unverbindlichen
Zusagen. Wir fordern Maßnahmen! Die Flüchtlingstragödie vor Lampedusa
macht auf tragische Weise sichtbar, wie wichtig
Entwicklungszusammenarbeit ist. Das neue Regierungsprogramm muss
konkrete Schritte und einen Zeitplan beinhalten, wie das Budget für
Entwicklungszusammenarbeit aufgestockt wird. Es geht um das Leben von
Millionen Menschen."

Gabriele Tebbich, Geschäftsführerin HORIZONT3000

"Ich fordere die neue österreichische Bundesregierung auf, zu
ihren Versprechen zu stehen. Funktionierende, langfristige
Entwicklungszusammenarbeit ist ein bewährtes Mittel, um Hilfe im
Heimatland zu gewähren. Die permanenten Budgetkürzungen führen in die
menschlichen Katastrophen, mit denen wir derzeit täglich konfrontiert
werden."

Annelies Vilim, Geschäftsführerin AG Globale Verantwortung

"Seit Jahren fordern wir von der Bundesregierung Taten und die
schrittweise Erhöhung der Budgetmittel für die
Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe. Jetzt wird im
Regierungsprogramm der Kurs der nächsten fünf Jahre festgelegt -
nachdem in den Wahlprogrammen von ÖVP und SPÖ ein klares Bekenntnis
zum 0.7% Ziel festgehalten ist, gehen wir von einer Erhöhung der
budgetären Mittel aus. Die Zeit für eine Trendwende in der
österreichischen Entwicklungspolitik ist reif."

Kampagne "mir wurscht...?":

Das Ziel der Kampagne "mir wurscht..." ist die Trendwende in der
österreichischen Entwicklungspolitik, eine Erhöhung der Mittel für
bilaterale Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe sowie eine
neue gesetzliche Grundlage für deren Budgets.

Mehr Infos: www.mirwurscht.org www.facebook.com/mirwurscht2012

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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