Schwarzmann: Frauen produzieren 80% der Lebensmittel in Entwicklungsländern

Förderung der Landfrauen ist weltweit beste Maßnahme zur Ernährungssicherung

Wien (OTS) - "Bäuerinnen und Landfrauen in den Entwicklungsländern produzieren unter teilweise sehr schwierigen Bedingungen rund 80% der Lebensmittel und sichern somit die Versorgung ihrer Familien. Obwohl der Großteil zwar selbstständig Landwirtschaft betreibt und sich auch im sozialen sowie kulturellen Bereich engagiert, bleibt ihnen der Zugang zu Landbesitz, Investitionskrediten und Bildungs- wie auch Gesundheitseinrichtungen nach wie vor häufig verwehrt. Umso mehr sind sie auf Hilfe und Unterstützung aus aller Welt angewiesen. Die gezielte Förderung und Stärkung der Frauen ist weltweit eine der wirksamsten Maßnahmen zur Sicherung der Ernährung", appellierte Andrea Schwarzmann, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen in der Landwirtschaftskammer Österreich, anlässlich des Welttages der Landfrauen dafür, Frauen-Projekte im Kampf gegen die globale Armut verstärkt zu unterstützen.

"Landfrauen und Bäuerinnen sind weltweit treibende Kräfte für die ökonomische Entwicklung eines Landes und bilden das Rückgrat jeder Gesellschaft. Rund 30% der landwirtschaftlichen Produktion in der industrialisierten westlichen Welt wird von Frauen erbracht. In Afrika produzieren sie sogar 100% der täglichen Nahversorgung und auch in Asien liefern Frauen mit ihrer Arbeit mehr als 50% der Reisproduktion", so die Bundesbäuerin.

Am 16. Oktober ist Welternährungstag

Die Frauen in der Landwirtschaft sind nicht nur bei der Sicherung der Ernährung unersetzlich, sondern leisten auch beim Schutz der Umwelt und wichtiger Ressourcen für nachfolgende Generationen einen bedeutenden Beitrag. Um der Öffentlichkeit diese Leistungen der Bäuerinnen und Landfrauen in aller Welt bewusst zu machen, wurde 1995 bei der UNO-Welt-Frauenkonferenz in Peking (China) der Weltlandfrauentag ins Leben gerufen. Ziel ist es, den internationalen Austausch und das Verständnis zwischen Landfrauen aller Nationen zu fördern und auf ihre besonderen Leistungen für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt hinzuweisen. Derzeit sind rund 300 Mitgliedsorganisationen mit rund 9 Mio. Landfrauen aus 68 Ländern im Weltlandfrauenverband vertreten. Der Welternährungstag am 16.10. wurde 1979 von der Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) eingeführt, um auf die weltweite Ernährungssituation, vor allem in den Entwicklungsländern, hinzuweisen.

ARGE Bäuerinnen unterstützt Projekt "Nahrungssicherung Zimbabwe"

"Als Mitglied im Weltlandfrauenverband (ACWW) unterstützt die ARGE Österreichische Bäuerinnen sowohl die zentralen Forderungen der Landfrauen nach Chancengleichheit beim Zugang zu politischen Entscheidungsfunktionen als auch bezüglich der Umsetzung des Menschenrechts auf Nahrung", betont Schwarzmann. Als Beispiel verweist sie auf ein Projekt des Hilfswerks Austria International in Zimbabwe, wo zehn regionale Pflanzen, Früchte, Öle und Gewürze mit Marktpotenzial, wie etwa der Affenbrotbaum, identifiziert und vermarktet werden. Während der dreijährigen Laufzeit dieses Projektes sollen 4.000 Bäuerinnen und Bauern erreicht werden.

Macia Matsika ist Leiterin der Erntehelferinnen in Chimanimani im Osten Simbabwes. Ihre Ausbildung dazu hat sie in einem Workshop erhalten und gibt nun mit Begeisterung dieses Wissen an andere Frauen im Dorf weiter. Was sie am meisten freut ist die Tatsache, dass sie nun auch das Schulgeld bezahlen und ausreichend Essen für ihre Kinder kaufen kann. Das Spendenkonto für dieses Landfrauenprojekt des Hilfswerks Austria International lautet: PSK 90.001.002, "Nahrungssicherung Zimbabwe", BLZ 60.000.

Die Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen wurde 1972 gegründet und vertritt als größte heimische Organisation in diesem Bereich die Interessen von rund 130.000 österreichischen Bäuerinnen. Die Koordinierung der in allen Bundesländern vertretenen ARGE Bäuerinnen erfolgt in der LK Österreich.
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