- 14.10.2013, 10:03:13
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Schwarzmann: Frauen produzieren 80% der Lebensmittel in Entwicklungsländern
Förderung der Landfrauen ist weltweit beste Maßnahme zur Ernährungssicherung
Utl.: Förderung der Landfrauen ist weltweit beste Maßnahme zur
Ernährungssicherung =
Wien (OTS) - "Bäuerinnen und Landfrauen in den Entwicklungsländern
produzieren unter teilweise sehr schwierigen Bedingungen rund 80% der
Lebensmittel und sichern somit die Versorgung ihrer Familien. Obwohl
der Großteil zwar selbstständig Landwirtschaft betreibt und sich auch
im sozialen sowie kulturellen Bereich engagiert, bleibt ihnen der
Zugang zu Landbesitz, Investitionskrediten und Bildungs- wie auch
Gesundheitseinrichtungen nach wie vor häufig verwehrt. Umso mehr sind
sie auf Hilfe und Unterstützung aus aller Welt angewiesen. Die
gezielte Förderung und Stärkung der Frauen ist weltweit eine der
wirksamsten Maßnahmen zur Sicherung der Ernährung", appellierte
Andrea Schwarzmann, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft
Österreichische Bäuerinnen in der Landwirtschaftskammer Österreich,
anlässlich des Welttages der Landfrauen dafür, Frauen-Projekte im
Kampf gegen die globale Armut verstärkt zu unterstützen.
"Landfrauen und Bäuerinnen sind weltweit treibende Kräfte für die
ökonomische Entwicklung eines Landes und bilden das Rückgrat jeder
Gesellschaft. Rund 30% der landwirtschaftlichen Produktion in der
industrialisierten westlichen Welt wird von Frauen erbracht. In
Afrika produzieren sie sogar 100% der täglichen Nahversorgung und
auch in Asien liefern Frauen mit ihrer Arbeit mehr als 50% der
Reisproduktion", so die Bundesbäuerin.
Am 16. Oktober ist Welternährungstag
Die Frauen in der Landwirtschaft sind nicht nur bei der Sicherung
der Ernährung unersetzlich, sondern leisten auch beim Schutz der
Umwelt und wichtiger Ressourcen für nachfolgende Generationen einen
bedeutenden Beitrag. Um der Öffentlichkeit diese Leistungen der
Bäuerinnen und Landfrauen in aller Welt bewusst zu machen, wurde 1995
bei der UNO-Welt-Frauenkonferenz in Peking (China) der
Weltlandfrauentag ins Leben gerufen. Ziel ist es, den internationalen
Austausch und das Verständnis zwischen Landfrauen aller Nationen zu
fördern und auf ihre besonderen Leistungen für Gesellschaft,
Wirtschaft und Umwelt hinzuweisen. Derzeit sind rund 300
Mitgliedsorganisationen mit rund 9 Mio. Landfrauen aus 68 Ländern im
Weltlandfrauenverband vertreten. Der Welternährungstag am 16.10.
wurde 1979 von der Organisation für Ernährung und Landwirtschaft
(FAO) eingeführt, um auf die weltweite Ernährungssituation, vor allem
in den Entwicklungsländern, hinzuweisen.
ARGE Bäuerinnen unterstützt Projekt "Nahrungssicherung
Zimbabwe"
"Als Mitglied im Weltlandfrauenverband (ACWW) unterstützt die ARGE
Österreichische Bäuerinnen sowohl die zentralen Forderungen der
Landfrauen nach Chancengleichheit beim Zugang zu politischen
Entscheidungsfunktionen als auch bezüglich der Umsetzung des
Menschenrechts auf Nahrung", betont Schwarzmann. Als Beispiel
verweist sie auf ein Projekt des Hilfswerks Austria International in
Zimbabwe, wo zehn regionale Pflanzen, Früchte, Öle und Gewürze mit
Marktpotenzial, wie etwa der Affenbrotbaum, identifiziert und
vermarktet werden. Während der dreijährigen Laufzeit dieses Projektes
sollen 4.000 Bäuerinnen und Bauern erreicht werden.
Macia Matsika ist Leiterin der Erntehelferinnen in Chimanimani im
Osten Simbabwes. Ihre Ausbildung dazu hat sie in einem Workshop
erhalten und gibt nun mit Begeisterung dieses Wissen an andere Frauen
im Dorf weiter. Was sie am meisten freut ist die Tatsache, dass sie
nun auch das Schulgeld bezahlen und ausreichend Essen für ihre Kinder
kaufen kann. Das Spendenkonto für dieses Landfrauenprojekt des
Hilfswerks Austria International lautet: PSK 90.001.002,
"Nahrungssicherung Zimbabwe", BLZ 60.000.
Die Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen wurde 1972
gegründet und vertritt als größte heimische Organisation in diesem
Bereich die Interessen von rund 130.000 österreichischen Bäuerinnen.
Die Koordinierung der in allen Bundesländern vertretenen ARGE
Bäuerinnen erfolgt in der LK Österreich.
(Schluss)
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