- 14.10.2013, 09:30:41
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Tatort Internet: Neue Versicherung gegen Cyber-Risiken in Österreich
Wien (OTS) - Mit zunehmender Digitalisierung, der Vernetzung von
Geschäftsprozessen und immer komplexer werdenden Technologien wächst
für Österreichs Unternehmen die Bedrohung aus dem Internet. In den
letzten beiden Jahren machte bereits jede vierte Firma im deutschen
Sprachraum mit Cyberkriminalität Bekanntschaft - von
Datenmanipulation und Identitätsdiebstahl bis zu Sabotage und
Betriebsspionage. Die Aufklärungsquote für "e-Crimes" liegt
allerdings bei lediglich 25 Prozent, Tendenz weiter fallend. Eines
der größten Probleme in diesem Zusammenhang - die mangelnde
Versicherbarkeit - ist ab sofort behoben. Mit "Allianz Cyber Protect"
bietet die Allianz eine Versicherungslösung an, die alle wesentlichen
Risikoszenarien berücksichtigt und individuell und modular gestaltet
werden kann.
Cybercrime im Vormarsch
Die Zahlen geben zu denken. In Österreich wurden laut
Bundeskriminalamt im letzten Jahr mehr als 10.000 Fälle von
Internet-Kriminalität zur Anzeige gebracht. In Unternehmen richten
Cybercrimes im Durchschnitt Schäden von rund 400.000 Euro an, in
Einzelfällen gehen diese in Millionenhöhe. Und ein Großteil der
heimischen Unternehmen erwartet eine weitere Zunahme von e-Crime und
IT-Sicherheitsproblemen in den kommenden Jahren. Nur 54 Prozent der
größeren österreichischen Unternehmen berücksichtigen mögliche
Internet-Attacken jedoch in ihrem Risikomanagement, warnt eine
kürzlich publizierte KPMG-Studie.
Beängstigende Trends
"Cybercrime zeichnet sich durch hohe Dynamik aus. Die Täter sind
innovativ, extrem anpassungsfähig und nutzen die aktuellsten
Technologien. Die Angreifer agieren immer professioneller und
fokussieren meist gezielt auf bestimmte Geschäftsbereiche oder
Daten", betont Dr. Christopher Lohmann, CEO AGCS Germany & Central
Europe, im Rahmen der Vorstellung der neuen Versicherungslösung in
Wien. Neue Technologien wie Cloud Computing würden zudem neue
Angriffsmöglichkeiten bieten, die Identifizierung von Tätern werde
durch die steigende technische Komplexität immer schwieriger.
"Vorsorge und Versicherung in diesem Bereich sind somit ein Gebot
der Stunde", so Lohmann. Wichtig in der Prävention wären eine
Sensibilisierung im Unternehmen, gezieltes Monitoring, Datenanalysen
und eine entsprechende Ausbildung der internen Task Force. Dennoch
können sich Unternehmen auch bei guten IT-Sicherheitsstandards nicht
hundertprozentig gegen Internet-Kriminalität schützen. Hier ist der
Versicherer gefragt.
Individueller Versicherungsschutz für Unternehmen
Mit der Versicherungslösung "Allianz Cyber Protect" können sich
Unternehmen jetzt erstmals umfassend gegen Gefahren aus dem Netz
absichern. Gedeckt sind Schäden, die Firmen als Opfer von
Internetkriminalität selbst erleiden oder für die sie von ihren
Kunden haftbar gemacht werden können. "Die neue Cyberversicherung
kombiniert Bausteine aus der Eigenschaden- und
Drittschadenversicherung und bietet so einen effektiven Schutz gegen
die wachsenden Gefahren aus dem Netz. Die Versicherungslösung lässt
sich an die jeweiligen Bedürfnisse eines Unternehmens individuell
anpassen", erklärt Mag. Severin Gettinger, Chief Underwriter AGCS
Financial Lines Austria.
"Allianz Cyber Protect" beinhaltet Ertragsausfälle durch
Betriebsstörungen ebenso wie die Kosten für die Wiederherstellung
beschädigter oder zerstörter Daten, forensischer Untersuchungen oder
Krisenkommunikation nach Hackerangriffen oder
Datenschutzverletzungen. Zur Auswahl stehen drei Varianten, die sich
in Prämienhöhe und Deckungsumfang unterscheiden. Mit einer
Deckungssumme bis zu 10 Millionen Euro bietet die Standardversion
einen breiten Schutz gegen alle wichtigen Cyberrisiken, erfordert
aber nur eine schlanke Risikoprüfung vor Vertragszeichnung. Bei den
Varianten "Allianz Cyber Protect Premium" und "Premium Plus" reicht
die Deckung bis zu 50 Millionen Euro und umfasst auch selbst
verschuldete Prozessschwächen oder Mitarbeiterfehler als Auslöser für
IT-Ausfälle oder Datenpannen. Bei den Premium-Varianten erfolgt zudem
eine ausführliche Vorabprüfung der IT-Prozesse des Unternehmens durch
spezialisierte Risikoingenieure von AGCS.
Ausblick: Wachsender Markt
In den USA ist Cyberversicherung bereits ein fester Bestandteil
des Versicherungsportfolios von Unternehmen und erreicht dort
mittlerweile ein Prämienvolumen von 1,3 Milliarden US-Dollar. Europa
hat hier durchaus Aufholbedarf, nicht zuletzt weil sich mit der
geplanten Umsetzung der EU-Datenschutzverordnung auch die
Gesetzeslage in den kommenden Jahren erheblich verschärfen wird. "In
den kommenden fünf Jahren erwarten wir am europäischen Markt ein
Prämienvolumen von 700 bis 900 Millionen Euro", so Lohmann. Allianz
Cyber Protect werde daher Zug um Zug auch in weiteren Ländern Europas
und ab kommendem Jahr auch auf ausgewählten asiatischen und
lateinamerikanischen Märkten eingeführt.
AGCS
Allianz Global Corporate & Specialty AG (AGCS) ist einer der
führenden global tätigen Industrie- und Spezialversicherer mit mehr
als 3.500 Mitarbeitern in 27 Ländern. Über das ausgedehnte Netzwerk
der Allianz Gruppe bietet AGCS Versicherungslösungen in über 160
Ländern an.
Downloads im Internet unter
http://www.ots.at/redirect/allianz26
- Foto: Dr. Christopher Lohmann ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei
- Foto: Mag. Severin Gettinger ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei
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