Am 11. Oktober ist Welt-Ei-Tag

Eierdatenbank schafft Transparenz bis zum Konsumenten

Wien (OTS) - Knapp 6 Mio. Legehennen werden in Österreich gehalten, damit werden 80% der heimischen Eiernachfrage gedeckt. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt sehr konstant bei rund 234 Eiern. Durchschnittlich EUR 47,30 gab ein österreichischer Haushalt 2012 für Eier aus.

Rund 715 Mio. Eier im Wert von EUR 168 Mio. wandern in Österreich über die Ladentische, etwa 78% aller Frischeier im Lebensmitteleinzelhandel, der Rest über alternative Bezugsquellen wie Märkte, ab Hof-Einkauf oder Zustellung direkt vom Bauern. Im Bereich der Frischeier sind jene aus Käfighaltung in den Supermärkten, wie auch überall sonst, längst tabu und seit einigen Jahren komplett aus dem Angebot verschwunden. Den Löwenanteil nach Haltungsform nimmt mengenmäßig die Bodenhaltung mit 66,2% ein, 21,9% entfallen auf Freilandhaltung, 11,8% auf Bio-Haltung.

Eier sind die Topseller im Biosegment. 18,4% wurden 2012 in dieser Qualität gekauft, das ist der höchste Bio-Anteil bei allen Frischeprodukten.

Kochen und Backen hat bei älteren Konsumenten mehr Tradition als bei den jungen. In Haushalten mit Haushaltsführern bis 29 Jahren liegt der durchschnittliche Eier-Einkauf bei 54 Stück pro Jahr, ist der Haushaltsführer älter als 60, werden 139 Eier gekauft, verkocht und verbacken.

Den Konsumenten sind gute Qualität und guter Geschmack beim Eier-Kauf besonders wichtig. Das ergab eine RollAMA-Motivanalyse im August vorigen Jahres. Für 83% der Befragten hat garantierte Salmonellenfreiheit oberste Priorität. Guter Geschmack, Frische, die österreichische Herkunft, artgerechte Haltungsbedingungen der Legehennen sowie eine behördliche Prüfung der Qualität sind für mehr als 50% wichtige Kriterien beim Einkauf. "Mit dem AMA-Gütesiegel können wir den Konsumenten garantieren, dass wir genau diese Anforderungen kontrollieren, garantieren und damit Sicherheit beim Eier-Einkauf geben", erklärt Rudolf Stückler, AMA-Marketingmanager für Ei und Geflügel.

Eierdatenbank bringt Transparenz

Seit dem heurigen Sommer sorgt die Österreichische Eierdatenbank für noch mehr Nachvollziehbarkeit und Transparenz bis hin zum Konsumenten. Alle Eier mit dem AMA-Gütesiegel oder der Auslobung "Tierschutz geprüft" werden an diese europaweit einzigartige Datenbank gemeldet. Weiters nehmen zahlreiche Legehennenbetriebe, die nicht das AMA-Gütesiegel tragen, aber auch Packstellen sowie zwei der vier heimischen Ei-Aufschlagwerke freiwillig daran teil. In der Datenbank werden die Warenströme tagesaktuell dokumentiert. "Damit haben wir in Österreich das 'gläserne Ei' geschaffen", erklärt Martin Greßl, Obmann der Eierdatenbank.

In Österreich darf kein Frisch-Ei im AMA-Gütesiegel-Programm den Bauernhof ohne Stempelung verlassen. Diese Einzeleikennzeichnung fasst die Information über Herkunftsland, Haltungsform und Legehennenbetrieb zusammen. Sämtliche Wege zwischen Landwirt, Packstelle und Handel werden von Lieferscheinen mit allen relevanten Angaben begleitet.

Konsumenten können seit wenigen Monaten selbst nachprüfen, woher das eingekaufte Ei stammt. Unter www.eierdatenbank.at wurde der Quick-Egg-Check installiert. Nach Eingabe der Kennzeichnung am Ei erhalten interessierte Konsumenten Auskunft über den Legehennenbetrieb und die Haltungsform der Tiere.

Trockeneiwerk seit Frühsommer im Betrieb

Vor wenigen Monaten nahm Österreichs erstes Trockeneiwerk seinen Betrieb auf. In Gnas in der Steiermark werden seitdem Vollei-, Eigelb- und Eiweißpulver produziert. Dafür werden ausschließlich heimische, gentechnikfrei erzeugte und über die Datenbank dokumentierte Eier verarbeitet. Diese stammen zur Gänze von AMA-Gütesiegel zertifizierten Legehennenbetrieben.

Bei der ZAG, der Zentralen Arbeitsgemeinschaft der Geflügelwirtschaft, zeigt man sich über die Inbetriebnahme höchst erfreut. "Dieses Eipulver abgesicherter Qualität schafft die Voraussetzungen dafür, dass Produzenten verarbeiteter Lebensmittel auf heimischen Ei-Rohstoff zurückgreifen können", so Geschäftsführer Michael Wurzer.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Rudolf Stückler, AMA-Marketingmanager für Ei und Geflügel,
Tel.: 01/33151-412,
E-Mail: rudolf.stueckler@ama.gv.at

DI Manuela Schürr, Unternehmenskommunikation,
Tel.: 01/33151-404, Mobil: 0664/837 61 78,
E-Mail: manuela.schuerr@ama.gv.at

DI Michael Wurzer, Geschäftsführer der ZAG
Tel.: 01/334 17 21-60
E-Mail: wurzer@zag-online.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIZ0002