- 08.10.2013, 13:29:04
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Wiener Architekt gewinnt World Architecture Festival Award

Wien/Singapur (OTS) - Baar-Baarenfels Architekten konnten beim World
Architecture Festival in Singapur die Kategorie "Neu und Alt" für
sich entscheiden. Johannes Baar-Baarenfels setzte sich unter anderen
gegen international so renommierte Architekturbüros wie Miralles
Tagliabue durch. Die Jury belohnte "den kühnen und pointierten Umbau"
des Wiener Palais Rasumofsky.
Das Büro des Wiener Architekten Johannes Baar-Baarenfels wurde
beim diesjährigen World Architecture Festival in Singapur in der
Kategorie "Neu und Alt" ausgezeichnet. Mit seinem feinsinnigen wie
ausdrucksstarken Umbau des 1806 errichteten Palais Rasumofsky holte
er den begehrten Preis. Das Gebäude wurde in der Zeit des Wiener
Kongresses für den russischen Diplomaten, Musikmäzen und Kunstsammler
Fürst Andrei Kirillowitsch Rasumofsky erbaut und gilt seither als ein
Juwel des Wiener Architektur-Erbes.
Renovierung und Umbau mit Fingerspitzengefühl
Acht Jahre nach Fertigstellung brannten Teile des Palais in Wien
Landstraße ab. Das junge Gebäude musste renoviert werden. Schäden aus
dem Zweiten Weltkrieg wurden in der Nachkriegszeit provisorisch
behoben. Dennoch war eine gründliche Revision des
geschichtsträchtigen Hauses erforderlich.
Bei dem Umbau, der 2010 begann, war großes Fingerspitzengefühl von
Nöten. Die Originalsubstanz des Hauptpalais wurde in Abstimmung mit
dem Denkmalamt renoviert. Das Dachgeschoss und das Stiegenhaus des
Gartenpalais wurden gänzlich erneuert. Die Jury des World
Architecture Festival würdigte die Arbeit des Architekten
Baar-Baarenfels: "Es gibt womöglich nur einmal im Leben die
Gelegenheit, ein 200 Jahre altes Gebäude mit großer historischer
Bedeutung zu beeinflussen. Der Architekt hat durch seine Umsetzung
die architektonische Auflösung eines Paradoxons geschafft: ein kühnes
Design-Konzept, das im Ausdruck zart und pointiert ist."
Kühne Vision und Historisches im Einklang
Bei der Neuinterpretation des Palais Rasumofsky ging es einerseits
darum der historischen Form gerecht zu werden, andererseits eine
zeitgenössische Lösung für die neuen räumlichen Anforderungen zu
entwickeln.
Das neue Aluminium beplankte Dach, eine Stahlfachwerkkonstruktion,
gestützt von einer Reihe von Vierendeel-Trägern, fügt sich ganz
selbstverständlich in das bestehende Ensemble. Die Penthouse-Wohnung
ist von Terrassen umgeben und verfügt über raumhohe vertikale
Verglasungen. Sonnenschutzlamellen aus extrudierten Aluminium bilden
die ursprüngliche Dachform, spenden Schatten und rahmen den Blick
nach außen.
Das Erdgeschoss wurde, wohl ganz im Sinne des kunstliebenden
Erstbesitzers, in eine sechs Meter hohe Galerie verwandelt. Die zwei
größeren Räume wurden durch die Einfügung einer neuen zusätzlichen
Ebene zwischen zwei freistehenden abgewinkelten Betonscheiben
verbunden. Die neu geschaffene, organisch geformte Betontreppe ist
eine konstruktive Meisterleistung, da die Form sich aus dem
statischen Kräftefluss ergibt.
International wahrgenommene Architektur
Nachdem Baar-Baarenfels bereits 2010 für den World Architecture
Festival Award in Barcelona nominiert worden war, damals für den
Sportalm-Flagship-Store in der Wiener Brandstätte in der Kategorie
"Shopping", konnte er heuer den weltweit begehrten Architekturpreis
für sich entscheiden.
Weitere Informationen:
www.baar-baarenfels.com
www.worldarchitecturefestival.com
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