• 07.10.2013, 17:24:18
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Vorarlberger Wiesenmeister 2013 ausgezeichnet

LR Erich Schwärzler übergab Urkunden im Landhaus

Utl.: LR Erich Schwärzler übergab Urkunden im Landhaus =

Bregenz (OTS/VLK) - Insgesamt 19 bäuerliche Betriebe wurden im Rahmen
der Vorarlberger Wiesenmeisterschaft 2013 ausgezeichnet.
Agrarlandesrat Erich Schwärzler und Naturschutzrats-Vorsitzender
Professor Georg Grabherr gratulierten am Montag, 7. Oktober 2013, im
Landhaus allen Preisträgern und dankten für deren Leistungen.

Die Vorarlberger Wiesenmeisterschaft wurde im Jahr 2002 über
Initiative von Professor Grabherr europaweit als erste
Wiesenmeisterschaft begründet. Seither veranstaltet das Land
Vorarlberg die Wiesenmeisterschaft in Kooperation mit dem
Vorarlberger Naturschutzrat, dem Vorarlberger Alpwirtschaftsverein
und der Initiative Grünes Vorarlberg.

"Die Wiesenmeisterschaft öffnet die Augen für das Kleine, das
Stille und das Schöne, welches noch vielfältig in unserer Landschaft
vorhanden ist", sagte Landesrat Schwärzler: "Die Vorarlberger
Bäuerinnen und Bauern und vor allem die Wiesenmeister sind wichtige
Garanten für eine zukunftsfähige Umsetzung der
Landwirtschaftsstrategie 'Ökoland Vorarlberg - regional und fair' und
dass unser Ländle eine offene gepflegte Landschaft hat, in der die
Mannigfaltigkeit der Natur sichtbar ist." Die Vielfalt der Natur sei
das größte Kapital für den heimischen Tourismus, aber auch Erholungs-
und Kraftquelle für die Bevölkerung.

Kurzbeschreibung Siegerwiesen und Alpbetriebe 2013

Preis für Weidemanagement der Vorarlberger Wiesenmeisterschaft: Alpe
Diesnerberg, Eller Norbert - Sonntag (1550 - 2050 m Seehöhe): Die
ausgesprochen artenreichen Weideflächen der Alpe Diesnerberg
erstrecken sich über den Talschluss des Gadentals im Karstgebiet des
Diesner Gschröfs. Die steilen Hänge werden von bunten Kalkmagerrasen
eingenommen, unterbrochen von artenreichen Borstgrasweiden. Die
Bewirtschaftung ist sehr arbeitsintensiv. Ein ausgeklügeltes
Weidesystem sowie konsequente Weidepflege erhalten produktive,
artenreiche Alpweiden.

Preis für besondere Artenvielfalt der Vorarlberger
Wiesenmeisterschaft: Innerzuger Alpe, Kaufmann Annemarie - Lech (1500
- 2100 m Seehöhe): Die Innerzuger Alpe besticht durch ihre
vielfältigen Kalkmagerrasen mit ihrer charakteristisch bunten
Alpenflora, die von lockeren Latschengruppen und Alpenrosenheiden
durchsetzt sind. In Gunstlagen sind gehaltvolle, artenreiche
Kammgrasweiden, in höheren Lagen sehr ursprüngliche Milchkrautweiden
ausgebildet. Das schwierige Gelände und die große Höhenerstreckung
der Weideflächen erfordern einen hohen Arbeitseinsatz der
Bewirtschafter.

Kategorie Sonderprogramm

Viehweide Rheinholz, Meier Alois - Gaißau: Die gemeinschaftlich
beweideten Feuchtflächen im Rheinholz beherbergen eine Vielzahl an
sehr seltenen und stark gefährdeten botanischen Kostbarkeiten wie
beispielswiese Gnadenkraut, Wassernabel oder Gelbes Zyperngras.

Kategorie Gesamtbetrieb

Battlogg Josef - Bartholomäberg: Der Betrieb ist durch eine
ausgewogene
Artenzusammensetzung der produktiven Futterwiesen in Kombination mit
ausgesprochen artenreichen Magerwiesen und intakten Feuchtwiesen
ausgezeichnet.

Dünser Gerhard - Dornbirn: Die mäßig intensive Wiesennutzung fördert
sehr stabile, blumenreiche Gold- und Glatthaferwiesen. Ein wertvolles
Kalkflachmoor auf Rickatschwende wird als Streuwiese genutzt.

Kategorie Einzelwiese

Bernhard Walter - Ludesch, Magerwiese "Bovel": Traditionelle
Magerwiesennutzung erhält einen außergewöhnlich vielfältigen
Halbtrockenrasen im NATURA 2000 Gebiet Ludescherberg und leistet
einen wichtigen Beitrag zur Pflege dieser reizvollen
Kulturlandschaft.

Bitschnau Josef - Bartholomäberg, Magerwiese "Heimat": Der bunt
blühende Kalkhalbtrockenrasen auf dem wärmegetönten Südhang in der
Parzelle Lutt ist wichtiger Lebensraum für die Tierwelt und eine
echte Bereicherung des Landschaftsbildes.

Fritz Margret & Marte Ewald - Zwischenwasser, Magerwiese "Moos":
Variierende Bodennässe schafft ein kleinräumiges Nebeneinander
unterschiedlicher Pflanzengemeinschaften: bunte Trespenwiesen
wechseln mit kleinflächigen Kalkflachmooren.

Gassner Michael - St. Gerold, Glatthaferwiese "Summer": In dieser
Glatthaferwiese mit charakteristischem Artengefüge ist zudem ein
schöner und ökologisch wertvoller Streuobstbestand erhalten.

Hartmann Josef, Agrargemeinschaft Hintere Bödmen - Fontanella,
Streuwiese: Der großflächig als Streuwiese genutzte
Kalkflachmoorkomplex der Alpe Hintere Bödmen beherbergt
unterschiedliche Feuchtwiesentypen, die Lebensraum für eine Vielzahl
botanischer Raritäten sind.

Jochum Petra - Schröcken: Magerwiese "Auenfeld": Die ausgedehnte
Magerwiese ist Teil der weitläufigen, traditionell genutzten
Wiesenlandschaft im Auenfeld. Sie besticht durch Ursprünglichkeit,
Artenvielfalt und Blütenreichtum.

Kinzel Stefan - Riezlern, Magerwiese: Die Bewirtschaftung der extrem
steilen Magerwiese bei Schwand in Riezlern ist die Voraussetzung für
den Fortbestand dieser vielfältigen Rotschwingel-Straußgraswiese und
zugleich mit arbeitsintensiver Handarbeit verbunden.

Küng Stefan - Raggal, Magerwiese "Garfülla": Extensive
Magerwiesennutzung erhält auf dem stark kupierten Hang ein
abwechslungsreiches Mosaik aus arten- und orchideenreichen
Rotschwingel-Straußgraswiesen unterschiedlicher Prägung.

Matt Ingrid und German - Laterns, Streuwiese "Streuemahd": Das
vielfältige Kalkflachmoor mit schönen Beständen der Rostroten
Kopfbinse auf dem Südhang von Oberbonacker wird durch die
traditionelle Streuwiesennutzung erhalten.

Nigg Martin & Daniel - Schnifis, Magerwiese "Hensler": Die
blumenreiche Borstgraswiese auf dem reich gegliederten Südhang ist
eine Bereicherung der bäuerlich geprägten Kulturlandschaft am
Hensler.

Schneider Egon - Lech, Goldhaferwiese "Hinteres Guat": Die
Goldhaferwiese auf den steilen Südhängen am Ortseingang von Zug ist
ein positives Beispiel für eine nachhaltige Berglandwirtschaft.

Schregenberger Robert - Zwischenwasser, Magerwiese "Furx Wies": Die
Nutzung als Magerwiese ist die Voraussetzung für die Erhaltung
dieser ausgesprochen vielfältigen und orchideenreichen
Rotschwingel-Straußgraswiese.

Stark Konrad - Blons, Magerwiese "Studer-Oben": Artenreiche
Trespenwiesen, durchsetzt mit kleinen Kalkflachmooren, bilden einen
vielgestaltigen Lebensraum, dessen Erhaltung mit großem Aufwand
verbunden ist.

Wachter Josef - Gaschurn, Magerwiese "Gawatsch": Trotz schwierigem
Gelände und fehlender Zufahrt wird diese artenreiche
Rotschwingel-Straußgraswiese noch in mühevoller Handarbeit gemäht,
während angrenzende Wiesen bereits wieder verwaldet sind.

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